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Mehr als 3000 Menschen im überfüllten Flüchtlingslager Friedland

de Maizière zu Besuch Mehr als 3000 Menschen im überfüllten Flüchtlingslager Friedland

Am Tag des Besuchs von Bundesinnenminister Thomas de Maizière leben im südniedersächsischen Grenzdurchgangslager Friedland so viele Flüchtlinge wie seit Jahrzehnten nicht. Mehr als 3000 Menschen seien am Dienstag in der Einrichtung untergebracht, sagte Lagerleiter Heinrich Hörnschemeyer.

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Quelle: Hinzmann

Friedland.  "Wir sind am Ende der Fahnenstange, alleine am vergangenen Wochenende kamen 300 Menschen", betonte er.

Schon lange gebe es in dem eigentlich für 700 Menschen konzipierten Lager nicht mehr ausreichend Betten, um die Menschen unterzubringen. Viele müssten deshalb auf den Fluren schlafen und seien in Verwaltungsgebäuden untergebracht. Am Vormittag wird de Maizière (CDU) in Friedland erwartet.

 Er will sich dort einen Eindruck von der völlig überfüllten Einrichtung verschaffen. Zudem sind Gespräche mit Flüchtlingen und Spätaussiedlern geplant. Im Grenzdurchgangslager Friedland, das kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges gegründet wurde, sind in den vergangenen Jahrzehnten mehr als vier Millionen Spätaussiedler und Flüchtlinge aufgenommen worden.

Am Rande des Besuchs wurde bekannt, dass die leerstehende Albert-Schweitzer-Schule in Adelebsen und die frühere Anne-Frank-Schule in Rosdorf künftig definitiv als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. Eine entsprechende Nutzungsvereinbarung sei mit den beiden Kommunen geschlossen worden, sagte Landkreissprecher Ulrich Lottmann am Dienstagmorgen. Allein in der Albert-Schweitzer-Schule könnten bis zu 200 Flüchtlinge unterkommen.

Hörnschemeyer sagte de Maizière, dass nach dem Ende der Sommerferien die etwa 300 Flüchtlinge, die derzeit in Sporthallen in Friedland und Rosdorf untergebracht sind, in die beiden Schulen verlegt werden sollen.

dpa/hein

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