Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Migrationszentrum Göttingen hilft bei Familienzusammenführung

Wiedersehen nach 17 Jahren Migrationszentrum Göttingen hilft bei Familienzusammenführung

17 Jahre lang hatte Suleiman Abdullah seinen Sohn Cwan nicht mehr gesehen. Am Dienstag konnte der Flüchtling aus Syrien ihn wieder in die Arme schließen – dank der Hilfe des Migrationszentrums Göttingen.

Voriger Artikel
Flüchtlinge aus Eritrea erhalten in Weende Sprachunterricht
Nächster Artikel
Rosdorfer helfen Flüchtlingen mit Spenden

Glücklich vereint: Vater Suleiman Abdullah mit Sohn Cwan, dessen Frau Beriwan Mesod und den Kindern Lavin (2 Jahre) und Alvin (8 Monate).

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Der 28-jährige Cwan Abdullah sei mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern in der Nacht auf Dienstag am Flughafen in Hannover angekommen und dort von seinem Vater abgeholt worden, berichtet Dana Gaef vom Migrationszentrum. Nur einige Stunden später sitzen die fünf Familienmitglieder in den Räumen der Einrichtung – erschöpft, aber glücklich.

 
„Unbeschreiblich groß“ sei seine Freude am Flughafen gewesen, sagt Suleiman Abdullah.  Als er seinen Sohn verlassen habe, sei der noch ein kleiner Junge gewesen. Nun sei er mit Frau und zwei wunderschönen Kindern nach Deutschland gekommen. Vor Freude habe man nicht geschlafen und sich die ganze Nacht unterhalten.

 
Suleiman Abdullah sei vor 17 Jahren nach Deutschland gekommen, sagt Gaef. Der heute 61-Jährige habe damals seine Frau und 16 Kinder zurückgelassen. Sein Asylantrag sei zwar abgelehnt worden, er sei jedoch geduldet worden. Nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien 2011 sei er schließlich als Flüchtling anerkannt worden.

 
Die Einsamkeit in Deutschland und die Trennung von seiner Familie hätten bei Abdullah zu schweren gesundheitlichen Problemen geführt, so Gaef. Das Migrationszentrum habe ihn jedoch immer unterstützt und bemühe sich nun auf unterschiedlichen Wegen, auch den Rest der kurdischen Familie nachzuholen. Darauf hofft auch Cwan Abdullah. Nach dem Weggang des Vaters habe er schon früh die Familie finanziell unterstützen müssen und deshalb auf dem Markt mit Kleidung gehandelt und auf Hochzeiten musiziert. Nun will er mit seiner Frau die deutsche Sprache lernen und schauen, was für Arbeitsmöglichkeiten er in Deutschland hat. Vor allem hofft er, dass seine Kinder in einem sicheren Land eine gute Zukunft haben. Seiner Frau ist als einer ihrer ersten Eindrücke aufgefallen, wie sauber alles in Deutschland ist.

 
Auch andere Flüchtlinge aus Syrien in der Region unterstützt das Migrationszentrum bei dem Versuch, Familienangehörige nachzuholen. Im Fall der Familie Abdullah lobt Gaef ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde des Landkreises Göttingen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016