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Spendenaktion der Caritas und Kirchen

Duderstadt Spendenaktion der Caritas und Kirchen

Einleben und Teilhabe: Caritas und Kirchen haben in Duderstadt Anfang Dezember die Spendenaktion „Flüchtlingshilfe“ gestartet. Damit möchte die Caritas schwerpunktmäßig in Radolfshausen, Duderstadt und Gieboldehausen die Integration dauerhaft hier lebender Flüchtlinge unterstützen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. „Aber“, machte Propst Bernd Galluschke vorab deutlich, „es geht hier nicht darum, andere Hilfsbedürftige zu vergessen.“ Vielmehr gehe es um ein „gut katholisches Sowohl-als-auch“. Die Aktion sei der aktuellen Flüchtlingssituation geschuldet.

„Die Zahlen für den hiesigen Bereich sind mit 180 Asylbewerbern noch recht überschaubar“, äußerte Ralf Regenhardt, Vorstand der Caritas im Landkreis Göttingen. 60 allein reisende Minderjährige kamen bislang in der Region Duderstadt unter. Zugleich aber sei absehbar, dass sich die Zahlen verändern würden, mahnte Regenhardt.

„Hier in der Region gibt es ein außerordentlich gutes Netzwerk, eine gute Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen“, lobte Regenhardt, „aber auch mit der Stadt, dem DRK oder den Kirchen klappt das großartig.“ Denn nicht nur Sachspenden kämen von den Bürgern, auch das große Engagement – Regenhardt nennt dieses auch Zeitspenden – überwältige die Hilfsorganisationen. Doch was komme dann, nach der ersten Aufnahme und Begegnung?

Etliche Integrationsprojekte funktionierten nur durch die Ideen vieler: „Schüler helfen Schüler“, „Projekt Nächstenliebe“, Betreuung von Flüchtlingen als Paten, Aufnahme in den Sportvereinen, Fahrradkurse oder auch einfach gegenseitige Kochabende. „Begegnungen auf Augenhöhe“, seien das eine, so Regenhardt. Doch Helfen könne Einzelne zunehmend überborden.

In viele der Projekte stecken die Ehrenamtlichen und Vereine Zeit, zudem immer wieder auch eigene Mittel: Damit gemeinsame Aktivitäten gestaltet werden können, Kinder und Erwachsene Stifte, Zettel und Schulbücher zum Deutschlernen erhalten.

Genau dort möchte die Spendenaktion „Flüchtlingshilfe“ ansetzen, dem Fördern von Projekten und Maßnahmen, die bedarfsorientiert sind und Integration voranbringen. Das „gut katholische sowohl-als-auch“, das Propst Galluschke erwähnte, setzt sich hier nochmals um: Einerseits sammelt die Caritas finanzielle Spenden, andererseits werden die Mittel direkt vor Ort durch einen Vergabeausschuss an Ideen weitergeleitet. Im Vergabeausschuss beraten Pastorin Christina Abel, Regina Steffens-Grosche von der Stadt Duderstadt und Thomas Gerdau von der Caritas über größere Anträge. „Wer Projektideen hat“, forderte Regenhardt auf, kann sich an Thomas Gerdau wenden.“

In den kommenden Tagen werden die Informationsflyer samt Überweisungsvordruck in etlichen Geschäften, kirchlichen Einrichtungen und Unternehmen ausgelegt. „Wie wäre es“, schlug Propst Galluschke vor, „wenn Unternehmen auf kleine Weihnachtsgeschenke verzichteten und das Geld lieber spenden?“

Unter 05527/98130 oder  gerdau@caritas-goettingen.de können Interessierte bei Thomas Gerdau mehr über die Aktion erfahren.

Spenden sind an die Caritas unter dem Verwendungszweck „Caritas Flüchtlingshilfe“ mit der IBAN DE25260512600000110114 möglich.

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