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Spendentopf für Flüchtlingsarbeit?

Kulturausschuss Göttingen Spendentopf für Flüchtlingsarbeit?

Die Göttinger Stadtbibliothek will bei den Neuanschaffungen verstärkt auf Literatur für Flüchtlinge setzen. Die Kosten dafür sollen über einen Spendentopf für Flüchtlingsarbeit finanziert werden, der auf Vorschlag der SPD-Ratsfraktion mit einer Ersteinlage in Höhe von 250.000 Euro ausgestattet werden soll.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Dies solle im Sozialausschuss beraten werden und den Auftakt für eine groß angelegte Spendenaktion bilden. Da die Kosten für die Neuanschaffung von Literatur für die Flüchtlingsarbeit nicht allein über die Einnahmen der Stadtbibliothek gedeckt seien, könne die Differenz aus dem Sammeltopf finanziert werden, hieß es im Ausschuss. Die Stadtbibliothek stellt bereits Sprachlernklassen und Flüchtlingsunterkünften Lernmaterial zur Verfügung und will dies zukünftig auch in der Ausleihe anbieten können.

 
Der Anteil der Neuerwerbungen für die Göttinger Stadtbibliothek wurde in Bezug zum Gesamtbestand auf elf Prozent festgelegt, im Bereich Kinderliteratur soll der Anteil der Neuanschaffungen von neun auf zehn Prozent erhöht werden. Die Quote der Ausweise für Kinder und Jugendliche soll von 30 Prozent auf 35 Prozent gesteigert werden, so dass die Bibliotheksnutzer unter 18 Jahren rund ein Drittel ausmachen.

 
Der Kulturausschuss beriet auch eine mögliche Evaluierung des Stadtarchivs. Diese würde eine Bestandsaufnahme, eine Bewertung und davon abgeleitete Zielvorgaben beinhalten, hieß es im Ausschuss. Sie solle durch ein externes Beratungsbüro erfolgen. Die Kosten seien anhand eines Vergleichsangebots auf ungefähr 30 000 Euro geschätzt worden, wie Ernst Böhme, Leiter des Stadtarchivs, erklärte.  Da das Stadtarchiv allerdings bis zu 70 Prozent gesetzliche Auflagen zu erfüllen habe, soll der Umfang der Evaluierung „auf einen qualifizierten Bericht durch einen externen Gutachter reduziert werden“, wie Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD) sagte.

 

Von Katrin Westphal

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