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Sporthalle auf den Göttinger Zietenterrassen wird Flüchtlingsunterkunft

Amtshilfe Sporthalle auf den Göttinger Zietenterrassen wird Flüchtlingsunterkunft

Die Göttinger Stadtverwaltung richtet die ehemalige Bundeswehrsporthalle auf den Zietenterrassen als Notunterkunft für bis zu 200 Geflüchtete her. Auch die benachbarte Funsporthalle wird beschlagnahmt, um Geflüchtete darin zu versorgen.

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Quelle: EF

Göttingen. Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck informierte das Dialogforum Zietenterrassen am Dienstagabend auf dessen erster Sitzung darüber. Die Flüchtlinge würden der Stadt auf dem Weg der Amtshilfe für das Land Niedersachsen zugewiesen, sagte sie. Die Dezernentin nannte die Maßnahme einen "harten Schlag" und "große Zumutung" für den Stadtteil. Sie sei aber Ergebnis von Beratungen durch den Krisenstab der Verwaltung. Die Nutzung der ehemaligen Bundeswehrhalle und der Funsporthalle bedeute den "geringsten Einschnitt für den Normalbetrieb" in den städtischen Sporthallen. Mit den entsprechenden Vorkehrungen in den beiden Hallen auf den Zietenterassen soll bereits am Mittwoch begonnen werden.

 Schlapeit-Beck geht davon aus, dass die ersten Geflüchteten, die Göttingen im Rahmen der Amtshilfe aufnehmen muss, in der nächsten oder übernächsten Woche ankommen werden. Nach Angaben des Landes, so Schlapeit-Beck, würden die Flüchtlinge für etwa vier Wochen in Göttingen bleiben.

 Für die Montessori- und Bonifatiusschule, die die ehemalige Bundeswehrhalle für den Schulsport genutzt haben, soll es Ersatzangebote in anderen Hallen geben. Auch der SC Hainberg trainiert dort. Der SC-Hainberg-Vorsitzende André Pfitzner sagte, sein Verein sei von der Entscheidung der Verwaltung überrascht worden. Er schlug vor, statt die 1000 Quadratmeter große Funsporthalle für die Essensausgabe für die Flüchtlinge zu nutzen, lieber nach Alternativen zu suchen und brachte andere Vereinsräume ins Gespräch.

 Ratsherr und Forumsmitglied Tom Wedrins (SPD) betonte die wichtige Bedeutung der Funsporthalle für den Stadtteil. Er warnte, wenn die Bevölkerung die Halle nicht mehr nutzen könne, dass die Stimmung und die Akzeptanz in der Nachbarschaft schnell kippen könnte. Auf Anregung des Forums kündigte Schlapeit-Beck an, die Bevölkerung über die neue Notunterkunft in einer Info-Veranstaltung zu informieren. Dem Dialogforum gehören unter anderem Vertreter des Rates und des Ortsrates Geismar, der Kirchen, Bildungseinrichtungen und Sportvereine sowie der Bürgerinitiativen an.

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