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Stadt Göttingen lässt Flüchtlingsheime überwachen

Kontrollen von Sicherheitsdienst und Polizei Stadt Göttingen lässt Flüchtlingsheime überwachen

In Brandenburg und Baden-Württemberg sind Gebäude abgebrannt, in die Flüchtlinge einziehen sollten. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Um derartige Übergriffe zu verhindern, lässt die Stadt Göttingen Unterkünfte von einem Sicherheitsdienst überwachen. Die Polizei fährt vermehrt Streife.

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Um Übergriffe zu verhindern lässt die Stadt Göttingen Flüchtlings-Unterkünfte von einem Sicherheitsdienst überwachen.

Quelle: dpa/Pförtner

Göttingen. Das betrifft unter anderem das im Bau befindliche Wohnheim auf den Zietenterrassen, in dem ab September 180 Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

„Während der Bauphase ist für die Unterkunft ein Sicherheitsdienst eingesetzt, der in unregelmäßigen Abständen nachts die Baustelle kontrolliert“, erklärt Verwaltungssprecherin Stefanie Ahlborn. Ergänzend werden Objekte wie dieses in die täglichen Streifenfahrten der Polizei einbezogen, sagt Sprecherin Jasmin Kaatz.

„Mit dieser Präsenz wurde bislang ein hohes Maß an Sicherheit erreicht.“ Sobald eine Wohnanlage eröffnet ist, sei der Betreiber für die Sicherheit zuständig, ergänzt Ahlborn.

Das betreffe zum Beispiel die Flüchtlingsunterkünfte Voigtschule und Breslauer Straße, die beide von der Stadt betrieben werden. Der Umfang der Sicherheitsleistung werde eng zwischen den Betreuern vor Ort und der Stadtverwaltung abgestimmt – und sei erst kürzlich ausgeweitet worden.

„Bisher war abends ab 23 bis etwa 3 Uhr morgens ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes vor Ort“, erklärt Ahlborn. Wegen der zunehmenden Anzahl an Flüchtlingen solle nun bereits ab 21 Uhr ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes vor Ort sein. „Die Gemeinschaftsräume sind voller, die maximale Zimmerbelegung wird ausgeschöpft.“

Das fördere nicht gerade eine entspannte Wohnsituation. „Je mehr Menschen gleichzeitig in den Unterkünften untergebracht sind, umso mehr Konfliktherde können entstehen.“

Für dezentral, also in Wohnungen untergebrachte Flüchtlinge gebe es keinen Sicherheitsdienst. „Noch waren sie nach unserer Kenntnis nicht erforderlich“, betont Ahlborn. Auch vergleichbare Vorfälle wie jetzt in Brandenburg oder Baden-Württemberg habe es in Göttingen noch nicht geben.

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