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THW Göttingen richtet Unterkunft für Flüchtlinge in Gandersheim her

Einrichtung bleibt vorerst geschlossen THW Göttingen richtet Unterkunft für Flüchtlinge in Gandersheim her

Etwa 80 Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) aus Göttingen und Osterode richten seit Beginn der Woche eine neue Sammelunterkunft für Flüchtlinge in Bad Gandersheim her. Ob diese allerdings bezogen wird, ist offen. Der Vertrag mit dem Immobilienbesitzer und dem Land Niedersachsen ist nach Medienberichten geplatzt.

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Mitarbeiter des THW aus Göttingen und Osterode richten eine Sammelunterkunft in Bad Gandersheim für Flüchtlinge her.

Quelle: Rentschka

Göttingen. Die THWler aus den Ortsverbänden Göttingen und Osterode sind für die Energie- und Wasserversorgung in der ehemaligen Kurklinik zuständig. Sie unterstützen nach Auskunft ihres Göttinger Sprechers Axel Rentschka die Johanniter-Unfallhilfe. Sie haben im Auftrag des niedersächsischen Innenministeriums die Gesamtleitung des Einsatzes im ehemaligen Kurpark-Hotel Bartels in Gandersheim übernommen. Das einstige Hotel verfügte über knapp 100 Zimmer, in denen bis zu 300 Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

 

Die ehrenamtlich tätigen THW-Mitglieder hätten die künftige Flüchtlingsunterkunft zunächst mit anderen Helfern aus- und aufgeräumt, in erster Linie aber ihre „Kernkompetenzen“ eingebracht so Rentschka: Beleuchtung, Trinkwasser, Infrastruktur und Bergung. „Die Kollegen stellen die Stromversorgung her und prüfen die alten Stromleitungen. Sie prüfen mit Fachfirmen die Gas- und Wasserleitungen, stellen bei Bedarf auch die Notstromversorgung sicher und sorgen für trinkbares Wasser.“ Koordiniert würden die abwechselnden Einsätze der etwa 80 Beteiligten von der Geschäftsstelle Göttingen aus. Vier weitere Mitglieder seien außerdem nach Fallingbostel gerufen worden. Sie unterstützten als Kommunikationsexperten den Aufbau eines neuen Verteilzentrums für Flüchtlinge.

 

Auch bei der Einrichtung von Notunterkünften in Rosdorf und Adelebsen sei das THW Göttingen beteiligt gewesen, sagt Rentschka, „grundsätzlich ist das aber immer ein Gemeinschaftswerk vieler Organisationen und Helfer“.

 

Ob die Unterkunft tatsächlich von Flüchtlingen bezogen wird, ist allerdings fraglich. Nach Angaben des Innenministeriums dem NDR gegenüber fehle eine zuvor vom Besitzer zugesagte Brandschutz-Versicherung. Unter keinen Umständen gefährde das Land die Sicherheit der Flüchtlinge, wird ein Sprecher des Ministeriums zitiert.

 

Der Beitrag wurde am 18. September um 11:57 Uhr aktualisiert.

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Von Redakteur Ulrich Schubert

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