Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Unterkünfte für Flüchtlinge in Göttingen

Wohnungen für Geflüchtete Unterkünfte für Flüchtlinge in Göttingen

Um alle avisierten Flüchtlinge in Göttingen unterzubringen, „müssen wir jedes zur Verfügung stehende Gebäude und Grundstück nutzen“, hat Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) mehrfach erklärt. Eine Karte zeigt jetzt, wo die Stadt bereits Geflüchtete betreut und wo sie weitere Unterkünfte plant.

Voriger Artikel
Ibrahim Ammar musste Syrien verlassen

Die Karte zeigt, wo die Stadt bereits Geflüchtete betreut und wo sie weitere Unterkünfte plant.

Quelle: GT

Göttingen. Um etwa 1270 Flüchtlinge kümmert sich die Stadt Göttingen nach eigenen Angaben zurzeit, bis März rechnet sie mit weiteren 1175 Geflüchteten. Wie viele dann kommen, ist offen.

„Unser Problem sind nicht die Menschen, sondern die Geschwindigkeit, mit der sie kommen“, hatte Köhler (SPD) kürzlich während Informationsveranstaltungen in Grone und am Hagenweg betont. Ständig suche und prüfe die Verwaltung darum alle möglichen Angebote, Immobilien und Neubauflächen um Flüchtlinge „vernünftig und nicht in Zelten“ unterbringen zu müssen. „Dabei versuchen wir sie so zu verteilen, dass keine Extrembereiche entstehen“, so Köhler.

Eine Aussage, an der vor allem Bürger aus der West- und Nordstadt zunehmend zweifeln. Jetzt gibt es eine Karte mit nahezu allen Standorten, an denen Flüchtlinge untergebracht sind oder noch untergebracht werden sollen. Daraus gibt sich grob folgende Verteilung: 100 Plätze in der City, 261 im Süden der Stadt (davon 120 auf den Zietenterrassen), 406 in der Oststadt, 340 in der Nordstadt einschließlich Weende und etwa 1680 im Westen – davon etwa 690 im Bereich Alt-Grüne/Grone Süd und 730 im Bereich Schützenplatz, Hagenweg und Holtenser Berg.

In ihrer Karte unterscheidet die Stadt zwischen bestehenden und geplanten Unterkünften, aber auch zwischen Objekten, die sie selber oder andere bauen und vorhalten. Zu den letztgenannten gehört eine Unterkunft im ehemaligen Institut für den wissenschaftlichen Film (IWF) am Nonnenstieg (Privatbesitz) und ein geplanter Neubau am Hagenweg durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft. In Eigenregie baut die Stadt für 300 Flüchtlinge unterhalb des Holtenser Berges.

Dass es mehr Unterkünfte im Westen und zunehmend in Gewerbebereichen gibt, „ist vor allem eine Frage der Verfügbarkeit“, sagte Köhler. „Woanders bekommen wir schlicht nichts angeboten und oder haben dort keine eigenen Bauflächen.“

Über eine geplante Flüchtlingsunterkunft in der Europaallee am Holtenser Berg informiert die Stadtverwaltung am Montag, 15. Februar, ab 19 Uhr in der Hagenbergschule im Pappelweg.

Voriger Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016