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Zehn Wohnungen für Geflüchtete: Westgrund vermietet an Göttingen

Option auf zehn weitere Wohnungen Zehn Wohnungen für Geflüchtete: Westgrund vermietet an Göttingen

Die Westgrund Niedersachsen Süd GmbH vermietet ab 1. November zunächst zehn Wohnungen in Grone an die Stadt Göttingen. Diese will die Wohnungen nun Geflüchteten zur Verfügung stellen. „Mit einer Option für zehn weitere, die nach Sanierung für uns zur Verfügung stehen“, sagte Verwaltungssprecher Detlef Johannson.

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Leere im Süntelweg

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Westgrund gehört in Grone zu den größten Immobilienbesitzern. Nach eigenen Angaben besitzt sie in Grone Nord und Süd 1139 Wohnungen, die sie Ende 2014 von der Berliner Immobilien Beteiligungs- und Vertriebsgesellschaft (IBV) übernommen hat.

Der Runde Tisch Grone hatte in seiner Septembersitzung den großen Leerstand in den Wohnunganlagen der Westgrund vor allem in Grone Süd im Süntelweg kritisiert und daraufhin einen Vertreter der Westgrund zur Sitzung im Oktober eingeladen. Die Wohnungssituation und Leerstände im Stadtteil sollten am Montag erörtert werden. Westgrund-Mitarbeiter Ronny Sager entschuldigte sein Fehlen, antwortete aber schriftlich auf die Einladung.

Sager machte deutlich, dass dass die Westgrund Niedersachsen Süd GmbH seit Anfang 2015 als es durch den Eigentümerwechsel zu einem „geringfügigen Leerstandsaufbau“ kam, dabei sei, die Wohnungen in „Fünfer oder Zehnerpaketen“ „kostenintensiv“ zu sanieren, um sie auf aktuellen Standard zu bringen. Noch sei das gesteckte Ziel aber nicht erreicht. Die Westgrund sei „sehr stark“ an der Vermietung der leer stehenden Wohnungen interessiert. „Wir arbeiten daran, weiteres junges Mieterklientel aus der Uni in die Wohnanlagen aufzunehmen als auch Familien an den Standort zu holen.“ Ziel sei es, bezahlbaren und vor allem attraktiven Wohnraum zur Verfügung zu stellen. „Dies ist jedoch ein Prozess, der sicher noch einige Monate dauern wird“, schreibt Sager. Speziell im Süntelweg habe es Räumungen von Mietern „mit schlechter Zahlungsmoral“ gegeben. Daher seien die Wohnungen in einen bedauernswerten Zustand zurück gelassen worden, erläutert Sager.

Der Runde Tisch wertete die Aussagen des Schreibens grundsätzlich positiv. Das Groner Ortsratsmitglied Hendrik Falkenberg (Linke) mahnte den Runden Tisch, „nicht alles für bare Münze“ zu nehmen. „Wir werden Westgrund an ihren Taten messen“, sagte er.

Zu der Sitzung waren auch Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck, die sich aus Termingründen absagte, und Studentenwerksgeschäftsführer Jörg Magull eingeladen, der ohne Absage ebenfalls nicht erschien.

„Die Einladung hatte einer eher unverbindlichen Charakter, es wurde nicht explizit um eine Zu- oder Absage gebeten“, erklärte Studentenwerkssprecherin Anett Reyer-Günther. Magull habe an diesem Abend zeitgleich einen anderen wichtigen Termin – auch zur Thematik Wohnen – wahrgenommen. Der Runde Tisch kündigte an, die Gesprächseinladungen zu erneuern.

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