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Flüchtlingsheim auf den Zietenterassen Göttingen: Kritik an Verwaltung

Bürgerinitiative erhebt Vorwürfe Flüchtlingsheim auf den Zietenterassen Göttingen: Kritik an Verwaltung

Eine neu gegründete Bürgerinitiative hat im Hinblick auf das geplante Flüchtlingsheim auf den Zietenterrassen in Göttingen die Stadtverwaltung scharf kritisiert. In einer Pressemitteilung wird eine sofortige Korrektur „des bisherigen von Vertrauensbruch geprägten Politik- und Planungsstils“ gefordert.

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Hier soll bis Mitte 2015 ein Flüchtlingsheim entstehen: Baugrundstück auf den Göttinger Zietenterrassen.

Quelle: Heller

Göttingen. Die Stadtverwaltung plane seit Monaten „im Stillen“ eine Sammelunterkunft für 180 Flüchtlinge, so der Vorwurf:

„Die Anwohner in dem noch jungen Göttinger Stadtteil, der von der Stadt mit einem klaren Leitbild vermarktet worden ist, sind bislang weder über die Einzelheiten der Planung informiert noch ist ihnen Gelegenheit zur Mitsprache gegeben worden.“

Die eigenen Versuche der Anwohner, Informationen durch Gespräche mit der Verwaltung und Kommunalpolitikern zu erhalten oder in den Dialog mit diesen zu treten, seien weitgehend vergebens gewesen. Es habe sich gezeigt, dass eine Reihe von Vertretern im Stadtrat und im Ortsrat Geismar ihrerseits kaum über Informationen verfügten. Andere hätten das Gespräch verweigert und mit Vorurteilen reagiert.

Dabei fehlten noch wesentliche Informationen zu dem geplanten Gebäude-Komplex: „Die Stadt schafft Fakten und stößt die betroffenen Bürger vor den Kopf.“ Alle Erfahrungen in Göttingen und andernorts zeigten jedoch, „dass ein solches Vorhaben nur gelingen kann, wenn die Menschen vor Ort rechtzeitig mitgenommen werden“.

„Bürgerinitiative Zukunft Zietenterrassen“

Der Sondersitzung des Sozialausschusses am Dienstag, 27. Januar, um 18 Uhr im ASC-Sportzentrum, sieht die Initiative mit Skepsis entgegen. Zwar sollen hier die Anwohner Informationen enthalten, aber zugleich sei bereits eine Zustimmung zum Bau vorgesehen. Das ist laut Verwaltungsvorlage in der Tat der Fall.

Allerdings hat Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck im vorigen Sozialausschuss darauf hingewiesen, dass die Politiker auch entscheiden könnten, die Vorlage noch einmal zur Beratung in die Fraktionen zurückzugeben.

Der „Bürgerinitiative Zukunft Zietenterrassen“ gehörten derzeit etwa 30 Familien und knapp 20 Einzelpersonen an, sagt der Göttinger Jura-Professor Frank Schorkopf. Das geplante Flüchtlingsheim beschäftige viele Menschen auf den Zietenterrassen, erklärt das Mitglied der Initiative. Es sei wichtig, dass die Anwohner ein substanzielles Mitspracherecht erhielten.

Im Vorfeld der Sozialausschuss-Sitzung haben Mitglieder der Bürgerinitiative Flugblätter in dem Wohngebiet verteilt, wo für 4,5 Millionen Euro das Flüchtlingsheim zwischen Hannah-Vogt-Straße und Ehrengard-Schramm-Weg entstehen soll.

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Bürgerinitiative erhebt Vorwürfe
Foto: Hier soll bis Mitte 2015 ein Flüchtlingsheim entstehen: Baugrundstück auf den Göttinger Zietenterrassen.

Eine neu gegründete Bürgerinitiative hat im Hinblick auf das geplante Flüchtlingsheim auf den Zietenterrassen in Göttingen die Stadtverwaltung scharf kritisiert. In einer Pressemitteilung wird eine sofortige Korrektur „des bisherigen von Vertrauensbruch geprägten Politik- und Planungsstils“ gefordert.

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