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Flüchtlingsheim auf den Zietenterassen: Göttinger Bürgerinitiative informiert Nachbarn

„Stadtteil wird sich erheblich verändern“ Flüchtlingsheim auf den Zietenterassen: Göttinger Bürgerinitiative informiert Nachbarn

Mit einem ersten Flugblatt hat sich neu gegründete Bürgerinitiative „Bürgerinitiative Zukunft Zietenterrassen Göttingen“ flächendeckend an die Nachbarn des zwischen Ehrengard-Schramm-Weg und Hannah-Vogt-Straße geplanten Flüchtlingswohnheims gewandt.

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Lageplan des geplanten Flüchtlingsheims auf den Zietenterassen in Göttingen
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Quelle: Wels

Göttingen. „Wie trägt die Stadt Sorge, dass auf engstem Raum kein sozialer Brennpunkt entsteht?“, „Wird die Unterkunftsgröße in einem angemessenen Verhältnis zur noch nicht gefestigten, besonders durch Familien mit Kleinkindern geprägten Nachbarschaft stehen?“ oder „Wie soll das Flüchtlingsheim wie auch die Nachbarschaft vor möglichen Übergriffen oder Anschlägen geschützt werden?“, formuliert die Initiative ihre Sorgen als Fragen.

Insgesamt elf Fragen, die „bisher kein Gehör bei Stadt und Politik“ gefunden hätten, heißt es im Flugblatt.

Mit Blick auf die geplante Sondersitzung des Sozialausschusses fordert die Initiative: „Nutzen Sie die Gelegenheit, um Fragen zu stellen und Ihre Meinung zu sagen. Unser Stadtteil wird sich erheblich verändern – wir sollten uns daran beteiligen.“ Der Bürgerinitiative gehörten derzeit etwa 30 Familien und knapp 20 Einzelpersonen an, hatte der Göttinger Jura-Professor Frank Schorkopf gegenüber dem Tageblatt angegeben.

Kosten von rund 4,5 Millionen Euro

Inzwischen hat die Stadtverwaltung Unterlagen und Vorkonzepte für das geplante Haus auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Auf dem knapp 3700 Quadratmeter großen Gelände soll in Modulbauweise ein dreigeschossiger Wohnkomplex entstehen. Ein rund 60 Meter langer Gebäuderiegel steht dabei senkrecht zu Hannah-Vogt-Straße und Ehrengard-Schramm-Weg, ein zweites, rechtwinklig davon abgehendes Haus soll parallel zur Hannah-Vogt-Straße verlaufen.

Die davon umschlossene Freifläche ist als Spiel- und Begegnungsfläche geplant. Nach dem Vorkonzept haben die neuen dreigeschossigen Gebäude eine Höhe von knapp über neun Metern. Dinah Epperlein. Leiterin des Fachdienstes Hochbau, betont, dass es sich bei den Zeichnungen um ein Vorkonzept handelt, das noch nicht so detailliert sei wie eine Vorplanung.

Zwar gebe es „gewisse Rahmenbedingungen“, etwa die Fläche, die bebaut werden kann, aber weitere gute Idee könnten noch eingebracht werden. Die Bauzeit gibt die Verwaltung mit sechs bis sieben Monaten an. In Kürze, so Epperlein, will die Verwaltung bei Firmen, die sich auf Gebäude in Modulbauweise spezialisiert haben, Angebote einholen. Die Kosten für das Wohnheim gibt sie mit rund 4,5 Millionen Euro an.

Der Sozialausschuss befasst sich mit dem Flüchtlingswohnheim am Dienstag, 27. Januar, ab 18 Uhr, im ASC-Zentrum, August-Schütte-Platz 1.
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Vorwürfe der Bürgerinitiative
Foto: Hier soll bis Mitte 2015 ein Flüchtlingsheim entstehen: Baugrundstück auf den Göttinger Zietenterrassen.

Die Stadtverwaltung wehrt sich gegen Vorwürfe der Bürgerinitiative „Zukunft Zietenterrassen“, die Anwohner zu spät über das zwischen Hannah-Vogt-Straße und Ehrengard-Schramm-Weg geplant Flüchtlingsheim informiert zu haben.

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