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Göttinger Jusos kritisieren Bürgerinitiative Zukunft Zietenterrassen

Flüchtlingsunterkunft in Geismar Göttinger Jusos kritisieren Bürgerinitiative Zukunft Zietenterrassen

Die Jusos kritisieren die Bürgerinitiative Zukunft Zietenterrassen (BiZZ): „Die Flugblattkampagne der BiZZ schürt mit Suggestivfragen Ängste vor der Entstehung angeblicher sozialer Brennpunkte, vor Anschlägen und Übergriffen“, wirft Silke Hansmann, Vorsitzende des Juso-Unterbezirks Göttingen, der Initiative vor. Joris Sprengeler, Mitglied im Juso-Stadtverbandsvorstand, weist „Pauschalvorwürfe der BiZZ gegen Politik und Verwaltung“ zurück.

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Steht im Mittelpunkt einer Kontroverse: der geplante Standort einer Flüchtlingsunterkunft auf den Zietenterrassen.

Quelle: Meder

Geismar. Die Bürgerinitiative hatte der Stadt in einem Flugblatt vorgeworfen, „im Stillen eine große Sammelunterkunft zu bauen“ und die Nachbarn des Geländes zwischen Hannah-Vogt-Straße und Ehrengard-Schramm-Weg aufgefordert, sich während einer Sitzung des Sozialausschusses am Dienstag, 27. Januar (um 18 Uhr im ASC-Zentrum am August-Schütte-Platz 1) zu Wort zu melden. Viele Fragen seien ungeklärt, die bislang nicht öffentlich diskutiert worden seien.

In einer Pressemitteilung weist die BiZZ – nach eigenem Bekunden Opfer eines Internet-Hackerangriffs am Wochenende – auch darauf hin, dass der Interessenkonflikt zwischen der Stadt und der auf den Zietenterrassen ansässigen Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst „keineswegs befriedigend geklärt“ sei.

Auch die Ansiedlung eines geplanten neuen Instituts der Fraunhofer-Gesellschaft sei in Frage gestellt. „Die derzeitigen Planungen der Stadt auf dem Exerzierplatz schaden nachhaltig Göttingen und insbesondere dem Ortsteil Geismar als Wissenschaftsstandort. Auch stelle sich die Frage, ob eine Investition in Höhe von 4,5 Millionen Euro für einen fünfjährigen Betrieb der Unterkunft angemessen sei.

Die Jusos wenden sich gegen die Ansichten der BiZZ. Sprengeler widerspricht den Vorwurf einer stillen Planung: „Politik und Verwaltung haben sich bislang in der Frage der Flüchtlingsunterbringung bürgernah und transparent verhalten.“ Die Sitzung des Sozialausschusses sei zudem als Diskussionsveranstaltung angelegt. Hansmann beschuldigt die Initiative, die Bevölkerung zu verunsichern und die Integration von Flüchtlingen zu gefährden. „Die öffentliche Diskussion von Umsetzungsfragen der Flüchtlingsunterbringung ist wichtig und notwendig – aber bitte differenziert und in der gebotenen Sachlichkeit.“

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