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Flüchtlingswohnheim Zietenterrassen weiter umstritten

Initiative zweifelt an Notwendigkeit Flüchtlingswohnheim Zietenterrassen weiter umstritten

„Mit großem Unbehagen“ sieht die „Bürgerinitiative Zukunft Zietenterrassen“ (Bizz) die erste Ausschreibung der Stadtverwaltung zum Bau eines Flüchtlingswohnheims in ihrem Quartier. Für die Initiative ist es unverständlich, dass offenbar bald mit den Bauarbeiten begonnen werden solle, obwohl noch kein Betreiber- und Umfeldkonzept für das Wohnheim vorliege.

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Quelle: Meder/Archiv

Geismar. Das aber hätten Verwaltung und Ratspolitiker versprochen, heißt es in einer Stellungnahme. Zugleich bezweifelt die Initiative, dass die Sammelunterkunft für bis zu 180 Flüchtlingen noch benötigt wird.

Dabei bezieht sie sich auf aktuelle Zahlen aus der Verwaltung, nach denen die Stadt im Januar und Februar 64 neue Flüchtlinge aufgenommen hat. Auf das Jahr hoch gerechnet würden damit weit weniger kommen als angenommen. Bisher geht die Stadt von etwa 700 Zuweisungen aus.

„Es gibt überhaupt keinen Grund, an der Notwendigkeit weiterer Sammelunterkünfte zu zweifeln“, kontert der Sprecher der Stadtverwaltung, Detlef Johannson. Zum einen gebe es bisher keinerlei Anzeichen dafür, dass Göttingen weniger Flüchtlinge zugewiesen bekommt als vom Ministerium avisiert. Zum anderen spiele es auch kaum eine Rolle, wenn statt 700 vielleicht nur 600 kommen sollten. Schon jetzt seien alle dezentralen Unterbringungsmöglichkeiten „absolut erschöpft“, und es sei unwidersprochen, dass die Stadt in diesem Jahr noch Hunderte Flüchtlinge unterbringen müsse. Ohne die Unterkunft für 180 Bewohner auf den Zietenterrassen sei das nicht möglich.

Auch die Kritik der Bizz zum Ausschreibungsverlauf sei nicht nachvollziehbar, so Johannson. Formal seien Bau und Betreiberkonzept getrennte Verfahren. Zum anderen spiele die Zeit eine große Rolle. Spätestens im September soll das Heim fertig sein. „Und es muss doch jedem klar sein, dass es viel länger dauert, ein Gebäude zu bauen als einen Betreiber zu suchen“, erklärt Johannson den Ausschreibungsablauf. Konkrete Eckpunkte zu einem Betreiberkonzept seien in der Feinabstimmung und würden am 17. März im Sozialausschuss des Rates vorgestellt.

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