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SC Hainberg will Flüchtlingen auf den Zietenterrassen helfen

Wilkommenskultur SC Hainberg will Flüchtlingen auf den Zietenterrassen helfen

Wenn in einigen Monaten Flüchtlinge in ein Wohnheim auf den Zietenterrassen in Geismar einziehen, will sich der Sport-Club (SC) Hainberg auch dort engagieren und ihnen sportliche Angebote machen. Darin waren sich die Mitglieder während ihrer Jahreshauptversammlung am Freitagabend grundsätzlich einig.

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Quelle: Pförtner (Symbolbild)

Geismar. Mit viel Enthusiasmus warb nicht nur der stellvertretende Vorsitzende Andi Pfitzner für eine gelebte Willkommenskultur aus dem Verein heraus.

Die Stadt Göttingen will in unmittelbarer Nähe zum SC Hainberg und zum Allgemeinen Sport Club (ASC) ein Wohnheim bauen. Dort sollen 180 bis 200 Flüchtlinge untergebracht und betreut werden – überwiegend aus Syrien, darunter viele Kriegstraumatisierte Kinder. „Auswirkungen des Flüchtlingsheims für den SC Hainberg“ hatte der Verein Tagesordnungspunkt 8 seiner Versammlung betitelt.

„Die Willkommenskultur ist beim SC Hainberg ja längst da“, sagte Pfitzner und erinnerte an Fußballspiele, Trainingseinheiten und andere Hilfsaktionen für junge Flüchtlinge in einem Wohnheim in der Breslauer Straße. „Die sind mit viel Freude dabei, spielen einen tollen Fußball und lernen nebenbei unheimlich schnell Deutsch“, schwärmte einer der beteiligten Trainer.

Aber es gab auch mahnende Worte: „Wir dürfen uns nicht überschätzen und müssen aufpassen, wo unsere Grenzen sind“, warnte ein Trainer. Schon im Normalbetrieb stießen die ehrenamtlich Aktiven an ihre Leistungsgrenzen. Schon jetzt gebe es zu wenig Spielflächen für alle Gruppen. Und spätestens, wenn Flüchtlinge auf höherem Niveau Fußball spielen, „wird es ohne Dolmetscher mit der Verständigung schwierig“. „Ganz sicher fehlt uns auch die Qualifikation, schwer traumatisierte Kinder aufzufangen“, sagte ein anderes Mitglied.

Fazit: Parallel zu anderen Initiativen will sich der SC Hainberg um die Flüchtlinge kümmern. „Und wenn es erst einmal nur so etwas wie Straßenfußball ist, um ihnen eine menschliche Anlehnungsmöglichkeit zu geben“, fasste ein Mitglied zusammen.

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