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Vorgaben für Flüchtlingswohnheim auf den Göttinger Zietenterassen

Sicherheitspersonal und Sauberkeit Vorgaben für Flüchtlingswohnheim auf den Göttinger Zietenterassen

Unter welchen Bedingungen soll das umstrittene Flüchtlingswohnheim auf den Zietenterrassen betrieben werden? Vorgaben dazu macht die Stadtverwaltung in dem Entwurf zur Ausschreibung, mit der ein Betreiber gesucht werden soll.

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Luftbild von den Göttinger Zietenterassen.

Quelle: Mischke

Göttingen. Der Entwurf wird am Dienstag, 17. März, im Sozialausschuss diskutiert. Das Gremium soll allerdings kein Votum dazu abgeben, sondern die Vorlage nur zustimmend zur Kenntnis nehmen.

Die Ausschreibung nennt als Eröffnungstermin für das Flüchtlingswohnheim an der Hannah-Vogt-Straße den 1. September. Der Neubau für 180 Bewohner „hat bei der benachbarten Wohnbevölkerung Fragestellungen und Bedenken aufgeworfen“, heißt es in dem Entwurf.

„Die Stadt Göttingen legt höchsten Wert auf die Qualität und den Umfang der Betreuung der Flüchtlinge.“ Unter Beachtung „soziokulturell unterschiedlicher Lebenshintergründe“ sollten die Voraussetzungen für ein „sozialverträgliches und konfliktfreies sowie von Toleranz geprägtes Miteinander geschaffen werden“.  Der Betreiber des Wohnheims soll die Flüchtlinge betreuen und beraten, auch bei „sozialen Konfliktsituationen“. Bei der Unterbringung „soll nach Möglichkeit den nationalen, ethnischen, kulturellen und religiösen Eigenheiten der Bewohner Rechnung getragen werden“. Bei einem Auszug von Bewohnern „wird von der Stadt Göttingen für zurückgelassene Gegenstände, die nicht zum Grundinventar gehören, keine Haftung übernommen“.

Regelmäßige Anwohnersprechstunden

Die Angebote in den Gemeinschafts- und Verwaltungsräumen soll der Betreiber übernehmen. Dazu zählen Schularbeitenhilfe, Sprachkurse und ein öffentlich zugängliches Café für Bewohner. Der Betreiber hat laut Ausschreibung dafür zu sorgen, dass Hygiene- und Brandschutzvorschriften eingehalten werden. Er soll außerdem die Sauberkeit der Außenanlagen sicherstellen.

Der Betreiber soll außerdem eine regelmäßige Anwohnersprechstunden anbieten, „damit Anregungen und Beschwerden frühzeitig aufgenommen werden können“. Er soll ehrenamtliche Bürger aus dem Stadtbezirk einbinden und dafür sorgen, dass die Einrichtung von der Bevölkerung akzeptiert wird. Der Betreiber soll in einem Dialogforum mitarbeiten, in dem Vertreter aus Rat, Ortsrat und weiteren Institutionen zusammenarbeiten sollen.

Für die Sicherheit im Wohnheim und auf den Außenanlagen ist der Betreiber ebenfalls zuständig. Gefordert werden regelmäßige Kontrollgänge, das Führen eines Wachbuchs und eine tägliche Präsenz des Sicherheitspersonals von 17 bis 24 Uhr. Der Vertrag mit dem Betreiber soll am 1. August beginnen und am 30. September 2020 – „vier Wochen nach Schließung“ – enden.

Der Sozialausschuss tagt am Dienstag, 17. März, um 17 Uhr in Raum 126 im Neuen Rathaus, Hiroshimaplatz 1-4. In der Sitzung stellen sich auch Hilfsinitiativen für Flüchtlinge vor.
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