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Stockbrot backen mit Wilhelm Bruinjes vom Brotmuseum

Grillserie, Teil 16 Stockbrot backen mit Wilhelm Bruinjes vom Brotmuseum

Fisch, Fleisch oder Fenchel? Hauptsache Feuer, denn es ist Grillsaison. Würstchen und Steaks sind die Klassiker der deutschen Grillkultur, aber es geht auch anders: Das Tageblatt hat Profi- und Hobbyköchen ihre Lieblingsrezepte entlockt. Der Leiter des Europäischen Brotmuseums Wilhelm Bruinjes hat einen Vollkornhefeteig für Stockbrot gemacht.

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Geduld muss sein: Kinder backen bei einer Aktion des Museumsverbundes Südniedersachsen Stockbrot im Brotmuseum.

Quelle: Pförtner

 

Zugegeben. Das Baguette als Brotbeilage zum Grillfleisch beim Bäcker zu kaufen, ist leichter. Aber Stockbrot zu backen, macht ungleich mehr Spaß. Vor allem für Kinder. „Hmmm“, schwärmt Tristan, der mit 18 anderen Kindern, die an einer Ferienaktion des Museumsverbundes Südniedersachsen teilnehmen, Bruinjes’ Rezept ausprobiert. Es duftet nach Brot und Kräutern. „Heiß und köstlich“, sagt Tristan. „Lecker“, pflichtet Klara bei, stolz aufs selbstgebackene Brot.

Über der Glut

„Wichtig ist es, das Brot über der Glut zu backen und nicht direkt in der offenen Flamme“, sagt Bruinjes. Zweiter wichtiger Tipp: den Teig, nachdem er spiralförmig auf den frischen, an der Spitze von Rinde befreiten Stock gewickelt wurde, fünf Minuten ruhen lassen.

Als Stockbrotteig empfiehlt Bruinjes einen Vollkornteig – im Brotmuseum selbstverständlich aus frisch gemahlenem Dinkel. Auf 500 Gramm Mehl kommen 20 Gramm Hefe und 300 Milliliter lauwarmes Wasser. Etwas Salz (zehn Gramm) und rund 40 Milliliter Olivenöl dazugeben. Nach Geschmack rät Bruinjes zu Kräutern – frisch aus dem Garten oder getrocknet –, die dem Teig beigemengt werden.

"Schneckenwurst"

„Rosmarin, Thymian, Majoran bieten sich an“, sagt Bruinjes. Dann alles für zehn Minuten kräftig kneten. Den Hefeteig zugedeckt stehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Jetzt kann er in kleinen Portionen, als „Schneckenwurst“, um die Stöcke gewickelt werden. Danach ist Geduld gefragt: Zehn bis 20 Minuten braucht das Brot, um über der Glut goldgelb zu backen. „Langsam und gleichmäßig drehen“, rät Bruinjes. Wenn sich das Brot leicht vom Stock lösen lässt, ist es fertig.

Haben Sie auch ein Lieblingsrezept? Das Tageblatt sucht die leckersten Grillwaren aus der Region für eine Broschüre. Schicken Sie Ihr Favoriten-Rezept per Post an das Göttinger Tageblatt, Redaktion, Dransfelder Straße 1, 37070 Göttingen, oder per E-Mail an redaktion@goettinger-tageblatt.de.

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