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Der 5. Tag: Von Ziegenhagen nach Hann. Münden

Kathi geht Der 5. Tag: Von Ziegenhagen nach Hann. Münden

Es ist Montag, kurz nach 8, man sollte meinen, ich wäre wach, aber irgendwas machte mir da einen Strich durch die Rechnung. Ach Mensch, wieso bin ich so müde, ich war doch früh im Bett. Susi würde es schaffen, mit ihr zusammen bin ich hellwach. Ich hab Susi abgeholt und sah schon, nix da...  Wir sind dann ganz gemütlich zum letzten Ziel gefahren, zum Erlebnispark Ziegenhagen.

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Quelle: EF

Sarah und Mike (die Betreiber vom Erlebnispark) warteten auf uns und erkannten das "Elend". Ehe wir uns versahen, standen schon zwei leckere, heiße Kaffee da. War das schön entspannt, mitten in der Natur sitzen, den frischen Kaffeeduft und über das Wochenende plaudern. Ach herrlich! Habt ihr schon einmal eure Augen in so einer Situation geschlossen und einfach nur der Natur gelauscht und die Düfte auf euch wirken lassen?! Wir machen das viel zu wenig!

 

Hui, wir haben ganz die Zeit "verchillt" , somit sind wir erst viertel nach 10 los. Wie peinlich. Schnell die "Koffer" um den Bauch geschnallt und los ging es... Nach etwa zwei Kilometern bekam ich schon wieder Wadenkrämpfe, das kann doch nicht sein, der Freitag hing uns immer noch in den Knochen. Aber diesmal war ich bewaffnet, also zog ich das Magnesium aus der Tasche und dachte nur "nee, lieber Körper, du bremst mich jetzt nicht!" und schüttete mir das Direktgranulat rein. Ein paar Minuten später war der Krampf weg und wir konnten eine unglaubliche Aussicht genießen. Susi meinte dann ganz aufgeregt "Schau mal, da sitzt ein Hase." Ich hab wirklich meine Augen rausgefahren, aber ich sah nix und sie zeigte immer wieder auf einen dunklen Fleck. Ich meinte, das sei kein Hase, und wir rätselten hin und her. Plötzlich hob der Hase seine Flügel und startete in die Luft. Ganz eindeutig, der gemeine Hasenvogel, er kommt nur in diesem Naturgebiet vor und ist selten zu sehen ;-)

 

Oberode - ein wunderschöner, kleiner Ort

 

Ich weiß nicht, wie lange wir gelacht haben, aber einen niederländischen Motorradfahrer haben wir damit wohl verwirrt. Wir kamen durch Oberode und stellten beide fest, dass das ein wunderschöner, kleiner Ort ist mit schicken Häuschen.  Wir kamen an einer Stelle vorbei, an der wir verharrten und still blieben. Unsere Gedanken kreisten um die Familie und Freunde. Es ist nicht nur lustig unterwegs, auch Nachdenklichkeit und ernste Gespräche finden dann statt. Wir kommen an so vielen Straßenkreuzen vorbei und jedes mal stockt mir der Atem. Wieder ein Mensch, der auf der Straße sein Leben lassen musste. Egal wie jung oder alt dieser Mensch war, es ist einfach so UNNÖTIG!  Wenn alle Rücksicht nehmen auf ALLE Verkehrsteilnehmer, dann muss so etwas nicht passieren!

 

Von Alkohol am Steuer oder anderen Drogen möchte ich jetzt gar nicht erst sprechen! Es gehört sich einfach nicht! Wir alle wollen ein glückliches und langes Leben genießen, also lasst uns rücksichtsvoller auf Straßen und Fußwegen sein.

 

Nachdenklich gingen wir weiter, schließlich gab es einen Traum zu erfüllen! Wir sind links von der Werra gelaufen, und das war ein landschaftlicher Traum. Wir besprachen unsere Tourpläne und wo wir die heutige Pause einlegen, wie immer waren wir uns schnell einig. Bis zum Biohotel Werratal mussten wir kommen, und das ging schneller als wir dachten. Die Terrasse ist echt schön und wir platzierten uns direkt in der Sonne.

 

Eine nette Frau brachte uns die bestellten Cappuccini, und Susi aß noch eine sehr leckere Vorspeise. Wir konnten völlig entspannt bleiben, denn wir waren zu früh, wir wurden doch erst 14.30 Uhr erwartet und wir wollten keine Pläne durcheinander bringen, also ließen wir wieder die Seele baumeln. Meine Freundin Maike, die heute im Hintergrund für uns parat stand, falls irgend etwas passiert, entdeckte uns. Wir gaben Maike an, welchen Weg wir die letzten fünf Kilometer laufen, damit sie im Notfall weiß, wo wir stecken. Wir liefen den Radweg, und Maike musste vorfahren, da dort kein Auto lang kam. Sie zeigte uns einen Parkplatz, an dem sie wartete. Was keiner ahnt, wie wunderschön dieser Radweg ist! Wie oft wir stehen blieben, rechts die Werra, die bald enden sollte, links die Wälder und die Luft. Die war so rein und sauber und man hatte das Gefühl, der frische Sauerstoff versucht jede Pore zu erreichen. Wir wurden immer langsamer, genossen jeden Meter und die Naturgeräusche! Das Rauschen der Werra, das Zwitschern der Vögel und diese frische Luft, wir waren uns einig, dass nun der Moment gekommen war, eine Decke zu organisieren und genau hier sich hinzulegen und ein Schläfchen zu halten.

 

Schade, das ging nicht, oder zum Glück, wie sich gleich herausstellte.

 

 

Wunder am Wegesrand

 

Wir liefen weiter und entdeckten eine kleine Weide mit wieder einmal echt schönen Kühen, und wir alberten herum wie Kinder. "Die Weiße gibt Milch, die Beige gibt Cappuccino und die Braune dort... Was macht die Braune dort?" Als wir noch rätselten, welche Kuh welches Getränk wohl abgab, brachte die dunkelbraune Kuh ein kleines Kälbchen zur Welt. Ihr wisst bestimmt, was da abging. "Ohh, wie süß... ohhh schau' mal...ohhh..." Ein entzücktes Wunder-"ohhh" wurde vom nächsten abgelöst, und ich holte rechtzeitig mein Handy raus, als das Kälbchen das erste Mal aufstand.

 

Wie süß. Und wie wir Mädels dann unsere Stimmlagen verändern ist mindestens genauso bewundernswert :-)  Wir waren noch mit Jauchzen beschäftigt, als und klar wurde, wir haben gerade viel Zeit ver"wundert" und mussten uns jetzt echt ran halten. Schnellen Schrittes ging es am Parkplatz vorbei, Maike zuwinkend, und direkt zum Rathaus. Dort wurden wir von einigen Leuten empfangen, und die erstaunten Touris wunderten sich über diesen großen Empfang von zwei Mädels mit weißen Shirts und bepackt mit allen möglichen Sachen. Ein paar Tische standen da mit frischen Äpfeln, Bananen und leckeren Getränken, organisiert von Frau Bytom.  Auch der Bürgermeister Herr Wegener stieß noch dazu, und wir hatten alle tolle Gespräche. Auch ihn lobte ich für diesen fantastischen Radweg, den wir auf den letzten Touren nur selten sahen. Aus dem Grund waren diese 13,5 Kilometer so entspannt, dass wir diesem Weg den Namen gaben.

 

Heute Abend 17.30 Uhr Sat1-Regional schauen, da ist unsere krasse Freitagstour aufgezeichnet worden. Also schaltet alle ein! Am 10. Juni geht es ab 10 Uhr von Hann. Münden nach Hemeln, dort werden wir zwischen 13 und 14 Uhr eintreffen. Ich freue mich über viele Besucher

 

:-) Eure Kathi

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