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Der 6. und 7. Tag: Von Hann. Münden über Hemeln nach Bursfelde

Kathi geht Der 6. und 7. Tag: Von Hann. Münden über Hemeln nach Bursfelde

Am Morgen bin ich motiviert aufgestanden, ins Bad gewackelt und gestriegelt und gebügelt, und dann merkte ich Halskratzen. Oha, bitte nicht, nicht jetzt... Dienstagabend habe ich mit Freunden den Beitrag bei Sat1 geschaut, und wir saßen im "Omega" auf der schönen Terrasse, hab ich mir da was eingefangen?! Aber über Nacht? Das konnte nicht sein.

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Quelle: EF

10.06.15

Ich hatte den Plan B im Schrank. Ein Medikamt, mein Helfer bei Infekten. Ich wollte auf keinen Fall pausieren, und mein Dickkopf kam wieder durch. Ich will es mir und Euch zeigen, dass ich mit meinem inkompletten Querschnitt den Weg komplett schaffe. Ich holte Gabi von der Werbeagentur Imprints in Rosdorf ab und sagte ihr, dass wir heute etwas ruhiger laufen müssen. Sie atmete tief aus und meinte nur: "Ach Gott sei Dank, ich hatte schon Bange, ob ich mit Dir mithalten könnte."  Das machte mich ja schon stolz! Ein Fußgänger hat Angst mithalten zu können ;-)  Kathi, du machst alles richtig, dachte ich...
 
Meine Freundin Maike fuhr uns nach Hann.Münden und es war Markttag, das nutzten wir noch etwas aus und versorgten uns mit frischem Obst, lecker.

 
Auf ging es, direkt am Weserstein vorbei und auf Richtung Gimte.

 
Orthomol hat, wenn man das so sagen kann, einen Nachteil, man (besser gesagt: ich) muss ständig Pipi. ;-) In Gimte kamen wir an einem kleinen, süßen Kiosk vorbei, und fragten den lieben Herrn, ob es eine sanitäre Entspannungsanlage gäbe. Okay, ich musste es dann übersetzen, aber er war so lieb und brachte mich zu seinem Privattoilette, ganz lieb. Und dann ging es direkt neben der Weser auf dem Radweg weiter. Was für ein Ausblick! Ich war verliebt, es wurde von Meter zu Meter immer schöner.
 
Ich hab mir während dieser vielen Kilometer eine Unart angeeignet: immer wieder von Gräsern die Körner langsam abziehen, irgendwie hatte das etwas Beruhigendes. Und immer, wenn ich erzählte, riss ich die nächsten Gräser ab und dachte mir, nächstes Jahr wachsen hier noch mehr Gräser.

 
Die Biologen und Landwirtschaftler unter Euch werden sich vermutlich gerade an den Kopf fassen, aber lasst mich in dem Glauben. Als Gabi das sah, fragte sie "Hahn oder Henne?" und ich dachte nur, was will sie? Da schaute sie aber geschockt, als sie das Fragezeichen über meinem Kopf zerplatzen sah und fragte, ob wir das als Kind nie gespielt hätten?!

 
Aber was? Gummihopse und Verstecken, aber "Hahn oder Henne?" Also erklärte sie mir das ganz geduldig, und ich hatte einen Narren an "meinem neuen Spiel" gefressen. Wir waren ziemlich flott am Ziel und wurden im Gasthaus "Zur Fähre" lieb in Empfang genommen, es gab lecker selbstgebackenen Kuchen - damit bekommt Ihr mich alle hervor gelockt - und wir bekamen erfrischende Getränke. Der Biergarten ist traumhaft an der Weser gelegen und schön gemütlich. Wart ihr dort schon mal? Ich komme wieder, denn das ist echt urig dort. Aber wir mussten zurück nach Göttingen, denn da wartete eine Überraschung auf mich. Die Organisatoren von "Rosdorf steht auf" wollten mir den Scheck von der vergangenen Samstagsaktion übergeben. Schnell geduscht, ohne die Haare zu waschen ;-) , ging es nach Rosdorf, und da standen alle. Dr. M. Thiele (Kanzlei Kleinjohan), M. Jacobs (Rewe Rosdorf), A. Wenzel (Steuerberater BZK Rosdorf), P. Scholz (Suppen-Cultur) und Eikenbergs (Imprints Rosdorf), und danach wurde mir ein riesiger Scheck überreicht, und da meine ich nicht nur die Größe, sondern eher die Höhe! Rosdorf, ihr seid Spitze!!! Meine Überraschung für Euch folgt! :-)

 

 
11.06.15
 
Im Bettchen ist es schon schön. Schön warm und flauschig. *Kreisch* Ich habe verschlafen!!! Es musste ja irgendwann passieren. Jetzt aber zackig, alle Medis (Medikamente ist mir zu lang) im Klumpen runter geschluckt und los geflitzt. Ihr kennt das sicher, wenn das Bein eingeschlafen ist und dann aufwacht, dieses leichte Kribbeln, bloß nicht auftreten und laufen?! So fühlt es sich an, ohne meine NeurO.R.T.hese, also ist "los geflitzt" eher ein Scherz. Aber jetzt musste es zügig gehen. Halskratzen war nicht weg, Medizin hinterher, mit dem Gedanken im Kopf "Oh Oh" ...
Julia hat mir versprochen, mich eine Strecke zu begleiten, der Weg von Hemeln nach Bursfelde war doch da genau der richtige. Wir sind zurück zum Gasthaus "Zur Fähre", und ich fragte die lieben Leute, ob ich nochmal
P*p* machen dürfte, das war natürlich kein Problem, aber lieber frag ich. Ich mag ja auch nicht plötzlich wen in meinem Wohnzimmer sitzen haben. Wir wussten, die Strecke ist kurz, deswegen konnten wir ganz langsam gehen, ohne uns zu stressen. Wir hatten die Weser noch links von uns, und Julia gab mir dann völlig recht, als sie die Bilder der Natur sah.

 
Ich erzählte ihr über diese Wolkenbilder und was sie zu bedeuten haben.

 
Sie fragte mich dann, ob ich heute meine Medis im Stück, statt nacheinander, eingenommen hätte. Ich konnte ihr ja jetzt nicht Recht geben ;-) Sie wusste davon nichts, also verratet mich bitte nicht. Dann kamen wir an einer Stelle vorbei, an der ein Bagger etwas ausgehoben hatte und ich ließ es mir nicht nehmen, unsere Namen mit Fingernägeln reinzuschreiben, und Julia machte mit, sieht doch schön aus, oder?!
 
Ich hatte euch vor einigen Tagen von der wahnsinns frischen Luft erzählt, heute ist es Julchen auch aufgefallen, und sie meinte, da schlafe ich sicher wie ein Stein, und wir wurden von einem hektischen Klingeln aus unseren Träumereien geweckt. Hektisch meine Bauchtasche ausgeräumt, hechelte ich ans Telefon. Eine nette weiblich Stimme stellte sich freundlich vor, und wir plauderten eine Weile, und es war ein sehr angenehmes Gespräch. Julia guckte mich fragend an, und am liebsten hätte ich noch beim Telefonieren los geplappert, aber das tut man nicht, somit vernahm Julchen nur mein nervöses Hin- und Hertänzeln. Ich hatte aufgelegt und musste ihr gleich alles haarklein erzählen, immer wieder ein Quieken, Kreischen, ein verwundertes "NEEE?!" und "Oh" kam aus uns herausgesprudelt. Mehr verrate ich euch NOCH nicht, habt Geduld, ich werde das Geheimnis in den nächsten Tagen lüften.
Dann sah ich ein Ortsschild, wir sind da. Wir sind nicht da!  Da stand "Glashütte", im ersten Moment ein Schock, aber dann musste ich herzhaft lachen. Ich kenne nur das Glashütte bei Dresden, ich hatte einen Moment  Angst, wir hätten uns schon wieder verlaufen. ;-)  Der nächste Ort war schon Bursfelde, was für ein schöner, kleiner Ort. Direkt zum Restaurant "Klostermühle" mussten wir. Das Kloster war ja äußerlich wunderschön, aber das Restaurant war auch idyllisch gelegen. Ein schöner Bau mit altem, saniertem Gemäuer und einer herrlichen Terrasse, mit Reben an den Wänden. Hier kann man bleiben. Auch hier wurden wir sehr freundlich begrüßt, und es wurden auch viele interessante und offene Fragen gestellt, das hat mir gut gefallen. Wir wurden auch mit leckeren Speisen und Getränken versorgt, und wir genossen diese tolle Pause.
 
Morgen früh geht es weiter ab 10 Uhr von der "Klostermühle" Bursfelde nach Lippoldsberg. Es soll schon wieder so heiß werden, das muss am Freitag und den schweren Strecken liegen. Ich freue mich auf einen Besuch, die in Oedelsheim hoffentlich dazu stoßen werden. Bis bald, eure Kathi

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