Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Tag 13: Kirschen-Weg nach Herzberg

Kathi geht Tag 13: Kirschen-Weg nach Herzberg

Heut vor einem Monat fing alles an, mein Weg begann und ich hatte Sorgen und Ängste, dass mein Körper oder etwas anderes einen Strich durch die Rechnung macht. Ein Monat gelaufen, auf dem Konto sind bis einschließlich heute 230,84 Kilometer, ich bin schon ein wenig stolz.

Voriger Artikel
Tag 12: Von Einbeck nach Northeim
Nächster Artikel
David-Ziaja-Weg nach Bad Lauterberg

Haben viel zu lachen: Kathi mit Stefan und Vanessa.

Quelle: EF

Es gab ja nicht nur positive Wünsche, das hat zu Beginn sehr an der Seele genagt. Aber die lieben Worte, die mir täglich mitgegeben und gesendet werden, bauen mich immer wieder neu auf. Gerade heute morgen. Ich stand das erste Mal wieder mit starken Schmerzen auf und hatte erhebliche Mühe mich zu motivieren. Da wurde ich schon nachdenklich, als ich auf das Datum blickte.

Ich wollte niemanden enttäuschen und am wenigsten mich selbst, ich will das so sehr. Ich wusste, ich musste heute etwas langsamer machen. Ich ignorier´ das ja nicht, ich versuche nur dagegen anzukämpfen. Ich kam schon zu spät zum Treffpunkt, aber das nahm mir zum Glück niemand übel.

Ein bisschen Bammel hatte ich vor der Wettervorhersage, angesagte 33 Grad, die ja nur für Schatten galten. Das Eiscafé in Hattorf hatte noch geschlossen, als wir los wollten. Natürlich fiel mir wieder ein, ich müsste nochmal müssen. Nebenan ist eine Fleischerei und ich habe die netten Damen einfach gefragt. Und tatsächlich, ich durfte dürfen ;-)  

Ein so leckerer Geruch leckte sich direkt in meine Nase, nach frisch Geräuchertem, nach frisch Gekochtem, ich wäre dieser Verführung fast erlegen, aber dann wäre ich nirgends mehr hin gegangen, höchstens gerollt, bei den Sachen die dort in der Theke auslagen. Ich bedankte mich und wir zogen los, immer dem Radweg nach. Heute hatte ich wieder Bremer Verstärkung. Stefan und noch einmal Vanessa :-)  

Stefan kenne ich schon einige Jahre, er kennt mich fit UND mit Einschränkung, da sind mir die Meinungen immer am wichtigsten. Sprachlos war er, als er mich das erste Mal laufen sah, und unser schwarzer Humor ist auch gleich, so dass wir viel gelacht haben. Nach ein paar hundert Metern fing Stefan schon an zu jappsen. Vanessa und ich haben uns kaputt gelacht, und wir haben uns über unser Gewicht lustig gemacht. Stefan hat uns aber nur was vorgemacht.

Wir hatten einen fantastischen Weg heute, mit Schatten ab und an und nicht viel Verkehr, bis wir dann auf den Feldweg kamen. Rechts und Links lauter Obstbäume und Begeisterung machte sich bei uns breit. Stefan rief plötzlich: "Ey, Eule! Haste schonmal Wildkirschen gegessen?.." Na klar, als ich klein war, aber die letzten Jahre? So einfach abpflücken?

Nee, das traute ich mich nicht mehr, warum auch immer. Krügi (Stefan) hat mir geholfen, ein paar ganz dunkelrote auszuleihen. Wir haben sie nur geliehen! Nächstes Jahr wachsen dort etwa 20 neue ;-)  Oh je, hatten wir einen Spaß. Dann ging es weiter mit Kirschkernweitspucken, ich hab ganz schön geschwächelt, vielleicht 2 Meter, weiter bin ich nicht gekommen. Das schreit nach Training ;-)
Ich weiß gar nicht, wie lange wir darüber gelacht haben. Auch die Autofahrer, die den Feldweg entlang fuhren (wo die wohl alle hin wollten), haben uns merkwürdig beäugt. Darf man keinen Spaß haben? Wir kamen an so wunderschöner Landschaft vorbei. Wie oft wir stehen blieben um zu schauen und zu staunen, dieser Duft von Nadelbäumen, der erinnert mich immer an den "Helene"-See bei Frankfurt/Oder.

Dieser Ort ist auch so schön und es riecht dort auch so einzigartig nach Tannen und Sand.  Ich mag diesen Geruch. Es war schon sehr, sehr heiß, aber es ging ein Windchen, das machte  gute Laune. Kurz vor Herzberg kamen wir an einer Weide vorbei, auf der zwei Pferde standen und wieder einmal hatte ich das starke Bedürfnis, diese zu streicheln, und die beiden offensichtlich auch, denn sie kamen sofort  zu uns. Das war echt schön und meine Angst wird echt immer weniger, naja, auf den Rücken würde ich immer noch nicht springen, aber anfassen geht schon mal ;-)
Wir kamen in Herzberg an und wurden herzlichst Begrüßt  von Frau Kiep (GB von Herzberg),  Frau Rose ( Harzer Kurier) und Herr Bremer. Wir saßen  noch eine ganz lange Zeit im Café am Marktplatz. Nicht nur diese tollen Gesprächspartner, sondern auch dieses entspannte, idyllische Café ließ die Zeit verfliegen und uns war es schon sehr unangenehm, dass wir dort so lange saßen.

Wir bekamen von der Stadt Herzberg sogar einen dicken Eisbecher, ja Erdbeerbecher nur mit Schokoeis, oh war das perfekt bei dem Wetter. Ich möchte mich noch einmal bedanken, es war ein sehr schöner Nachmittag, Freitag starte ich von diesem Café in Herzberg und dann geht es nach Bad Lauterberg. Vor dem Wetter habe ich schon ein großes Stück Respekt, aber auf den Weg und die Leute freue ich mich schon,

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Weihnachtsdeko in Göttingen und Umgebung