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Persönlichkeiten einer Stadt

Teil 9: Bildergalerie im Bullerjahn Persönlichkeiten einer Stadt

Die Stadt Göttingen ist reich an Persönlichkeiten und Berühmtheiten, deren Lebenslauf mehr oder weniger eng mit der Leinestadt verbunden ist. Vor allem auf dem Gebiet Wissenschaft hat die Universität entscheidenden Anteil daran.

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Wilhelm und Jacob Grimm: Die Sprachwissenschaftler und Märchensammler folgen von Kassel aus einem Ruf an die Göttinger Uni. Hier beginnen sie die Arbeit am Deutschen Wörterbuch.

Quelle: EF

Allein 44 Nobelpreisträger haben eine Verbindung zur Georgia Augusta. Auch unter den Studierenden finden sich viele, die später Karriere gemacht haben und zu bundesweiter Bekanntheit gekommen sind, etwa die Politiker Gerhard Schröder, Jürgen Trittin oder Richard von Weizsäcker.

Kaiser Heinrich II. starb 1024 auf der Pfalz Grona. Der Berliner Götz George hat in den 1960er Jahren hier unter Heinz Hilpert Theatererfahrungen gesammelt. Der Elchpreisträger Robert Gernhardt ging in Göttingen zur Schule, sein Kollege F. W. Bernstein war hier Kunsterzieher. Titanic-Macher Martin Sonneborn und Schriftsteller Max Goldt sind hier ebenso geboren wie die Sänger Herbert Grönemeyer und Guano-Apes-Frontfrau Sandra Nasic. Die Liste berühmter Göttinger ist lang.

Für einige von ihnen soll in Zukunft das Bullerjahn im Ratskeller eine neue Heimat werden – zumindest in Form eines Gemäldes. Entlang der Wände des historischen Gewölbekellers sollen sie künftig hängen, gemalt von dem Kasseler Künstler Wolfgang Loewe.

13 Persönlichkeiten und Berühmtheiten, deren Lebenslauf mehr oder weniger mit der Stadt Göttingen verbunden ist: Als Gemälde des Kasseler Künstlers Wolfgang Loewe sollen sie die ersten in einer Bildergalerie im Bullerjahn werden.

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In dieser Woche hat der 57-Jährige, der bereits vor rund 30 Jahren seine ersten Werke ausgestellt hat, eine Liste mit Porträts der ersten 13 Persönlichkeiten bekommen. Nach diesen Vorlagen will Loewe bis zur Eröffnung des Bullerjahn Anfang November, wie er sagt, „eigenständige Bilder“ malen. Und die Göttingen-Galerie soll im Laufe der Zeit wachsen, so dass die Porträts, die an den Wänden hängen, stets ausgetauscht werden können. Zu den ersten 13 Göttingern gehören: Jacob und Wilhelm Grimm, Heinz Ehrhardt, Götz George, Rudolf Bullerjahn, Alexander von Humboldt, Barbara, Albrecht von Haller, Diez Brandi, Artur Levi, Dorothea Schlözer, Heinrich Heine, Georg Friedrich Grotefend und Carl Friedrich Gauß.

„Ich bin sehr frei, was die Ausführung der Bilder angeht“, sagt Loewe. Was aber nicht bedeuten soll, dass der Stil und die Arbeitsweise bei den einzelnen Bildern sich sehr stark unterscheiden werden. Die Größe der Bilder und das verwendete Material stehe aber noch nicht fest. Die Porträts sind Vorlagen und Anhaltspunkte. „Am Ende wird jedes der Bilder ein echter Loewe sein. Ein eigenständiges Teil in der Landschaft“, sagt er.

Mit dieser Göttinger Bildergalerie will Neupächter Olaf Feuerstein die Verbundenheit zur Stadt Göttingen zum Ausdruck bringen. Immerhin ist seine neue Gaststätte an einem traditionsreichen Ort untergebracht. „Uns nur auf die mehr als 40 Nobelpreisträger beschränken wollten wir nicht“, sagt Feuerstein. Fange man an, in der Stadtgeschichte zu forschen, fördere man Erstaunliches zu Tage. „Wer weiß schon, dass die Schauspielerin Gudrun Landgrebe hier geboren wurde“, fragt Feuerstein.

In der nächsten Folge: historische Speise- und Weinkarten im Göttinger Ratskeller.

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