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Der Habicht: Vogel des Jahres 2015

Verfolgter Jäger Der Habicht: Vogel des Jahres 2015

Ein verfolgter Jäger ist der Habicht laut Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und Landesbund für Vogelschutz (LBV). Als Signal gegen die „illegale Greifvogelverfolgung“ haben die Verbände den Habicht zum Vogel des Jahres 2015 gekürt.

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Quelle: Nagel/dpa

Göttingen. „Eine gute Wahl“, meint Hans-Heinrich Dörrie vom Arbeitskreis Göttinger Ornithologen. Auf der Homepage ornithologie-goettingen.de befasst sich Dörrie aus regionaler Sicht mit dem Jahresvogel.

Der scheue Habicht (Accipter gentilis) gilt als geschickter Jäger. Kurze Flügel und ein langer Schwanz sowie eine kräftigte Muskulatur verleihen ihm laut Nabu eine besondere Wendigkeit, so dass er auch im dichten Unterholz jagen kann. Wegen seiner jagdlichen Fähigkeiten, so die Vogelschützer, sei der Vogel bei vielen Jägern und Geflügelzüchtern unbeliebt und werde vielfach selbst zum illegalen Jagdwild.

Der Habicht ist ein Waldvogel, erobert aber zunehmend Städte wie Berlin oder Hamburg. „In der großen Kleinstadt Göttingen ist der Habicht nicht verstädtert, zumindest nicht als Brutvogel“, schreibt Dörrie auf der Internetseite der Göttinger Ornithologen. Zwar sei das Nahrungsangebot in Gestalt von Ringel- und Haustauben sowie Rabenkrähen enorm gewachsen, „einer Ansiedlung scheinen vielmehr die geringe Größe und fehlende Vernetzung unserer Parks und Friedhöfe entgegenzustehen“.

Im Göttinger Stadtwald und Geismar Forst brüteten auf 20 Quadratkilometer mindestens drei Paare, so Dörrie. Für das 130 Quadratkilometer große EU-Vogelschutzgebiet Unteres Eichsfeld seien 2009 sieben Reviere ermittelt worden, die aber wohl nur einen Teil der Brutpopulation dort ausmachten. Zufallsbeobachtungen hätten zudem belegt, dass der Habicht in kaum einem größeren Waldgebiet fehlt. Daher ist laut Dörrie eine Schätzung von etwa 150 Brutpaaren im Landkreis Göttingen und im Altkreis Northeim realistisch.

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