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Fotografin Heike Seideneck inszeniert Tiere mit Licht

Herbstsonne für Bernsteinaugen Fotografin Heike Seideneck inszeniert Tiere mit Licht

„Phaja lässt die Ohren hängen, wenn sie merkt, dass ich die Kamera nicht für sie auspacke“, sagt Heike Seideneck. Da Phaja eine reinrassige Deutsche Schäferhündin ist, muss das schon was heißen.

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Bei der Arbeit: Schäferhündin Phaja kennt die Kamera ihres Frauchens seit dem Welpenalter.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Als Seideneck an diesem Tag in der Duderstädter Innenstadt die Kamera auspackt, zieht ihre achtjährige Hündin erwartungsvoll an der Leine und wirft ungeduldige Blicke über ihre schwarz durchsetzte Schulter. Sowieso hält die lebhafte Hundedame gerne Blickkontakt zu ihrem Frauchen. Eine Tierfotografin kann sich wahrscheinlich keinen besseren Hund wünschen.

Eigentlich arbeitet Heike ­Seideneck bei einer Steuer­beratungsgesellschaft. Dass sie vor zwei Jahren ein Nebengewerbe angemeldet hat, sei Hund Phajas Schuld. „Sie liebt es, fotografiert zu werden. Und als andere ihre Fotos gesehen haben und selbst welche haben wollten, hatte ich die Idee, tiefer in die Tierfotografie einzusteigen“, erzählt Seideneck. Fotografiert habe sie aber schon immer, „obwohl das eher knipsen war.“ Erst mit der ersten Spiegelreflexkamera und besseren Objektiven hat Seideneck angefangen, abseits des Automatikmodus richtig zu experimentieren.

Heute scheint sie ihren Stil gefunden zu haben, der sich vor allem durch eine sorgsame Gestaltung des Lichts ausdrückt. Sehr warm temperiert wirken viele ihrer Portraits von Hunden, Pferden und anderen Tieren – ein Effekt, den Heideneck nicht durch Nachbearbeitung erreicht: „Keine Bearbeitung kann echtes Sonnenlicht ersetzen. Daher schaue ich schon vor jedem Shooting, ob das Licht passt.“ Wenn nicht, müssen sich ihre Kunden manchmal auch auf einen neuen Termin einlassen.

Sie und Phaja haben heute Glück, die Herbstsonne bringt das Bernstein der Hundeaugen zum Leuchten. Phaja ist zwar gut erzogen und verharrt geduldig in verschiedenen Positionen, die schönsten Fotos entstehen aber, als sie ihrer neugierigen Natur auf den Kinderspielgeräten freien Lauf lassen kann. „Es macht mir unheimlich Spaß, die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Tiere herauszuarbeiten.

Man sieht schon auf einem Foto, ob ein Hund schüchtern oder draufgängerisch ist“, sagt Seideneck. Da sie die Persönlichkeit jedes Tieres enthalten würden, seien Fotos auch kostbare Erinnerungsstücke, „Ich selbst bin total froh, dass ich so viele Bilder von meinem ersten Hund gemacht habe. Sie sind eine Möglichkeit, mich an ihn zu erinnern. Diese Chance möchte ich auch anderen Menschen geben.“

Von Jonas Rohde

Weitere Infos im Netz unter tierischeaugenblicke.de
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