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Igel müssen draußen bleiben

Tipps für Gartengestaltung Igel müssen draußen bleiben

Als „Outdoorprofis“ überleben Igel den Winter in der Regel auch ohne menschliche Hilfe, heißt es in einem von Britta Walbrun, Naturschutzbeauftragte der Stadt Göttingen zusammengestellten Umwelttipp.  Als Wildtiere sollten sie deshalb nicht ins Haus geholt werden.

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Igel sind Wildtiere und im Freien am besten aufgehoben. Nur im Notfall sollte der Mensch eingreifen, sagen Umweltschützer.

Quelle: Mischke

Göttingen. Gartenbesitzer können dem Igel jedoch das Überwintern erleichtern. Auch der Naturschutzbund (Nabu) Deutschland empfiehlt „naturnahe Gärten“, damit die Insektenfresser die kalte Jahreszeit gut überstehen.

Im Herbst sind Igel vermehrt unterwegs, um sich Fettreserven für den Winterschlaf anzufressen. Bei anhaltenden Bodentemperaturen um die null Grad suchen sie ihr Winterquartier auf. Die Tiere schalten  auf ein energetisches Sparprogramm um, wobei die Körpertemperatur bis zur Höhe der Umgebungstemperatur abgesenkt werden kann. „Von Mitte November an schlummern die meisten Igel“, so der Nabu. Wenn sich die meisten Alttiere bereits mit dem Bau ihres Winternestes beschäftigten, seien einige „verspätete Jungigel“ aber tagsüber noch unterwegs, um nach Nahrung zu suchen.

Die kleinen Tiere könnten durch maßvolles Zufüttern von Katzenfutter und ungewürztem Rührei mit Igeltrockenfutter unterstützt werden, heißt es in der Broschüre des Fachdienstes Umwelt der Stadt Göttingen. Hilfreich sei auch frisches Wasser in einer flachen Schale oder einer Vogeltränke. Auf keinen Fall, da sind sich Nabu und Naturschutzbeauftragte einig, sollten Igel einfach ins Haus genommen werden: „Igel sind Wildtiere, keine Haustiere.“

Sie seien im Freien besser aufgehoben, außer wenn sie auffallend unterernährt, verletzt oder krank sind. Rat erteilen Wildtierpflegestationen oder Tierärzte. „Falsch verstandene Tierliebe etwa in Form eines künstlichen Winterquartiers im Haus schadet den Igeln vielmehr, da sie dann im Frühjahr in der Natur erhebliche Anpassungsschwierigkeiten bekommen“, sagt Detlef Johannson, Sprecher der Stadt Göttingen.

Tipps zu Igeln und igelfreundlichen Gärten gibt es unter nabu.de (Naturschutztipps) und unter goettingen.de (Umwelttipps).
 
Igelgerechter Garten

• Bieten Sie in Ihrem Garten Unterschlupf und Nistmöglichkeiten wie niedriges Buschwerk, Laub und Reisighaufen.

• Verzichten Sie auf englischen Rasen und exotische Gehölze im Garten.

• Vorsicht beim Mähen sowie bei Rodungs- und Aufräumarbeiten. In Haufen und Holzstapeln können sich Igelnester befinden. Verzichten Sie auf Laubsauger.

• Lichtschächte, Kellertreppen, Gruben und Schwimmbecken sind potenzielle Tierfallen, die abgedeckt werden sollten.

• Rettungsplanken für Teiche und an Wasserbecken mit steilem, glattem Rand anbringen, damit sich Igel im Notfall selbst retten können.

• Hunde sollte man im Freien unter Aufsicht halten, abends beim Gassigehen anleinen und sie im Dunkeln nicht frei im Garten herumtoben lassen.

• Auf Umweltchemikalien im Garten sollte verzichtet werden. Stattdessen können bei der Schädlingsbekämpfung umweltschonende Alternativen zum Einsatz kommen.  

• Plastiktüten und volle Müllsäcke („Gelbe Säcke“) sollten zugebunden sein und nicht unnötig lange im Freien stehen.

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