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Sozialer Einsatz auf zwei und vier Beinen

Besuchshundedienst Sozialer Einsatz auf zwei und vier Beinen

Samojedenmischling Lucky, Schäferhundmix Isi und Chihuahua Coco haben das Ziel erreicht. Der aus Spanien stammende Mischling Manchita von Melanie Wollradt ist mit 15 Monaten das Nesthäkchen und noch Anwärterin auf die Aufgabe, für die ihre Mitstreiter bereits befähigt sind: Besuchshunde im Dienst des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB).

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Wollen bald loslegen: Melanie Wollradt, Nadine Pohl, Stefan Turek, Daniela Wollradt und Maren Schimkowiak (von links).

Quelle: Heller

Göttingen. Die neu entstandene Gruppe sucht noch Mitstreiter. Vor anderthalb Jahren haben Daniela Wollradt und andere Hundehalter aus Reihen des ASB begonnen, sich und ihre Hunde auf die neuen Aufgaben vorzubereiten. „Ich wollte im Verband mit meinen Hunden arbeiten“, sagt Wollradt, Besitzerin von Lucky und Isi. Das Vorbild für den Besuchshundedienst lieferte der ASB in Köln. Hunde werden in Seniorenheimen, in Pflegeeinrichtungen, Psychiatrien, Schulen und anderen Einrichtungen bereits vielfach eingesetzt, um Barrieren zu beseitigen und die Atmosphäre zu entspannen. „Die Kontaktaufnahme über einen Hund ist viel einfacher“, sagt Wollrath, Koordinatorin des Besuchshundedienstes. „Und Hunde nehmen jeden Menschen so, wie er ist“, ergänzt ASB-Sprecherin Maren Schimkowiak.

Besuchshunde sollten ein ausgeglichenes, freundliches Wesen haben, so wie Coco, der achtjährige kleine Rüde von Nadine Pohl und Stefan Turek. „Der geht offen auf alle zu und ist sehr interessiert“, beschreibt Turek den Charakter seines Hündchens. Bevor sie in offizieller Mission fremden Menschen sehr nahe kommen dürfen, müssen Besuchshunde und Halter eine Prüfung bestehen. Die haben Coco und seine Kollegen nach längerem Training im Sommer mit Bravour abgelegt.

Es galt, stürzenden, laufenden und schreienden Menschen zu begegnen, unter Schwebetüchern hindurchzugehen, Schirmen und Gehhilfen mit Gleichmut gegenüberzustehen und Leckerli aus fremder Hand anzunehmen. Auch das Kuscheln mit Unbekannten gehörte zu den Aufgaben. „Jetzt  kann die Arbeit mit Menschen endlich losgehen“, freut sich Schimkowiak über die bestandene Prüfung aller.

Derzeit nimmt die Gruppe Kontakt zu Einrichtungen auf,   die Wollradt und ihre Kollegen mit ihren Hunden besuchen wollen. Mit Lucky, Isi, Coco und bald auch Manchita können Schulkinder den Umgang mit Hunden trainieren. In der Hauptsache aber sollen die  Vierbeiner kranken und alten Menschen aus der Isolation heraushelfen.

Wer bereits Mitglied im Arbeiter-Samariter-Bund ist oder sich künftig im Katastrophenschutz engagieren möchte, kann beim Besuchshundedienst mitmachen. Voraussetzung dafür ist ein netter, aufgeschlossener Hund. Die Rasse spielt keine Rolle – mit wenigen Ausnahmen: „Sogenannte Kampf- oder Listenhunde dürfen wir nicht aufnehmen“, sagt Koordinatorin Daniela Wollradt. Neben der Arbeit mit vierbeiniger Unterstützung werden neue Mitglieder in Erster Hilfe an Menschen und Hunden ausgebildet. Interessenten können sich im Internet unter asb-goettingen-stadt.org, per E-Mail an wuff@asb-goettingen.com oder telefonisch unter 05 51 / 3 06 68 82 über die Teilnahme informieren.
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