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Jan Paulke tritt mit Elvis-Songs auf

40. Todestag von Elvis Presley Jan Paulke tritt mit Elvis-Songs auf

Vor 40 Jahren, am 16. August 1977 starb der Jahrhundertmusiker Elvis Presley. Der King of Rock wurde nur 42 Jahre alt. Seine Musik ist unsterblich und hat auch in der Region Spuren hinterlassen. Jan Paulke tritt mit seinen Songs auf.

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Steht mit Elvis-Liedern auf der Bühne: Jan Paulke.
 

Quelle: Peter Heller

Göttingen / Gladebeck.  Jan Paulke tritt mit Elvis-Songs auf. Auf weiße Show-Anzüge verzichtet der Gladebecker, Pauke ist kein Elvis-Imitator. “Ich liebe einfach die Musik des King”, sagt der 51-Jährige.

Eine Verkleidung braucht Paulke nicht. “Den Stil der 50er-Jahre mag ich schon”, sagt er. Sakko, Hemd und Jeans im moderaten Retro-Stil, das gefällt ihm eher. Paulke will Elvis nicht imitieren. “Ich singe auch andere Sachen”, sagt der Sänger. Aber: “Elvis, der ist für mich alles.” Früher, als er in den Zwanzigern war, war er einmal eine Zeit lang als Schlagersänger “Jan Garden” auf den Bühnen der Nation unterwegs. Es hat sie alle getroffen, ob Nino de Angelo, Dieter Thomas Heck oder Drafi Deutscher. Aber eigentlich schlägt sein Herz viel mehr für Chuck Berry, Jerry Lee Lewis, Little Richard, Bill Haley und Buddy Holly. Die Ikonen des frühen Rock N’ Roll aus einer Zeit, als Lederjacken noch ein verruchtes Zeichen der wilden Jugend waren.

In Paulkes Einliegerwohnung in Gladebeck dudelt – natürlich – Elvis. Bei ihm läuft den ganzen Tag lang ein dänischer Radiosender auf dem IPad, das “Always Elvis Radio”.

Musik habe ihn schon immer begeistert, erzählt er. Als Kind sang der gebürtige Göttinger im Chor. Das gefiel ihm nicht, “ich wollte schon immer alleine singen”. Später nahm er Gesangsstunden bei der Göttinger Musikerin Heidi Köpp und am Konservatorium. Er absolvierte eine Ausbildung zum Elektriker, (auch Elvis arbeitete nach der Schule als Elektriker) heute arbeitet er in der Firma Sartorius. “Am Freitagabend, da wurde sich dann damals schick gemacht und los ging es zu den Auftritten am Wochenende”, erinnert er sich. Musik sei seine Leidenschaft, zum Beruf hat er sie aber nie gemacht. Spaß daran hat er noch immer. Warum ihn einige Kollegen auf der Arbeit „Elvis” nennen, könne er sich auch nicht erklären, sagt Paulke augenzwinkernd.

Kürzlich stand er gemeinsam mit “Mike the King” aus Uslar in Gladebeck beim Dorffest auf der Bühne. Der nächste große Auftritt steht im September an. Dann rockt er gemeinsam mit seinem Freund “Rami” in Homberg/Ohm. Rami ist ein echter Elvis-Imitator, der mit Liveband auftritt. “Und er sieht dem King verdammt ähnlich, nicht so wie ich”, sagt Paulke und lacht. Ein “ETA”, sei er schließlich nicht - ETA steht für Elvis-Tribute-Artist. Vor allem in den USA seien ETA-Wettbewerbe beliebt. Einmal hat Paulke bei einem Elvis-Contest in Kassel mitgemacht. Aber: “Ich habe schon früh erkannt, dass ich Elvis nicht ähnlich sehe.” Seine Hausärztin habe ihn mal ungläubig gefragt, ob das wirklich er war, der bei einem Auftritt auf der Bühne sang. “Wenn ich auf der Bühne stehe, dann lasse sich die Sau raus”, sagt er.

Ein großes Bild und eine Büste von Elvis zieren Paulkes Wohnzimmer. Das Bild hat sein Vater für ihn gemalt. Von ihm hat der Sohn seine musische Ader geerbt, auch der Vater sang gerne. Mit einer Liveband tritt Paulke selten auf, meistens singt er live zu Playbackmusik. “Früher musste man dafür Pocketsongs auf Kassette zusammen schneiden”, erinnert er sich. Heute sei das alles im Netz verfügbar. Zwei Mal wischen und schon ertönt die Musik von “Return to Sender”. Er hat eine schöne, weiche und volle Stimme, die perfekt zu den frühen Elvis-Liedern passt. “Nicht alles vom King finde ich gut”, gibt er zu. Die späten Jahre, als der Meister nur noch unbeweglich auf der Bühne gestanden habe, seien seine Sache nicht.

Krachender Musik, wie der der Toten Hosen, kann Paulke nichts abgewinnen. “Das ist alles Geschmackssache.” Mario Lanza und Peter Alexander nennt er als Vorbilder. “Auch Elvis mochte Mario Lanza”, sagt er. Dennoch lebt der Paulke nicht im gestern. Bands wie AnnenMayKantelreit gefallen ihm auch.

Wer Paulke für einen Auftritt buchen möchte: Telefon: 05505/999220

Helmut Rademacher mit Goldener Schallplatte  in Graceland

Helmut Rademacher mit Goldener Schallplatte in Graceland

Quelle: r

Der Mann, der Elvis’ Alben zusammenstellt

Er gründete den ersten Elvis Fan-Club der Republik. Das war 1958 in Düsseldorf. Später war Helmut Rademacher Autor des Magazins “Elvis”, das der “Elvis Presley Club Göttingen” herausgab. Noch immer ist Radmacher ganz im Zeichen des King of Rock unterwegs. Er gilt als einer der führenden Elvis-Experten Deutschlands.

Elvis, einer der größten Rockstars aller Zeiten. Der Mann aus Tupelo (Missssippi) starb am 16. August 1977 in Memphis. Dort steht noch heute sein Anwesen Graceland. Und dort verbringt Rademacher natürlich auch den Gedenktag. Ehrensache, zum 40. Todestag des Idols.

Rademacher ist nicht nur einfach ein Fan. Der Berufsmusiker hat viele Musikalben des King für die Firma RCA zusammengestellt. LPs wie “Rare Elvis”, die in vielen Plattenregalen steht, gehen auf sein Konto. “Ich habe jahrelang für die RCA gearbeitet und rund 30 Elvis-Platten zusammengestellt”, sagt der heute 74-Jährige.

“Eine solche goldene LP hängt auch in Graceland”. Rademacher hat sein großes Idol Elvis Aaron Presley nie getroffen. Mit dessen Angehörigen aber pflegt der Deutsche engen Kontakt. “Ich werde Priscilla auf meiner aktuellen Reise wohl auch treffen”, sagt der Mann, der heute in Coburg wohnt, kurz vor seiner Abreise in die Staaten.

Rademacher ist mit einer 60-köpfigen Gruppe als Reiseleiter auf den Spuren des Kings in den USA unterwegs. “Auch zu zwei Bodyguards von Elvis und zu seiner Freundin Linda Thompson pflege ich eine Freundschaft”, erzählt Rademacher. “Ich treffe in Memphis etlich Leute”, sagt er. Rademacher reiste erstmals erst nach dem Tod des King in die Staaten – 1982 war das. Damals, so erinnert er sich, war Graceland noch kein Museum, Priscilla Presley lebte dort. “Damals war dort noch nichts hinter Glas verstaut, ich durfte sogar Elvis` Gitarre spielen”, so der 74-Jährige.

Das Magazin des Göttinger Fanclubs, für das Rademacher schrieb, wurde auch von der Firma Teldec an DJs und Vertreter verteilt, um es bekannt zu machen. “Ich erinnere mich noch an ein Treffen in Göttingen mit einem Teldec-Vertreter”, sagt Rademacher. Irgendwann Ende der 70er-Jahre war die große Zeit der lokalen und regionalen Fanclubs vorbei. Radmacher gründete 1978 mit anderen Fans die deutsche Elvis-Presley-Gesellschaft .

Elvis Mercedes von Göttingen nach Japan verkauft

Eines der vielen Fahrzeuge, das Elvis selbst gefahren hatte, rollte auch schon über Göttinger Straßen. Der 1970 von Elvis gekaufte Mercedes-Benz 600 wurde auch öffentlich präsentiert, beispielsweise anlässlich einer Göttinger Modellbörse vor dem Schützenhaus am Schützenplatz.

Himmelblau-metallic ist die Farbe des monumentalen Benz mit der Mercedes-internen Typenbezeichnung W100, den Presley 1970 bei dem Mercedes-Händler Robertson Motors in Memphis/Tennessee erwarb. Es war der zweite 600er des King of Rock‘n‘Roll: Mit einer dunkelblauen 600er-Karosse mit langem Radstand ließ er sich während seiner Tourneen chauffieren, mit dem himmelblauen Exemplar (offiziell

Die Karosse des King in Göttingen

Die Karosse des King in Göttingen

Quelle: hein

Farbbezeichnung „powder-blue“) kurvte Elvis in seiner Freizeit herum – beispielsweise, um mit Ehefrau Priscilla und Tochter Lisa Freunde zu besuchen.

Der „kurze“ 600er, immerhin noch 5,54 Meter lang, war zudem eines der wenigen Fahrzeuge, die Presley auf seinen eigenen Namen zuließ. Die entsprechende Urkunde mit der Eintragung Elvis Aaron Presley belegte die Echtheit des Wagens.

Lange behielt Presley den Wagen allerdings nicht: Nach zwei Jahren schenkte der King den Wagen seinem Freund James Leroy Robertson. Im Jahr 2005 wurde die Elvis-Kutsche nach England verkauft. Ende 2010 schließlich wurde der Wagen einschließlich aller Dokumente versteigert und kam nach Deutschland. Bis ins vergangene Jahr war er im Besitz des Göttinger Lastwagen-Unternehmers Helmut Gassmann. Nun, so erklärt Gassmanns Sohn, habe man das Fahrzeug weiterverkauft. Es rollt jetzt über japanische Straßen.

Von Britta Bielefeld

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