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„Busen geht besser als Popo“

Karneval in Göttingen „Busen geht besser als Popo“

Zum Karneval stehen Göttingens Narren vor der Qual der Wahl: Wie verkleide ich mich? Die Trends der Session.

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Bei Männern gefragt: künstlicher Popo.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Als was gehst Du?“ Diese Frage beschäftigt aktuell vor allem Grundschüler und Kindergartenkinder, denn Karneval steht vor der Tür. Auch die älteren machen sich Gedanken, in wen oder was sie sich in diesem Jahr verwandeln wollen. Vorschläge gibt es dafür beim Göttinger Einzelhandel.

Kopfbedeckung im Rasta-Look.

Quelle: Hinzmann

Kleider im Prinzessinnen-Look.

Quelle: Hinzmann

Die Lizenzthemen „Frozen“ und „Star Wars“ dominieren die karnevalistischen Verkaufsflächen des Göttinger Einzelhandels. Beide Themen stehen bei den Kindern hoch im Kurs. „Da kam der Kinofilm gerade zur rechten Zeit“, sagt Harald Rütter über den aktuellen Krieg-der-Sterne-Film. Rütter leitet die Non-Fashion-Abteilung bei Karstadt Göttingen. Die Themen Feuerwehr und Polizei seien nach wie vor beliebt, Cowboy und Indianer würden hingegen nicht mehr so stark nachgefragt werden.

Katrin Westphal im Krankenschwesterkostüm.

Quelle: Hinzmann

Clown-Schminke und falsche Wimpern

 
Immer mehr Kunden würden zu fertigen Kostümen greifen. „Geschneidert wird immer weniger, das merken wir an den Stoffen“, sagt Rütter. Von denen verkaufe Karstadt viel weniger zur Faschingszeit als noch vor einigen Jahren. Dafür wurde der Schmink-Bereich mit Glitzerspray, Clown-Schminke und falschen Wimpern stark erweitert. Eine Woche vor Karneval ziehe der Verkauf richtig an. Aber dann könne es durchaus passieren, dass es die gesuchte Verkleidung nicht mehr in der passenden Größe gebe.

 
Bei Deko Graf in der Lange-Geismarstraße liegt der karnevalistische Schwerpunkt eher auf Zubehör und Masken. Dort findet der Fasching-Fan hochwertige Kopfbedeckungen, klassische und tierische Maskeraden und originelle Accessoires. Die Themen Charleston, Piraten und Cowboy seien vor allem bei Studenten beliebt, erklärt Constanze Kahl, Inhaberin von Deko Graf. Sie berate ausführlich, denn oft werde die Verkleidung im Gespräch mit dem Kunden geplant. Bei der Beratung frage sie, mit welchen vorhandenen Elementen gearbeitet werden könne. „Dann brauchen die Leute nicht soviel auszugeben“, lautet ihre Devise.

 

Storm-Trooper und Eiskönigin

 
Einige fertige Kostüme gibt es bei Deko Graf trotzdem. Das hellblaue Plüschmonster aus der „Monster AG“ findet Kahl „besonders niedlich“.

 
Bei männlichen Narren seien Brüste und Hinterteile aus Plastik sehr beliebt. „Busen geht besser als Popo,“ weiß Kahl. Männer seien auch Zielgruppe für das Bierhühnchen, das als karnevalistischer Kopfschmuck auf manchem Narrenhaupt Platz nehmen könnte.
Horst Kolb ist Marktleiter beim Toys’r’us am Lutteranger. Dort hängen zahlreiche Outfits für angehende Prinzessinnen und Feen, Cowboys und Piraten. Der Markt sei sehr gut auf den Faschingsansturm vorbereitet. „Kinderfasching läuft eigentlich immer,“ sagt Kolb. Auch Toys’r’us verkaufe Verkleidungen aus „Frozen“ und „Star Wars“ besonders gut. Auf Extra-Verkaufsflächen gibt es unterschiedliche Storm-Trooper-Varianten und alles erdenkliche in Sachen „Eiskönigin“. Außer Elsas Outfit: Der türkisfarbene Mädchentraum aus glänzendem Stoff und glitzerndem Tüll, das die Protagonistin im Film trägt, sei fast ausverkauft. Vielleicht muss in diesem Jahr doch die eine oder andere Nähmaschine hervorgeholt und aufgebaut werden.

 

Von Katrin Westphal

 

Sündige Meile für Frohnaturen

Das Eichsfeld wird im Karneval zur sündigen Meile. Gefragt sind Verkleidungen, die an die Reeperbahn erinnern, sagt Ewa Mäther vom Duderstädter Fachhandel  „Faschingsverkauf“. Viele Frohnaturen wollen an den närrischen Tagen als Kapitän oder Matrose auftreten, schließt sie aus der Nachfrage. Neben maritimen Outfits seien auch Domina-Artikel aller Art gefragt, ebenso Fracks von schlicht bis zur Glitter-Variante.

 
Erwachsene, „die ihre Jugend vermissen“, setzen oft auf Filmhelden dieser Zeit, berichtet Mäther von einem anderen  Trend und nennt beispielhaft Superman- und Batman-Verkleidungen. Wer es klassischer möge, verkleide sich als Pirat, Cowboy oder Indianer, hoch im Kurs stünden auch Ritter-, Mittelalter und Hippiekostüme.

 
Kleine Mädchen seien gerne als Eisprinzessinnen, Märchenfiguren und in Tierkostümen unterwegs, der männliche Narrennachwuchs ziehe unter anderem als Polizist oder Feuerwehrmann in den Karneval. art

Kostüme und Festartikel bei Ewa Mäther. Hinten von links: Marcel Lange, Manfred und Ewa Mäther und Karin Langlott. Vorne von links: Jannik Bodmann, Robin und Marie-Sophie Lange.

Quelle: Richter

Wenn der Kater auf der Lauer liegt

Wenn es sich nicht gerade um Kinderfasching handelt, verläuft die Karnevalsfeier oft feucht-fröhlich. Dabei kann es vorkommen, dass der eine oder andere Narr zu tief ins Glas schaut. Damit der Kater am nächsten Morgen nicht zu heftig ausfällt, gibt das Göttinger Serviceteam der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) einige vorbeugende Tipps.
Nahrungsgrundlage schaffen
Zur Faschingszeit könnten nicht genug Krapfen, Pizza, Burger oder Pommes verspeist werden. Die fetthaltige Kost dämmt die Wirkung von Alkohol ein und verlangsamt seine Aufnahme im Blut. Salzstangen, Chips und Nüsse versorgten den Organismus mit Salzen und Mineralien, die der Alkohol dem Körper zusammen mit Flüssigkeit entziehe.
Wasser-Trick
Zwischendurch solle immer wieder ausreichend Wasser getrunken werden. Das Wasser reduziere den Alkoholkonsum automatisch und halte den Flüssigkeitsverlust und den Mineralstoffhaushalt im Lot. Außerdem könne durch das Wassertrinken länger durchgehalten werden.
Süße Getränke vermeiden
Zucker hemme den Abbau von Acetaldehyd. Dieses Abbauprodukt des Alkohols sei für den Kater am nächsten Morgen mitverantwortlich. Deshalb sollten Narren sowohl auf Limonade, Cola, Bowle und andere zuckerhaltige Getränke als auch auf Süßigkeiten während der Feier verzichten. wes

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