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Die Arten des Jahres 2017 finden sich auch in der Region

Thema des Tages Die Arten des Jahres 2017 finden sich auch in der Region

Das Wildtier oder der Baum des Jahres sind die wohl bekanntesten Vertreter. In diesem Jahr sind es die auch in der Region zu findende Haselmaus und die Fichte. Aber es gibt noch weit mehr Arten, auf die ein Jahr lang aufmerksam gemacht werden soll. Die Flechte, der Boden oder das Moos des Jahres sind weit weniger bekannt.

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Quelle: Senckenberg

Göttingen. Zum Baum des Jahres kürte das "Kuratorium Baum des Jahres" die Fichte, die vor allem im Harz der landschaftsprägende Baum ist. "Die Fichte polarisiert", so das Kuratorium. Für die einen sei sie der Brotbaum der deutschen Forstwirtschaft, für die anderen der Inbegriff naturferner Monokulturen. 2017 könne man nun über diesen "ganz besonderen Jahresbaum" diskutieren.

Stellvertretend für alle Eulen

Den Waldkauz benannte der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zum Vogel des Jahres. Viele Gegenden seien von Eulen verlassen, weil sie keine Bruthöhlen oder zu wenig Nahrung finden. Stellvertretend für alle Eulenarten sei deshalb der Waldkauz zum Vogel des Jahres gewählt worden. Mit ihm soll für die Erhaltung alter Bäume geworben werden und die Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden. "Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Wir sollten alles dafür tun, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder gar zu vermehren", so die Begründung des Nabu.

Wissen Sie was ein Judasohr ist? Der Pilz des Jahres 2017. Die deutsche Gesellschaft für Mykologie hat ihn zum Pilz des Jahres gekürt. Einen nahen Verwandten kennt man aus chinesischen Gerichten. Er wächst auch in Deutschland, seine ungewöhnliche Form macht das Judasohr unverwechselbar. Giftige Doppelgänger sind nicht bekannt. Als leckeres Gericht ist auch die Flunder bekannt, die vom Deutschen Angelfischverband zum Fisch des Jahres ernannt wurde.

Gänseblümchen: Heilpflanze 2017

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Im Göttinger Wald findet man die Orchidee 2017, nämlich das weiße Waldvöglein, das der Arbeitskreis heimische Orchideen in diesem Jahr ausgewählt hat. Weit weniger Wiedererkennungswert hat der Einzeller des Jahres, der Choanoflagellat "Diaphanoeca grandis", den die Deutsche Gesellschaft für Protozoologie auswählte. Erstmals wurde 2007 mit dem Pantoffeltierchen ein Einzeller des Jahres gekürt.

Die Gottesanbeterin, die sich auch in Deutschland immer weiter ausbreitet, kommt laut dem Naturschutzbund Nabu bereits in allen Bundesländern vor.  „Wir wollen mit unserer Wahl diese faszinierende Vertreterin der Fangschrecken ehren und mit Vorurteilen aufräumen", so ein Vertreter des Nabu. Grausam scheint der Paarungsakt: Das Männchen wird vom Weibchen während oder nach der Paarung verspeist.

Umgänglicher ist vermutlich die "Goldene Acht". Der gelb-grüne Schmetterling wurde von der Umweltstiftung BUND zum Schmetterling des Jahres 2017 gekürt. Der auch als Weißklee-Gelbling bekannte Falter gilt deutschlandweit noch als ungefährdet, in einigen Bundesländern jedoch steht er bereits auf der Roten Liste.

Gänseblümchen fördern die Heilung

Auf der Jahresliste 2017 findet sich auch der Klatschmohn, den die Loki-Schmidt-Stiftung als Blume des Jahres auswählte. mit der Wahl möchte man "auf die Gefährdung und den Verlust von Ackerwildpflanzen aufmerksam machen und sich für die Förderung der bunten Vielfalt im Landbau einsetzen", so die Begründung.  Diese Lebensgemeinschaft drohe zu verschwinden.

Das Gänseblümchen hingegen ist Heilkraut des Jahres. Das beschloss eine Jury im Namen des "NHV Theophrastus". Der Verband begründete die Wahl damit, dass sich das Gänseblümchen in der Kinderheilkunde bewährt habe. So sollen die Blüten bei Schwächezuständen, Erkältungen und Durchfall helfen.

Eine weitere von vielen ausgewählten Arten ist die Blindschleiche. Die wie eine kleine Schlange wirkende, beinlose Echse gehört, wie alle einheimischen Amphibien und Reptilien, zu den geschützten Arten. "Durch fortschreitenden Siedlungs- und Straßenbau" seien sie vom Verlust ihrer Lebensräume bedroht, so die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde. Oft zeugten nur die auf Straßen überfahrenen Blindschleichen von den versteckt am Boden lebenden Reptilien.

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