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Die Stunde der Gartenvögel schlägt

So sehen sie aus: Göttingens häufigste Vogelarten Die Stunde der Gartenvögel schlägt

Haussperling, Amsel und Kohlmeise: das sind die Top-drei der Göttinger Gartenvögel. Zumindest ist das das Ergebnis der Zählung im vergangenen Jahr. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ruft auch in diesem Jahr wieder alle Göttinger auf, eine Stunde lang die Vögel in ihrem Garten zu beobachten.

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Quelle: NABU

Göttingen. Gimpel oder Dompfaff: stahlgrauer Rücken, schwarzer Kopf und leuchtend weißer Bürzel.

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Von Freitag, 13. bis Sonntag, 15. Mai läuft die Aktion „Stunde der Gartenvögel“.

Von Amsel bis Zilpzalp: 61 verschiedene Vogelarten sind 2015 von den Göttingern beobachtet und an den Nabu gemeldet worden. In Kreis Göttingen wurden in 112 Gärten 3981 Vögel gezählt. 178 Vogelfreunde haben mitgemacht.

„Die 16 häufigsten Arten in Göttingen sind Allerweltsarten“, sagt Hans Heinrich Dörrie von der Arbeitskreis Göttinger Ornithologen (AGO). Zwei Auffälligkeit seien allerdings bei den Zahlen zu beobachten. Zum einen sei eigentlich die Amsel häufigste Vogel in der Stadt. Zum anderen sie der auf Platz vier vermerkte Feldsperling in der Stadt selten. „Es kommt aber natürlich darauf an, wo gezählt wird. In eher ländlichen Gebieten, am Göttinger Kiessee und in Kleingartenanlagen ist der Feldsperling häufiger zu sehen. Die beiden Arten seien nicht immer ganz leicht auseinander zu halten. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal: „Der Feldsperling hat einen dunklen Wangenfleck“, sagt Dörrie.

Bundesweite Aktion:

Einmal im Jahr: ruft der Nabu Naturfreunde dazu auf, eine Stunde lang die Vögel im eigenen Garten oder im nahegelegenen Park zu zählen. Die Stunde der Gartenvögel ist Deutschlands größte so genannte Citizen Science-Aktion – also wissenschaftliche Mitmachaktion.  Die Zählungen der rund 70 000 Teilnehmer bundesweit liefern laut Nabu wichtige Erkenntnisse über den Zustand von Natur und Vogelwelt. Gezählt wird in diesem Jahr vom 13. bis 15. Mai.

Die AGO beobachtet seit Jahren einen massiven Rückgang der Haussperlings-Population. „In den vergangenen Jahrzehnten ist der Bestand um 80 Prozent gesunken“, sagt Dörrie. Die Ursache ist in einer Vielzahl von Faktoren zu suchen. Unter anderem seinen der Rückgang der Nutztierhaltung im städtischen Bereich, die Industrialisierung der Landwirtschaft und die zunehmende Flächenversiegelung dafür verantwortlich.

Wer in diesem Jahr an der Stunde der Gartenvögel teilnehmen möchte, kann unter „NABU.de/gartenvoegel“ seine Beobachtungen online vom 13. bis 23. Mai registrieren lassen. Unter der Telefonnummer 0800-1157115 werden die Daten am 14. und 15. Mai von 10 bis 18 Uhr auch telefonisch entgegen genommen. Und so geht es: Einfach die die gefiederten Freunde im Garten oder vom Balkon aus eine Stunde lang beobachten  und zählen. Art und Anzahl sowie Uhrzeit und dem Ort notieren und dem Nabu melden.

Tote Grünfinken:

Die Zahl der Grünfinken: ist in den vergangenen Jahren laut dem Ornithologen Hans-Heinrich Dörrie dezimiert worden. „Uns wurden  in den Vorjahren häufig tote Vögel gemeldet“, sagt er. Grund dafür sei ein Befall mit dem Einzeller Trichomonas gallinae. Seit 2009 wird vom Nabu über ein verstärktes Auftreten der Trichomonaden berichtet. Dörrie nennt Vogeltränken als einen  wichtigen Übertragungsort. Er appelliert an die Götitinger, diese nicht in Gärten aufzustellen.  Das sei nicht nötig. „In Göttingen verdurstet kein Vogel, wenn es nicht gerade eine große Dürre gibt“, sagt er. In diesem Jahr seien aber noch keine toten Grünfinken gemeldet worden.

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