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Ehrenamtliches Engagement mit viel Herz

Das Deutsche Rote Kreuz Ehrenamtliches Engagement mit viel Herz

In einer Serie stellt das Göttinger Tageblatt Menschen vor, die sich ehrenamtlich in einer Hilfsorganisation engagieren. Heute: Doris Remin vom Deutschen Roten Kreuz.

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Doris Remin vom Deutschen Roten Kreuz.

Quelle: Lieske

Duderstadt. „Im Gedächtnis ist mir eigentlich alles geblieben“, sagt Doris Remin über ihre Arbeit beim Deutschen Roten Kreuz (DRK). Besonders geprägt aber hätten sie Hilfseinsätze in der Ukraine. Remin brachte Hilfsgüter direkt zu den Menschen dort. Tag und Nacht seien sie und ihre Kameraden gefahren, um die Hilfsgüter auszuliefern. „Es hat mich geprägt, die Armut dort zu sehen“, sagt die 62-Jährige. Es sei ein krasser Gegensatz zu den Gegebenheiten in Deutschland. „Das ist ein Erlebnis, dass man nie vergisst“, so Remin. Besonders die Begegnung mit einer älteren Frau und deren Familie sei ihr in Erinnerung geblieben. Remin war auf dem auf dem Weg zum nächsten Einsatzort.  Die Dankbarkeit der Frau für ein wenig Kochgeschirr werde sie nie vergessen. Besonders emotional war für Remin auch die deutsche Grenzöffnung, bei der sie gemeinsam mit anderen Helfern die DDR-Bürger am Grenzübergang Ecklingerode mit heißem Tee begrüßte.

Damals sei sie aber noch kein festes Mitglied beim DRK gewesen. Erst seit dem Jahr 1990 ist Remin offiziell beim Deutschen Roten Kreuz aktiv. Angefangen habe alles über ihrem Mann und drei ihrer Söhne. Alle vier seien schon lange beim DRK aktiv gewesen und so kam auch Remin zu der Organisation. Nach dem Einsatz  an der deutsch-deutschen Grenze habe sie ihre Ausbildungen beim DRK mit einem Erste-Hilfe-Lehrgang begonnen. Weitere Ausbildungen waren der Betreuungslehrgang Feldkoch und zwei weitere Kurse, zuerst zum Sanitätshelfer und schließlich zum Sanitäter. Die Feldküche ist eine von Remins Haupttätigkeiten geblieben. In dieser Doisziplin habe sie auch schon an drei Landeswettbewerben teilgenommen. Zweimal wurden sie dabei Landessieger und verpassten beim dritten Mal den Sieg nur um einen Punkt.

Außerdem engagiert sich die 62-Jährige in der Seniorenarbeit. „Ich arbeite sehr gern mit älteren Menschen. Das liegt mir einfach“, sagt Remin. Als sie eine Seniorengruppe gründete, seien die Senioren zunächst nur zögerlich zu den Veranstaltungen gekommen, aber mit der Zeit seien es immer mehr geworden. „Sonntag ist für ältere Menschen der schlimmste Tag“, erklärt Remin den Hintergrund zur Gründung der Gruppe im Jahr 2015. Wenn die Älteren keine Familie mehr haben, seien sie am Sonntag oft allein und einsam. Schon 2001 habe sie bereits erste Gymnastikstunden für Senioren angeboten. Auch damals seien die Senioren zunächst nur zögerlich zu den Treffen gekommen. „Es hat viel Mühe gekostet, die Gruppe aufzubauen“, so Remin. Bei den regelmäßigen Treffen werde zum Beispiel zusammen gesungen, gespielt oder sich einfach nur unterhalten. Auch gelegentliche Vorträge sind Teil des Programms. Zudem habe sie vor allem immer ein offenes Ohr für die Interessen der Senioren und vertrete diese auch, so Remin. Inzwischen zähle ihre Gruppe rund 44 Mitglieder. „Sie sind sehr dankbar, dass es die Gruppe gibt“, berichtet Remin. Außerdem organisiert die Frau vom DRK noch die Blutspende an fünf Terminen in Duderstadt, Seulingen und Obernfeld.

In all diesen Aufgaben und Erlebnissen stecke ihr Herz. „Ich wünsche mir, das unser Jugendrotkreuz dies einmal weiterführt“, sagt Remin.

Steckbrief: Deutsches Rotes Kreuz

Organisation: Die Ortsvereine des DRK sind in der Rechtsform eingetragene Vereine. Gegründet wurde das DRK 1866, in Duderstadt entstand 1872 der „vaterländische Frauenverein“.

Ziel und Zweck: Das DRK hat sich zur Aufgabe gemacht, Opfern von bewaffneten Konflikten, Naturkatastrophen und anderen Notsituationen zu helfen. Die Verhütung und Linderung von menschlichen Leiden, die aus Krankheiten, Verletzung, Behinderung oder Benachteiligung entstehen gehören ebenso zu den Aufgaben wie die Förderung von Gesundheit, Wohlfahrt und Bildung. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ebenfalls fester Bestandteil der Aufgaben.

Standorte: Dem Kreisverband Duderstadt untergeordnet sind die Ortsverbände Duderstadt, Gieboldehausen und Bilshausen. Weiterhin gibt es den Kreisverband Göttingen (fusioniert mit den Kreisverbänden Northeim und Hann. Münden). Außerdem gibt es den Kreisverband Osterode.

Wichtige Einsätze: Die Flüchtlingshilfe stellte 2015 einen großen Teil der Aufgaben des DRK dar. Zuständig war das DRK vor allem für die Ausstattung der Flüchtlinge mit Kleidung aus der Kleiderkammer am Eutzenberg. Zudem versorgten Helfer des DRK eine Woche lang die Flüchtlinge in Wollershausen mit drei Mahlzeiten am Tag.

Eine weitere wichtige Aufgabe war die Weiter- und Fortbildung der Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz.

Mitmachen? So geht es

So werde ich Mitglied: Für eine Mitgliedschaft ist kein spezielles Vorwissen nötig. Eventuelle Ausbildungen erfolgen durch das DRK. In der aktiven Bereitschaft können Jugendliche ab 16 Jahren Mitglied werden. Für Kinder ab der ersten Klasse gibt es das Jugendrotkreuz.

Informieren können sich Interessierte bei der DRK-Geschäftsstelle Duderstadt unter Telefon 05527 3150, erreichbar Mo. Mi., Do., Fr., von 9 – 12 Uhr, dienstags von 14 -18 Uhr.

Kreisverband Göttingen: Zimmermannstraße 4, Telefon: 0551 38312-50

Kreisverband Osterode: In der Horst 10, Telefon: 05522/ 99170

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Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016