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Frühlingsputz im Vergnügungspark

Thema des Tages Frühlingsputz im Vergnügungspark

Ein Spukschloss statt schriller Lichter, eine kleine Eisenbahn statt gigantischer Fahrgeschäfte, eine nostalgische Vogelband statt wummernder Beats: Der Erlebnispark Ziegenhagen setzt auf klassische Kinder-Abenteuer, Phantasie und ein wenig Nostalgie. Der Familienbetrieb startet am Karfreitag in die Saison.

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Im Galopp ins Glück

Weg mit den Spinnweben:  Mitarbeiter Johannes Sarar beim Frühjahrsputz am und im Hexenhaus des Erlebnisparks Ziegenhagen.

Quelle: Wenzel

Öffnungszeiten

Ziegenhagen. In den Osterferien (25. März bis 10. April) ist der Park täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Bei Dauerregen bleibt der Park geschlossen. Den Parkplan gibt es hier als PDF zum Download:

parkplan 409,45 kB

Die böse Hexe in ihrem Knusperhaus trägt noch Spinnweben. Nicht die, die als Wandbemalung ihr Häuschen schmücken, sondern echte. Mike Stolzenberg zückt den Besen: Es ist Zeit für den Frühlingsputz im Freizeitpark.
„Wir brauchen rund drei Wochen, um alles wieder klar Schiff zu haben“, sagt der 40-Jährige. Stolzenberg hat den Erlebnispark Ziegenhagen im vergangenen Jahr von seinem Stiefvater übernommen. Gemeinsam mit seiner Schwester Sarah Exner betreibt er den Traditionspark bei Hedemünden. Seit 1968 kommen Jahr für Jahr die Besucher an die hessisch-niedersächsische Grenze. In dritter Generation kümmern sich nun die beiden Geschwister um das 26 Hektar große Gelände voller kleiner Attraktionen.

Viel Arbeit für das Aufräumteam

Weg mit den Spinnweben:  Mitarbeiter Johannes Sarar beim Frühjahrsputz am und im Hexenhaus des Erlebnisparks Ziegenhagen.

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Die Stiefmütterchen warten noch darauf, in die Blumenkästen gepflanzt zu werden. „Die Wasseranlagen können wir auch noch nicht in Betrieb nehmen, noch gibt es nachts ja Frost“, sagt Stolzenberg. Die Gänse auf dem Teich allerdings zetern schon munter vor sich hin. „Unsere Wachgänse“, sagt der Chef. Den Wächterjob teilen sich die Tiere allerdings mit zwei deutschen Doggen. Dennoch: „Uns machen die Waschbären hier richtig schwer zu schaffen“, sagt der 40-Jährige. Im Spukschloss beispielsweise haben die Waschbären die Wand zerpflückt, ein großer Haufen Dämmmaterial liegt am Boden. Noch mehr Arbeit für das Aufräumteam. Bereits am Karfreitag wird die diesjährige Saison eröffnet. Bis dahin liegt noch viel Arbeit vor Exner, Stolzenberg und ihren Mitarbeitern. In der Küche wirbelt Jutta Osterbart – „unsere Küchenfee“, sagt Stolzenberg. „Hier ist auch noch nicht alles fertig sagt sie“. Neu ist, dass in Ziegenhagen künftig frisch gekocht und Kuchen selbst gebacken wird, die Gaststätte ist frisch renoviert. „Das war unsere Winterarbeit“, sagt Stolzenberg. Viele Jahre hat der gelernte Therapeut in Göttingen in der Jugendhilfe gearbeitet. Den Vergnügungspark zu übernehmen, das sei schon eine echte Herausforderung, sagt er. „Jetzt kann ich auch Sattler“, sagt er lachend mit Blick auf die frisch von ihm handbezogenen  Stühle und Sitzbänke.

Märchenburg, Spukschloss, Hexenhäuschen

Verlosung

Das Tageblatt verlost drei Familienkarten für den Erlebnispark Ziegenhagen –  bis zu fünf Personen erhalten jeweils mit diesem Ticket freien Eintritt.  In welchem Jahr wurde der Park erstmals geöffnet? Unter den Teilnehmern, die die Gewinnfrage richtig beantworten, werden drei Gewinner ausgelost (Rechtsweg ausgeschlossen): Sonnabend, 19. März, in der Zeit von 9 bis 18 Uhr unter Telefon 0137 / 8600273 (50 Euro-Cent / Minute aus dem deutschen Festnetz, Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen).

Generationen von Kindern  aus der Region sind mit der Seilrutsche gefahren, haben Runden im Karussell oder mit der kleinen Eisenbahn gedreht, eine der Zwergziegen gestreichelt und die rund 80 historischen Fahrzeuge bestaunt, die in der Scheune noch im Winterschlaf ruhen. Ziegenhagen – ein Vergnügungspark, der nicht mit lautstarken und neonbeleuchteten Fahrgeschäften, sondern mit Märchen, Phantasie und Nostalgie punktet. „Wir haben Stammgäste, die kommen zwei Mal im Jahr aus dem Ruhrgebiet, setzen sich auf die Bank und schauen einfach stundenlang ins Werratal während die Kinder spielen“, sagt Stolzenberg.

 
Märchenburg, Spukschloss, Hexenhäuschen, die Grillhütten für Familienfeiern, Fahrgeschäfte und andere Spaß- und Spielbuden werden entstaubt, geputzt, repariert, geölt und vom Tüv begutachtet. Wege fegen, Blumen pflanzen, Stühle und Tische putzen: noch gibt es viel zu tun. Am Freitag dann sollen Dracula, Frau Holle und die Vogelkapelle die ersten Besucher begrüßen.

Ausflugsziel seit 48 Jahren

Das Gelände, auf dem heute der Vergnügungspark steht, hat eine lange Gesichte. Einst, so erzählt Mike Stolzenberg, stand auf dem Berg eine Burg, die Gebäude des Parks waren das zugehörige Gut. „Es gibt noch immer einen Verbindungsgang den Berg hinauf“, so der Parkbetreiber. Im Jahre 1967 kaufte Walter Surup den Gutshof, der aus zwölf Gebäuden bestand. Sieben der Häuser waren so baufällig, dass sie abgerissen werden mussten; die anderen wurden aufwendig restauriert. 1968 wurde der Park – zunächst unter dem Namen Adler-Raubtier-Wildgehege  – eröffnet. Märchenschaubilder kamen hinzu, 1975 eine Auto- und Motorrad-Sammlung, Fahrgeschäfte. Im Laufe der Jahre wurden und werden immer wieder neue Attraktionen aufgestellt.

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