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Ab ins Beet!

Thema des Tages Ab ins Beet!

Frühlingszeit ist Gartenzeit: Gartenexperten geben Tipps für jahreszeitlich passende Zier- sowie Gemüsepflanzen und wie man sie am besten hegt und pflegt.

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Quelle: dpa

Rosdorf. Winter Ade: Es wird wieder bunt in Göttingens Gärten. Die ersten Balkon- und Kübelpflanzen setzen leuchtende Farbakzente auf Terrassen, Balkonen und in Hauseingängen. Doch bevor es ab ins Beet geht, lohnt sich ein Blick auf Angebot und Beratung von Göttinger Gärtnereien.

 
Thomas Heidemann ist Gärtnermeister und Leiter des Pflanzencenters bei Bandelow und Uhlendorf in Rosdorf. Die Gärtnerei rüstet sich gerade für die beginnende Gartensaison. Die Zeit der Stiefmütterchen geht gerade zu Ende, die Geranien, Hängeverbenen und Mini-Petunien stehen bereits in den Startlöchern.

Gartendeko setzt zusätzliche Farbakzente.

Gartendeko setzt zusätzliche Farbakzente.

Quelle: ch

Bedenkenlos gepflanzt werden kann aber noch nicht: „Es wird mit großer Wahrscheinlichkeit nachts nochmal frieren“, warnt der Gartenexperte. Zum Schutz vor Frost sollten die Pflanzen abends mit Vlies abgedeckt werden oder samt Kasten in Garage oder Treppenhaus übernachten. Entwarnung gibt Heidemann ab dem 17. Mai, dann sind die Eisheiligen vorbei. Unbedenklich gepflanzt werden könne laut Heidemann, „wenn die kalte Sophie, der D‘Artagnan der Eisheiligen, vorbei ist“.

 
Dauerbrenner in Kästen und Kübeln seien Geranien, auch wenn sie oft als altbacken wahrgenommen werden, sagt der Pflanzenexperte. Absoluter Renner seien Schneeflöckchen. Die gab es erst nur in weiß und sind jetzt in unterschiedlichen Farben erhältlich.

Auch der Gemüsegarten kann bereits wachgeküsst werden: Wenn der Boden bearbeitet, verbessert und gedüngt worden ist, können die ersten Setzlinge gepflanzt werden. Salat und Kohl können leichten Bodenfrost überstehen. Sie werden frühzeitig in kalter Luft weiter kultiviert, wodurch sie hartes Laub bekommen und dadurch die Kälte vertragen. Ansonsten können sie durch Frühbeet-Vlies geschützt werden. Auch Erdbeerpflanzen gibt es bereits zu kaufen. „Erdbeeren werden jetzt im Frühjahr verlangt, früher waren sie im Sommersortiment“, erzählt Heidemann.

 
Ansonsten stehe Gartendeko in den unterschiedlichsten Formen und Farben hoch im Kurs, sagt Dietmar Uhlendorff, Inhaber und Geschäftsführer des Garten- und Landschaftsbauunternehmens. Die Farben seien allerdings Geschmackssache: Im Frühjahr würden die Hobby-Pflanzer bevorzugt nach weiß, gelb und rosa greifen, im Sommer kommen kräftige Farben in den Korb, sagt Uhlendorff. Auf jeden Fall merkt er, dass die Göttinger wieder in den Garten wollen.

Gartentipps von Dietmar Uhlendorff

Blütenpracht auf dem Balkon
Damit der Balkon zur blühenden Oase wird, empfiehlt Gärtnermeister Thorsten Heidemann, in Kästen fünf bis sechs Pflanzen pro Meter, besonders schön seien stehende und hängende im Wechsel. Für schattige Nordseiten würden sich vor allem Fuchsien und Fächerblumen eignen, ebenso das Schneeflöckchen. Auf Nordbalkonen würden sich auch kaukasisches Vergissmeinnicht, Maiglöckchen, Schlüsselblumen und Anemonen wohlfühlen, sagt Renate Antonijevic-Disep. Balkonkästen könnten auch mit winterharten Kräutern wie Thymian oder Salbei bepflanzt werden. In größeren Kästen fänden sogar kleinbleibende Sträucher oder kleinwüchsige Forsythiensorten Platz.
Auch die Pflege dürfe nicht zu kurz kommen: „Mit liebevollem täglichen Ausputzen der verblühten Blütenstände regt man die Pflanzen immer wieder zur neuen Knospenbildung an“, weiß die Gartenexpertin. wes

 

Es gibt immer etwas zu tun!
Bevor sich der heimische Garten in eine grüne Oase verwandelt, gibt es einiges zu tun. Wenn es zu sprießen beginnt, schießt auch das Unkraut. Da hilft nur eines: „Rechtzeitig anfangen, die Beete unkrautfrei zu halten“, rät Renate Antonijevic-Disep. Sie betreibt eine kleine Gärtnerei in der Hagenbreite in Rosdorf. Die Gartenexpertin hat viele Tipps parat: Zu groß gewordene Stauden könnten jetzt mit dem Spaten geteilt und an einen anderen Standort gepflanzt werden. Dadurch könnten auch blühfaule oder von innen verkahlte Stauden wirkungsvoll verjüngt werden.
Dünger vertragen jetzt vor allem Rhododendren und Hortensien. Antonijevic-Disep rät zu Spezialdünger, weil diese Pflanzen einen sauren Boden bräuchten. Rhododendren sollten außerdem gut gewässert werden und bei Hortensien die abgestorbenen Spitzen bis zum nächsten Blattansatz gekürzt werden. Bodentief muss jetzt Chinaschilf abgeschnitten werden, weil später die neuen Triebe mit gekappt werden würden. wes
 

Der grüne Teppich
Ab einer Bodentemperatur zwischen acht und zehn Grad kann der Rasen bearbeitet werden. Erst nach dem ersten oder zweiten Rasenschnitt sollte gedüngt und vertikutiert werden: „Unkräuter keimen schon früh aus“, warnt Dietmar Uhlendorff. Ist der Zeitpunkt zu früh, würden nur die Unkräuter wachsen, sich ausbreiten und den
Rasen weiter verdrängen. Das kann durch Warten verhindert werden. Nach dem Vertikutieren wird abgesandet: Dazu kommt feiner Sand oder Spezialerde in die entstandenen Schlitze. wes

 

Terrassenkübel und Steingärten
Terrassen werden gerne mit Kübelpflanzen begrünt. Besonders beliebt seien Stämmchen und mediterrane Pflanzen“, sagt Heidemann. Die könnten auch etwas Kälte vertragen. Auch immer mehr Kräuter würden auf Terrassen ein neues Zuhause finden und sich außerdem für Steingärten eignen. Für die Steinbeete gibt es bereits eine große Auswahl an Pflanzen: Der Steinbrech beginnt gerade zu blühen und der Mauerpfeffer fängt an zu treiben. Beim Pflanzen sollte allerdings darauf geachtet werden, dass der Boden nicht mehr zu nass ist, rät Dietmar Uhlendorff. wes

 

Neues Hornveilchen gezüchtet

Sie trägt den klangvollen Namen Inspire-Plus: Die neue großblumige Violen-Serie aus dem Hause Benary. Der Saatguthersteller aus Münden beschreibt das neue Stiefmütterchen als beständig, robust und kompakt, außerdem würde es kräftiges Laub bilden und schnell die Töpfe füllen. Benary führt die Kreation Admire gleich in 13 Farben ein.
Was unterscheidet Hornveilchen von Stiefmütterchen?
Auf dem ersten Blick sehen sich Stiefmütterchen und Hornveilchen zum Verwechseln ähnlich, beide gehören zur Gattung der Veilchen. Doch Stiefmütterchen sind größer als ihre kleinen Schwestern. Außerdem sind vier ihrer Kronblätter nach oben und eins nach unten gerichtet, bei den Hornveilchen zeigen drei nach oben und zwei nach unten. wes

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