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Nummer fünf bockt, Nummer fünf siegt

Harzburger Rennwoche Nummer fünf bockt, Nummer fünf siegt

Harzburger Rennwoche: 9000 Besucher waren am Mittwoch, 27. Juli, dort - und fieberten mit den Pferden mit. Einige schlossen Wetten für kleines (oder großes) Geld ab.

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Das dritte Rennen am Mittwoch auf der Harzburger Rennbahn: Nummer zwei „I do“ muss sich am Ziel knapp der Nummer fünf, dem hannoverschen Pferd Chancy geschlagen geben.

Quelle: Heller

Bad Harzburg. Fünf Euro auf die Nummer fünf: Das erste Mittwochs-Rennen auf der Galopprennbahn in Bad Harzburg startet gleich. „Leierspielerin“, heißt der schöne Vollblüter. Also schnell zum Totalisator-Schalter und den Favoriten auf Sieg gesetzt.

„Erstmals seit vielen Jahren haben wir wieder ein Rennen für Zweijährige“, sagt der Rennbahnsprecher Sven Wissel. Schon klingelt die Glocke. Start ist erfolgt. Leierspielerin allerdings geht nicht auf die Bahn. Die junge Stute steigt und bockt in der Starterbox und wird vom Rennen ausgeschlossen. Die ersten fünf Euro Wetteinsatz sind ein Flop, werden aber in diesem Fall zurückgezahlt.

Einmal im Jahr  dreht sich in Bad Harzburg alles um den Pferdesport. An sechs Renntagen gehen die Pferde an den Start, Auf die Rennen werden zum zweiten Mal auch in Frankreich  Wetten abgeschlossen. Allein am Mittwoch kamen 9000 Besucher.

Auch am kommenden Wochenende starten wieder Vollblüter auf der Natur-Rennbahn mit Blick auf die Berge. Ein rasantes Vergnügen – nicht nur für Freunde von Pferdewetten. Die Sonne scheint, ein herrliches Panorama und eine entspannte Atmosphäre zeichnen die Harzburger Rennen aus. Zuschauer können flanieren, direkt am Führring oder bei der Siegerehrung Pferde und Jockeys aus nächster Nähe beobachten.

Einmal aufs richtige Pferd  – also heute lieber nicht auf Leierspielerin – setzen: Das ist in Bad Harzburg schon für 50 Cent möglich. An den Schaltern der Buchmacher ist die Grenze nach oben offen, am Totalisatorschalter beträgt der Höchsteinsatz pro Tipp 500 Euro. Die meisten Hobbyzocker schieben Fünf- oder Zehn-Euro-Scheine durch das Schalterfenster. Auch diejenigen, die nicht wetten wollen, können sich einen entspannten Tag machen. Auf der Wiese an der Rennstrecke picknicken Gäste, erfahrene und etwas betagte Besucher  rücken mit Klappstuhl an, dazu ein Eis oder einen Aperol Sprizz.

Beim nächsten Rennen muss es jetzt aber klappen. Elf Pferde sind gesetzt. Miss Amber, wieder mit der Startnummer fünf, ist in den Vorwetten der deutliche Favorit. Also auf Nummer sicher gehen und einmal auf den Favoriten  setzen. Gewinner wird Danon Perth  vor Zazoulino und Porcupine Creek. Miss Amber? Unter ferner liefen ...

Am Wettschalter läuft es heute nicht, auch bei den Rennen drei, vier, fünf und sechs landen andere Galopper auf den Plätzen als gewettet. Also schnell das Geld in Pommes und damit in Hüftgold investieren.

Im vorletzten 400-Meter-Jagdrennen wirkt der Fuchs Sekundant im Führring sehr sympathisch. Jetzt ist es auch egal, die vorher zum Verspielen festgelegte Summe kann ja auch ausgereizt werden. Sekundant auf Sieg. Obwohl Stromberg des Namens wegen ja auch einen Tippschein verdient hätte, oder Green Rock. Eine Dreierwette kommt nicht in Frage an einem Tag, an dem es beim Wetten mal so gar nicht läuft. Am Ende gewinnt tatsächlich Sekundant. Vor Stromberg und Green Rock.

Sonnabend: "Spitzenrenntag"

9000 Besucher und ein Umsatz von 130000 Euro am Totalisator: Der dritte von sechs Renntagen in Bad Harzburg am Mittwoch war laut Pressesprecher Daniel Delius ein Erfolg. „Das sind 15 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr“, sagt er. Die Rennwoche wird einmal jährlich im Sommer  vom Bad Harzburger Rennverein organisiert, und somit von vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern. Als einer von etwa 20 Rennvereinen bundesweit haben die Harzburger laut Delius im vergangenen Jahr ein finanzielles Plus gemacht.

Harzburger Rennwoche: Ganze 9000 Besucher waren am Mittwoch dort - und fieberten mit. Viele schlossen Wetten für kleines oder großes Geld ab.

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Auch für das kommende Wochenende haben die Organisatoren wieder Sponsoren für die Rennen gefunden. Am Sonnabend, 30., und Sonntag, 31. Juli, öffnet die Rennbahn jeweils um 13 Uhr, die ersten Rennen beginnen um 14 Uhr. Am „Spitzenrenntag“ gibt es unter anderem drei mit 20 000 Euro dotierte sognannte „Superhandicap-Rennen“ und ein mit 37000 Euro Sieggeld dotiertes Auktionsrennen, bei dem nur Pferde, die bei einer Auktion gekauft wurden, starten dürfen.

Maximal 16 Pferde können auf der Bad Harzburger Bahn  zeitgleich starten. „Für die beiden angesetzten Handicaprennen hatten wir 31 Nennungen, also haben wir ein drittes angesetzt“, erklärt Delius.

Am Sonntag, dem sechsten und letzten Renntag dieses Jahres, steht ein besonders bleliebtes Rennen auf dem Programm, das  Seejagdrennen. Dabei müssen die Pferde unter anderem direkt vor der Zuschauertribühne einen Wassergraben absolvieren.

Wetten

Auf Pferde zu wetten, kann ganz leicht sein. In Bad Harzburg liegen an kleinen Ständen Tippzettel aus auf denen man die möglichst richtigen Pferde markiert. Am einfachsten sind Sieg- und Platzwetten. Ein Pferd aussuchen – bei „Sieg“ muss es Erster werden, bei „Platz“ eines der ersten beiden. In einer Zweierwette müssen Platz eins und zwei in der Richtigen Reihenfolge gesetzt werden,  bei einer Dreierwette die ersten drei Plätze. Darüber hinaus kann man Kombinationswetten abgeben. Die Scheine gibt man am Schalter ab, dort erhält man auch den Gewinn.

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