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Kultursommer in Göttingen

Thema des Tages Kultursommer in Göttingen

In den Sommerferien macht das kulturelle Leben auch oft Urlaub – nicht so in Göttingen. Mit dem Kultursommer bietet der städtische Fachdienst Kultur von Juni bis August ein umfassendes Programm, vom Musikfestival über Kabarettveranstaltungen bis zu den Theatertagen.

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Katja Riemann

Quelle: Mirjam Knickriem

Open-Air-Festival im Kaiser-Wilhelm-Park

Mit Namika und Saga stehen die Headliner für das Open-Air-Festival im Kaiser-Wilhelm-Park (KWP) am 19. und 20. August fest – und damit ein spannendes Musikprogramm. Singer-Songwriterin Namika vermischt in ihren Liedern Pop und Hip-Hop, und zeigt, dass auch Rap gefühlvoll sein kann. In Songs wie „Lieblingsmensch“ und „Kompliziert“ geht es um Liebeserklärungen und Liebeswirren, perfekte und komplizierte Momente. Ihren Auftritt hat die 24-Jährige am Freitag, 19. August, um 20 Uhr.
Die Band Saga wird ältere Rockfans begeistern: Sie tritt am Sonnabend, 20. August, um 20 Uhr auf und gehört zu den Mitbegründern des neo-progressiven Rock. Schon in den Achtzigerjahren sangen sie ihre Hits wie „Wind Him Up“.
Ergänzt wird das Programm durch die Gewinner der Bandcontests „Local Heroes“ (19. August) und „Rock am Kauf Park“ (20. August). Am Freitag stellen außerdem die Protagonisten des Stücks „Flutlicht“ des Göttinger „Boat People Projekts“ Lieder aus ihrem Musiktheaterprojekt vor. Nach Namika wird am Freitag die Techno-Marching-Band Meute auftreten. „Meute bringen die Musik der Turntables mit Blasmusik auf die Bühne“, sagt Kerstin Bornemann vom Fachdienst Kultur der Stadtverwaltung. Vor Saga wird am Sonnabend die QuerBeat-Band spielen. Nach Saga treten Fatcat, die Lieder zwischen Funk, Soul und Hip-Hop spielen, auf. Karten für das Festival im KWP, Bismarckstraße, gibt es in den Geschäftsstellen des Tageblatts, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt.

„Migration und Menschlichkeit“ im Theater

Durch Migration kommen andere Kulturen nach Deutschland. Doch wie begegenen diese der deutschen Kultur? Darum geht es bei den 20. Göttinger Theatertagen. Eröffnet werden sie am Freitag, 12. August, mit dem Stück „Flutlicht“ der Göttinger Theatermacher „Boat People Projekt“. Ab 20 Uhr erzählen im ehemaligen Institut für den wissenschaftlichen Film (IWF), Nonnenstieg 72, Geflüchtete ihre Geschichten, mithilfe von Liedern aus ihren Heimatländern.

Um Geschichten aus der arabischen Welt geht es am Sonnabend, 13. August, ab 19 Uhr im Deutschen Theater (DT), Theaterplatz 11. Dort liest Thomas Sarbacher aus Werken arabischer und afrikanischer Autoren. Am selben Tag geht es um 21 Uhr im DT in einer Inszenierung von Ernst Konarek – ein Monolog mit Mohammad-Ali Behboudi – um die tragische Geschichte eines palästinensischen Gynäkologen, der einem israelischen Fernsehreporter verbotene Telefoninterviews gibt – und dafür seine Töchter durch ein Attentat verliert.

Aus Enzensbergers Essay „Die große Wanderung. Dreiunddreißig Markierungen“ präsentiert Peter Lohmeyer am Sonntag, 14. August, ab 19 Uhr im DT eine szenische Lesung. Zum Abschluss haben der Fachdienst Kultur und das DT eine bekannte Schauspielerin eingeladen. Katja Riemann (unter anderem „Der bewegte Mann“) setzt sich für humanitäre Projekte ein, derzeit für traumatisierte Frauen aus Eritrea, Syrien und Afghanistan. Am Sonntag, 14. August, gestaltet sie ab 21 Uhr im DT einen Abend mit Musik und Texten zu dem Thema. Kartentelefon: 05 51 / 49 69 11.

Grusellesungen und Lachnummern

Gruseln, lauschen, lachen: Dazu lädt der Kultursommer bei Veranstaltungen im Deutschen Theater (DT) und Alten Rathaus ein. Die Eröffnungsveranstaltung zum Thema „Frida Kahlo“ im DT ist bereits ausverkauft. Dafür können sich Besucher am Freitag, 1. Juli, ab 20.30 Uhr auf eine gruselige Lesung mit Schauspielerin Caroline Peters einstellen: Sie liest im Alten Rathaus, Markt 9, aus der berühmten Kriminalgeschichte „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Am Sonntag, 17. Juli, präsentiert dort ab 20 Uhr Gabriela mit ihrem Ehemann Michael Gwisdek ihren neuen Krimi „Nachts kommt die Angst“.

Eine Geschichte des Jazz in Wort und Musik führen am Sonnabend, 9. Juli, ab 20.30 Uhr im Alten Rathaus der Schauspieler August Zirner und das Spardosen-Terzett auf. Sie spüren den Jazz-Legenden Monk, Mingus und Kirk nach. Um das gezielte Vergessen geht es im Programm von Kabarettistin Nessi Tausendschön, „Die wunderbare Welt der Amnesie“ heißt es und ist am Sonntag, 24. Juli, ab 20 Uhr im Alten Rathaus zu erleben. Zum Lachen bringen soll das Programm von Reiner Kröhnert. In „Mutti Reloaded“ setzt er sich mit Kanzlerin Merkel auseinander. Mit „Freiheit!“ bildet Musikkabarettist Lars Reichow am Sonnabend, 6. August, ab 20.30 Uhr im Alten Rathaus den Abschluss der Reihe. Kartentelefon: 05 51 / 4 99 80 31.

Von Clowns und Prinzessinnen

Vier Sonntage im Juli geht es im Kino Lumière, Geismarlandstraße 19, um Clowns und Prinzessinnen, um Musik, Theater und Comedy. Die „Larifari“-Veranstaltungen für Kinder beginnen jeweils um 15 Uhr. So sorgt Clown Cornelius am 3. Juli mit seiner Zaubershow für Spaß. Am 10. Juli gibt es ein Mitmachkonzert mit dem preisgekrönten Kindermusiker Heiner Rusche. Ein Figurentheater über einen großen und einen kleinen Wolf, die Freunde werden, gibt es am 17. Juli zu erleben. Um Eifersucht geht es im Theaterstück am 24. Juli: Die jüngere Prinzessin ist eifersüchtig auf ihre ältere Schwester. Kartentelefon ab 1. Juni: 05 51 / 4 99 80 31.

Von Hannah Scheiwe

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