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Ein rauschendes Fest der Begegnung

Landpartie Gleichen Ein rauschendes Fest der Begegnung

Die Landpartie auf dem Rittergut Sennickerode war gut besucht. Die Veranstalter verzeichneten üben der Sonnabend verteilt rund 5000 Besucher und ein durchweg friedliches Fest.

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Zur Landpartie auf dem Rittergut Sennickerode kommen am Sonnabend rund 5000 Besucher.

Quelle: Richter

Sennickerode. Es sollte ein großes Fest der Begegnung werden, das über die Gemeinde hinaus strahlt - mit Viehauftrieb, Handwerkerschau, Spielaktionen, Musik, Theater und Diskussionsrunden. Das ist gelungen. Die Veranstalter zeigten sich im Nachhinein sehr zufrieden mit dem Verlauf der ersten Landpartie in der Gemeinde Gleichen. Die Stimmung unter den Besuchern war nicht nur wegen des sommerlichen Wetter gut.

Koordiniert wurde das regionale Fest von dem Verein Hurkut Gleichen e.V.. Beteiligt waren viele örtliche Vereine, Bildungsträger und Organisationen. Rund 45 Aussteller aus der Gemeinde Gleichen haben sich bei der Landpartie präsentiert. Auch das Göttinger Tageblatt war mit einem Info-Stand vertreten. Es gab Ausstellungen und Aufführungen, Aktivangebote für Kinder und Erwachsene, Livemusik, eine offene Bühne mit einem musikalischen Mitmach-Rahmenprogramm und auch Raum für Diskussion und Dialog. Nebenbei konnte man unterschiedlichste Tierrassen wie Alpakas, Esel, Pferde, Schafe oder Ziegen sehen. Die zwei Clowns Norika und Iva sorgten für viele Lacher nicht nur unter jungen Besuchern. Natürlich gab es ausreichend Essenstände mit leckeren Sachen.

Das Konzept kam gut an. Bis zum Abend zählten die Veranstalter rund 5000 Besucher. Die Polizei und Feuerwehr waren mit dem Ablauf sehr zufrieden."Die Leute waren alle diszipliniert. Zudem hatten sich die Polizei zusammen mit der Feuerwehr auf diesen Besucheransturm gut vorbereitet", sagte Gemeindebrandmeister Heiko Böhlken. Trotz der vielen Besucher gab es über den Tag verteilt ausreichend Parkmöglichkeiten.

"Es ist wichtig, zu zeigen, was es in Gleichen alles gibt", sagte der Gemeindebürgermeister von Gleichen, Manfred Kuhlmann. Seit der Gründung vor gut 40 Jahren habe sich in der größten Gemeinde im Landkreis Göttingen viel verändert. "Es gibt viele Firmen, große Betriebsgemeinschaften, auch in der Landwirtschaft hat sich viel getan, das wollen wir gerne den Besuchern der Landpartie zeigen", so Kuhlmann. Die Idee erläutert Mitinitiator der Landpartie, Eckhardt Wiesenthal. „Das Naturverständnis gerade bei Städtern geht immer mehr verloren. Dabei pulsiert das Leben in den Dörfern“, sagt er. Dies wolle man bei der Landpartie zeigen.

Zudem arbeiten und leben mehr als zwanzig Nationen in der Gemeinde Gleichen. Deshalb sollte die Landpartie auch ein Fest der Begegnung werden. Hierzu sollte jeder Besucher beim Fest einen unbekannten Menschen ansprechen und kennenlernen. Diese Mitmachtaktion fand regen Anklang bei vielen Besuchern.

Der Gastgeber Freiherr Alfons von Uslar-Gleichen hatte den gesamten Tag alle Hände voll zu tun. Er freute sich über die tolle Resonanz der Landpartie bei gutem Wetter. "Es gibt viel zu sehen und zu erleben", betonte er. Sein Vetter Ernst-Alexander von Uslar-Gleichen glaubt sogar, dass die Landpartie in Gleichen auch in den kommenden Jahren durchgeführt werden sollte. Karin Jürgens, Ortsbürgermeisterin von Bremke, sie das ähnlich und könnte sich vorstellen, die Landpartie alle zwei Jahre durchzuführen.

"Wir haben in den letzten Monaten viel Zeit und Herzblut in die Organisation gesteckt. Mein Wunsch war, dass wir ein Programm präsentieren, welches alle Generationen anspricht. Ich finde das ist gelungen."

Karin Jürgens, Ortsbürgermeisterin von Bremke

Quelle:

Karin Jürgens, Ortsbürgermeisterin von Bremke

"Das schöne an dem Fest, ist das so viele Nationen friedlich miteinander feiern können und sich dabei kulturell austauschen. Toll finde ich auch, dass so viele Menschen den Weg in die Gemeinde Gleichen gefunden haben."

Freiherr Ernst-Alexander von Uslar-Gleichen

Quelle:

Freiherr Ernst-Alexander von Uslar-Gleichen

"Ich finde es eindrucksvoll, wie bunt und vielfältig das Fest ist. Es gibt viel zu sehen für Alt und Jung. Die Landpartie ist wichtig, weil sich die Gemeinde Gleichen auf diese Weise nach außen präsentieren kann."

Chicgoua Noubactep, Ortsbürgermeister von Rittmarshausen

Quelle:

Chicgoua Noubactep, Ortsbürgermeister von Rittmarshausen

"Ich finde es super, das wir hier so viele Aktionen machen, damit es auch die Kindern am Fest schön haben. Die Landpartie ist eine tolle Sache, weil sich die regionalen Vereine hier gut präsentieren können."

Jenny Strüver, Kinder- und Jugendbüro, Gleichen

Quelle:

Jenny Strüver, Kinder- und Jugendbüro, Gleichen

"Das Ambiente des Ritterguts in Sennickerode ist eindrucksvoll. Auch finde ich toll, dass die verschiedenen Dörfer hier alle einmal gemeinsam feiern. Wir sind als Bildungsträger gerne mit dabei."

Gerd Viehrig, regionales Umweltbildungszentrum Reinhausen

Quelle:

Gerd Viehrig, regionales Umweltbildungszentrum Reinhausen 

Landpartie - ohnegleichen!

Hut ab und Hochachtung! Vor den Menschen in der Gemeinde Gleichen und ganz besonders vor den engagierten Machern, die dieses Fest der Begegnung in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben. Und die damit gezeigt haben, dass diese „Landpartie“ rund um die Gleichen (-Berge) eine Region ohnegleichen ist. 40 Jahre hat es gedauert, bis die Menschen in den weit gestreuten 16 Dörfern in zwei Tälern nach der damals ungeliebten Gebietsreform zusammengefunden haben. In nur fünf Monaten haben sie jetzt dieses Fest entwickelt und auf die Beine gestellt. Als Ideengeber Eckhard Wiesenthal beim Neujahrsempfang der Gemeinde Gleichen im Januar zum ersten Mal seine Idee von der Landpartie vorstellte, wollten nur wenige wirklich glauben, dass das gelingen kann: Ein Fest, bei dem 16 Dörfer und weitere kleinere Ortschaft zeigen, wie schön das Leben auf dem Land sein kann, wie sich eine ländliche Region dem stetigen Wandel in der Bevölkerung, beim Klima und in der Wirtschaft stellt und diesen Wandel meistert, ohne ihre Tradition und ihre Besonderheiten aus dem Blick zu verlieren. Ein hoher Anspruch – aber es ist gelungen: Der riesige und hoch moderne Trecker vom Sennickeröder Gut gleich neben kleinen bollernden Oldtimer-Traktor war am Sonnabend ebenso ein Beweis dafür, wie die afrikanischen Trommler neben der singende Plattdeutsch-Gruppe und die Schau exotischer Büffel neben der Vielzahl kleiner Betriebe aus der Gemeinde Gleichen, die sich rund um den Landpartie-Platz präsentiert haben. Und mit dem idyllisch-herrschaftlichen Gut der Familie von Uslar-Gleichen haben die Gleichener einen Platz für ihre erste Landpartie gefunden, der besser nicht sein kann. Hut ab – mit der Hoffnung, dass es in zwei Jahren eine neue Landpartie unter den Gleichen gibt.

Von Ulrich Schubert

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