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Museumstag in der Region

Thema des Tages Museumstag in der Region

In 19 Museen Südniedersachsens und in vielen weiteren in der Umgebung steht am Sonntag, 21. Mai, der Internationale Museumstag auf dem Programm. Unter dem Motto „Spurensuche – Mut zur Verantwortung“ wird eine Vielzahl von Sonderaktionen und Ausstellungen vorbereitet.

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Fluchtpunkt Friedland: Die Ausstellung im dortigen Museum zeigt die Geschichte des Grenzdurchgangslagers.

Quelle: Hinzmann

Friedland/Teistungen. In Hann. Münden können Besucher beispielsweise den „Hut aufhaben“ und Kopfbedeckungen ausprobieren,  im Industriedenkmal Königshütte in Bad Lauterberg Metallguss üben.

Erstmals arbeiten am Internationalen Museumstag die Museen Teistungen und Friedland zusammen: Mit einem Busshuttle können Besucher ganz einfach beide Einrichtung besuchen.
„Geschichte im Doppelpack zum 40. Internationalen Museumstag“ ist das Motto der Veranstaltungen am Sonntag, 21. Mai. Das Grenzlandmuseum in Teistungen und das Museum Friedland, die beide zum Thema Flucht arbeiten, haben am Museumstag die Geschichte des Dorfes Böseckendorf zum Schwerpunkt gemacht. Böseckendorf liegt in Thüringen und war zu DDR-Zeiten durch die Mauer vom nur wenige Kilometer entfernten Nesselröden im Eichsfeld getrennt. Das Besondere an Böseckendorf: 1961 macht sich ein Großteil der Dorfbewohner in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf den Weg in den Westen.


Über den gesamten Tag bieten beide Museen ab 11 Uhr öffentliche Führungen an. Das Besondere daran ist, dass die Führungen aufeinander aufbauen und gemeinsame Spuren der Geschichte in den Ausstellungen verdeutlichen. „Ein Thema, das beide Häuser verbindet, ist die Massenflucht aus dem thüringischen Böseckendorf“, so die Veranstalter. Das Grenzlandmuseum Eichsfeld beschreibt die Hintergründe und Rahmenbedingungen der Flucht aus der DDR, das Museum Friedland beleuchtet die Aufnahme der Böseckendörfer Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland und die Erinnerung an die Ereignisse.
In beiden Häusern wird am Internationalen Museumstag um 12.30 Uhr ein Shuttlebus in das jeweils andere Museum starten. Dort erwartet die Gäste eine Spezialführung. Nach der Führung bringt der Shuttlebus die Teilnehmer wieder zum Start-Museum zurück.
Außerdem werden gemeinsame Vorträge zu beiden Häusern und zur Massenflucht aus Böseckendorf organisiert. Der Vortrag findet um 14 Uhr im Grenzlandmuseum statt, sowie um 17 Uhr im Museum Friedland.
Seit mehr als 20 Jahren ist das Grenzlandmuseum Eichsfeld eine Einrichtung der Aufarbeitung der SED-Diktatur. Das Museum befindet sich in historischen Gebäuden des ehemaligen Grenzübergangs Duderstadt-Worbis und bietet Informationen über die Zeit der deutschen Teilung, das Leben in beiden deutschen Staaten und das Grenzregime der DDR. Das Museum Friedland zeigt Migrationsgeschichte an einem einzigartigen Ort: Mehr als vier Millionen Menschen kamen von 1945 bis heute über das Grenzdurchgangslager Friedland in die Bundesrepublik Deutschland, darunter Flüchtlinge, entlassene Kriegsgefangene, Aussiedler – Schutzsuchende aus aller Welt.

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