Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 9 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Neues Basketball-Zentrum eröffnet

130 Gäste Neues Basketball-Zentrum eröffnet

Die Treppe ist etwas zu spät fertig geworden und hat noch kein Geländer. So mussten die 130 geladenen Gäste am Donnerstag vom Schützenplatz aus über die Behelfstreppe zum neuen Basketball-Zentrum Göttingen herabsteigen. Das gemeinsame Ziel: die feierliche Eröffnung der neuen BG-Trainingsstätte.

Voriger Artikel
Razzia gegen "Freundeskreis"
Nächster Artikel
"Der Herrenwitz ist tot"

BG-Spieler Andrej Mangold zeigt neue Trainingsmöglichkeiten im Basketball-Zentrum auf.

Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Göttingen. 3,5 Millionen Euro standen im Planentwurf. Es folgte unter anderem eine Suche nach Blindgängern aus dem zweiten Weltkrieg, und nun liegt der Neubau bei 4,2 Millionen Euro - „gut angelegtes Geld“, wie der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) in seiner Rede unterstreicht.

Die Treppe ist etwas zu spät fertig geworden und hat noch kein Geländer. So mussten die 130 geladenen Gäste am Donnerstag vom Schützenplatz aus über die Behelfstreppe zum neuen Basketball-Zentrum Göttingen herabsteigen. Das gemeinsame Ziel: die feierliche Eröffnung der neuen BG-Trainingsstätte.

Zur Bildergalerie

Hausherr ist die BG Göttingen, die in der Tabelle der Basketball-Bundesliga (BBL) im „Niemandsland“ angesiedelt ist, wie es Veilchen-Geschäftsführer Frank Meinertshagen formuliert. „Aber für uns ist das ein großer Erfolg“, ergänzt er. Das neue Trainingszentrum ist demgegenüber Champions League - und sorgt für Aufsehen: Der eine oder andere BBL-Konkurrent habe bereits Erkundigungen eingeholt, „vielleicht ist das ja ein Grundstein für die BBL“, sagt Köhler.

Ebenfalls deutschlandweit einmalig sind die Reha- und Trainingsmöglichkeiten, die das „Athleticum Junge“ im Erdgeschoss bereithält. „Wir bieten ein vielfältiges Spektrum“, sagt Inhaber Sebastian Junge bei der Eröffnung. Die geladenen Gäste können sich unter anderem ein Bild vom „Speedcourt“ machen, auf dem BG-Rekonvaleszent Andrej Mangold schwitzt.

Zuvor hat der Basketballprofi eine von zwei neuen Korbanlagen vorgeführt, bei der, ähnlich einer Tennis-Ballmaschine, die Basketbälle nach dem Wurf in Richtung des Schützen zurückgeschossen werden - fünf verschiedene Distanzen sind einzustellen, noch mehr Zeitintervalle, erläutert BG-Headcoach Johan Roijakkers. „Ich habe auf ganz schnell gestellt“, witzelt er in Richtung Mangold.

Zuvor hat Roijakkers Gäste durch den Spielertrakt geführt, in den die BG-Profis per Chipkarte gelangen. „Das ist besser als manche BBL-Umkleide“, sagte er - welche, will er nicht verraten. Außerdem stehen unter anderem Massageraum und Sauna zur Verfügung, ein Videoanalyse-Raum sowie personalisierte Spinde. „Endlich können wir unsere Sachen hier lassen“, sagt Roijakkers. Eine zweite Umkleide ist für die Nachwuchsbundesligateams vorgesehen, und dieser Aspekt ist Meinertshagen besonders wichtig. „Eigentlich müssten sie nur mal kurz in die Halle blicken“, fordert er die Gäste bei der Eröffnung auf. „Andrej Mangold und die Jugend trainieren zusammen. Das sagt alles.“

2660 Quadratmeter für 4,2 Millionen Euro

Die Stadt Göttingen hat das Basketballzentrum (BBZ) langfristig vermietet. Somit wird BG-Lizenz-Inhaber Pro Basketball Göttingen GmbH (PBG) den netto 4,2 Millionen Euro teuren Hallenkomplex in 30 Jahren finanziert haben. Die Idee, das BBZ selbst zu errichten, hatten die Veilchen verworfen.

„Wir haben uns letztlich für die etwas sicherere Variante entschieden und ziehen als Mieter in den Gebäude-Komplex ein. Die Mietdauer ist auf 30 Jahre festgelegt“, sagt Frank Meinertshagen. Der PBG-Geschäftsführer sieht einen Vorteil darin, dass keine Kosten für die Instandhaltung anfallen. „Die GoeSF kümmert sich als unser Vermieter um alles. Das ist für uns eine enorm komfortable Situation. Die Zusammenarbeit mit der GoeSF ist wirklich außergewöhnlich gut“, betont Meinertshagen. Zur Höhe der Miete machte er keine Angaben. GoeSF-Geschäftsführer Alexander Frey sagt: „Die Baukosten des Basketballzentrums werden durch die Vermietung der Anlage an die Pro Basketball GmbH gedeckt.“ Die Stadt Göttingen sei als Kreditgeber mit 2,7 Millionen Euro beteiligt. Als Mieter der gesamten Anlage werde die PBG den Betrieb des Basketballzentrums in eigener Verantwortung organisieren, teilte die GoeSF weiter mit.

Dabei ist die PBG selbst Vermieter eines Teils des 2660 Quadratmeter großen Basketballzentrums. Sebastian Junge hat dort am vergangenen Montag die Räume seines Fitness-Studios „Athleticum Junge“ eröffnet. Im Basketballzentrum ist auf 610 Quadratmetern ein Kompetenzzentrum entstanden, in dem auch die BG-Profis trainieren. Junge beschäftigt dort acht Physiotherapeuten und einen Sportwissenschaftler.

Trainer und Spieler der BG schwärmen förmlich von den neuen Möglichkeiten. Andrej Mangold zog den Vergleich mit seinem Ex-Klub Telekom Baskets Bonn, die Top-Bedingungen zur Verfügung haben, und sagte: „Hier ist jetzt alles eine Nummer besser.“ Roijakkers betonte: „Das ist Top-Level in Europa.“

Von Mark Bambey

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr als 200 Gläubige bei Himmelfahrtsgottesdienst unter freiem Himmel