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Osterfeuer unterm Sternenhimmel

Brauchtum Osterfeuer unterm Sternenhimmel

Tausende Südniedersachsen haben an den Feiertagen eines der vielen Osterfeuer besucht. Sowohl am Sonnabend als auch am Sonntag brannten die Holzstapel im Trockenen, der Regen am Sonntag zog rechtzeitig ab.

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Wolkenloser Himmel am Sonnabend: Am Ortsrand von Bremke brennt das Feuer bei Anbruch der Dunkelheit lichterloh. Heller

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Currywurst und kalter Wind in Bremke: Wolkenloser Himmel und ein kalter Wind: Bei fast perfekten Bedingungen ist am Sonnabend das Osterfeuer oberhalb Bremkes angezündet worden. Dort versammelten sich am Abend rund 300 Besucher am schnell herunter brennenden Strauchschnittstapel. „Wir haben Glück, der Wind sorgt dafür, dass der Rauch heute nicht ins Dorf zieht“, sagte Gemeindebrandmeister Heiko Böhlken. Auch in Bremke hat – wie in vielen Orten – die Ortsfeuerwehr das Osterfeuer organisiert. Auch eine Gruppe Syrer, die als Flüchtlinge in Bremke lebt, kam zum Feuer. Ein Bier ein Euro: Bei dem Preis kauften einige Grüppchen gleich eine Kiste Bier, um sie direkt am Feuer zu genießen. Dazu passte eine Bratwurst oder eine Currywurst mit der sensationellen hausgemachten Soße von Monika Austinat. Das Rezept? „Wird nicht verraten“, sagte sie. Es sei denn, man trete in die Ortsfeuerwehr ein.

Osterfeuer mit Blick ins Leintal in Hetjershausen: Blauer Himmel, roter Sonnenuntergang und graue Wolkenformationen haben am Sonntag den perfekten Hintergrund für das Hetjershäuser Osterfeuer geboten. Bereits vor Einbruch der Dunkelheit loderten dort von einem gleichmäßig abbrennenden Feuerstapel die Flammen. „Wir haben noch bis 18 Uhr aufgebaut, um 19 startet der Fackelumzug“, sagte der stellvertretende Ortsbrandmeister Christian Ropeter. Die Kinder durften dann über einem kleinen Feuer Stockbrot braten – organisiert von Iris Günther und Alexandra Plümecke. Vom Osterfeuerplatz gab es einen Blick über das Leinetal gratis dazu – das Osterfeuer in Herberhausen und Rauchsäulen. Die Hetjershäuser waren auf kaltes Wetter perfekt vorbereitet. Am Getränkestand gingen 50 Liter Glühwein über die Theke, die Besucher ließen sich zudem 20 Kisten Bier, 150 Krakauer und 350 Bratwürste unterm Sternenhimmel und am Feuer schmecken.

Feuerpatschen in Falkenhagen: Vier Meter hoch, zwanzig Meter lang: Ein Sandkuchenförmiges Feuer brannte die Freiwillige Feuerwehr Falkenhagen-Potzwenden ab. Viele Kilometer weit war das Feuerspiel am Nachthimmel sichtbar. „Hier oben gibt es kein Wasser“, sagte Stefan Gellert, stellvertretender Ortsbrandmeister. Feuerpatschen, große metallene Fächer, hätten im Notfall Schlimmeres verhindern sollen, bis die Löschfahrzeuge eingetroffen wären. Doch es sei noch nie etwas passiert, so Gellert. Mehr als 120 Gäste versammelten sich am Feuer. Weihnachtsbäume brennen in Breitenberg Das Breitenberger Osterfeuer ist das jüngste im Eichsfeld: „Wir schlossen uns 2014 zur 700-Jahr-Feier des Ortes mit dem Sportverein zusammen“, erzählte Ortsbrandmeister Björn Mecke. „Früher brannte zu Ostern immer ein kleines Feuer vor der Kirche. Doch die Tradition war eingeschlafen“, so Mecke. Auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr erklärten sich zur Mitarbeit bereit. Sie sammeln die Weihnachtsbäume im Ort ein, die später zum Osterfeuer geschichtet werden. „Hier brennen 80 Prozent der Weihnachtsbäume des Ortes.“

Osterfeuer Falkenhagen, 27.03.2016

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Fackelzug durch Duderstadt: Auch die Pfadfinder in Duderstadt haben Weihnachtsbäume für das Osterfeuer zusammengetragen. Sie trafen sich am Ostersonntag in St. Cyriakus. Von dort zogen sie mit einem Fackelzug zum Regenrückhaltebecken in Richtung Ecklingerode. Dort zündeten sie gemeinsam das Osterfeuer an. Meterhoch stiegen die Flammen in den Himmel und boten eine beeindruckende Kulisse.

Fackelzug in Reinhausen, Feuer in Werxhausen und Esplingerode: Pünktlich um 19 Uhr startete am Sonnabend der Fackelzug am Dorfgemeinschaftshaus in Reinhausen. Rund 100 Kinder und Eltern machten sich auf den Weg durchs Dorf zum Osterfeuerplatz. Die Fackeln zündeten sie erst unterwegs an. Auch in Werxhausen brannte die Feuerwehr ein hohes Osterfeuer aus Resten von Scheunenmaterial und Strauchschnitt, den die Feuerwehrjugend zuvor im Dorf eingesammelt hatte, erklärte Ortsbrandmeister Markus Burchard. Lagerfeuerromantik verbreitete das kleine Osterfeuer des Tischtennisclubs Esplingerode – dort wurde bis 6 Uhr morgens gefeiert.

Osterfeuer: Bilder von verschiedenen Osterfeuern in der Region gibt es unter gturl.de/osterfeuer

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