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Regeln für Autokorsos während der EM

Polizei Göttingen Regeln für Autokorsos während der EM

Jubel, Trubel, Heiterkeit: Während der Fußball-EM stellt sich die Göttinger Polizei nicht nur auf ausgelassen feiernde Fans ein, sondern auch auf Autokorsos – vor allem nach den Spielen der deutschen Elf. Doch auch für die Jubelfahrt mit dem Auto gelten der Polizei zufolge bestimmte Regeln:

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Für die Jubelfahrt mit dem Auto gelten der Polizei zufolge bestimmte Regeln.

Quelle: dpa
  • Ein Autokorso hat nicht automatisch Vorfahrt. Es gelten weiterhin die Regeln des Straßenverkehrs.

Göttingen.  

  • !Rote Ampeln überfahren oder Alkohol am Steuer sind absolut tabu. Die Polizei wird insbesondere bei Gefährdungen, groben Verkehrsverstößen oder Straftaten konsequent einschreiten.

 

  • Nicht aus dem Fenster oder Schiebedach lehnen oder sich gar auf die Motorhaube oder das Dach setzen. Anschnallen nicht vergessen.

Autokorsos werden demnach von der Polizei nur toleriert, wenn die Beeinträchtigung Dritter auf ein zumutbares Maß minimiert ist. Relevante Aspekte für das Einschreiten der Polizei sind der Zeitpunkt und die Dimension des Autokorsos, das Verhalten der Teilnehmer und die daraus resultierenden Gefahren.

„Natürlich möchten wir keine Spielverderber sein und den feiernden Fans nicht ihren Spaß nehmen. Aber Sicherheit geht eindeutig vor. Wenn die Spielregeln eingehalten werden, hat die Polizei nichts gegen friedlich feiernde Fans auf der Straße einzuwenden“, sagt Thomas Rath, Leiter der Polizeiinspektion Göttingen. „Meine Kolleginnen und Kollegen werden sicherlich mit dem richtigen Augenmaß das Geschehen beobachten. Ein Auge zudrücken können sie aber nicht immer. Insofern hoffen wir auf ein vernünftiges Feierverhalten aller Fußballfans“, so Rath.

Auch bei der Nutzung von Fanartikeln am Auto gelten der Polizei zufolge Regeln: So könne die „Spiegel-Socke“ insbesondere für Fahrer neuerer Fahrzeugmodelle schnell zur „Abseitsfalle“ werden, sagt Verkehrssicherheitsberater Jörg Arnecke. Außenspiegel mit integriertem Blinker und die Spiegelflächen dürften nicht verdeckt werden. Fahnen, eingeklemmt zwischen Fenster und Karosserie, sind zwar gern genutzte Fan-Utensilien, „jedoch eine oft unterschätzte Gefahr für Fußgänger, Rad- und Motorradfahrer“, sagt Arnecke.

Der Fahnenschmuck könne sich vom Fahrzeug lösen. Die Fan-Gimmicks bedeuteten noch ein weiteres Risiko: „Pkw-Fahnen verhindern das vollständige Schließen der Fahrzeugscheibe und erleichtern hierdurch das widerrechtliche Öffnen des Fahrzeugs. Dies kann zum Verlust einer möglichen Versicherungsleistung führen“, warnt Arnecke.

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