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Film ab für die 10. Göttinger Filmklappe

Medienexperten zeichnen Schüler-Videos aus Film ab für die 10. Göttinger Filmklappe

Es sind oft kleine Meisterwerke, die von Liebe und Mut erzählen, Kurzkrimis mit Lokalbezug oder Erklärstücke im Comic-Stil. Seit zehn Jahren zeichnet die Göttinger Kreismedienanstalt mit Partnern jährlich Kurzfilme von Kindern und Jugendlichen mit der Filmklappe aus. Am 29. Oktober werden die Preise erneut vergeben.

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Schüler der Grundschule Lenglern erzählen in ihrem Beitrag die märchenhafte Geschichte von bösen Monstern aus einer verwunschen Truhe, die am Ende gar nicht böse sind.

Quelle: r

Göttingen. Es sind oft kleine Meisterwerke, die von Liebe und Mut erzählen, Kurzkrimis mit Lokalbezug oder Erklärstücke im Comic-Stil. Seit zehn Jahren zeichnet die Göttinger Kreismedienanstalt mit Partnern jährlich Kurzfilme von Kindern und Jugendlichen mit der Filmklappe aus.

Roter Teppich, spannende Moderationen, Filme und viel Applaus: Die Preisverleihung der Göttinger Filmklappe im Cinemaxx-Kino hat schon fast etwas von internationalen Filmpreis-Verleihungen. Die Regisseure, Filmteams und Schauspieler sind allerdings jünger: Kinder und Jugendliche aus den Landkreisen Göttingen und Osterode. Wochenlang haben sie Drehbücher geschrieben und an verschiedenen Orten gefilmt – mit Handy und Videokameras aller Art. Bis zu 20 Beiträge wurden in zurückliegenden Wettbewerbsjahren jeweils eingereicht – in diesem Jahr sind es 14 aus den Kreisen Göttingen und Osterode.

Preise in fünf Kategorien

Kurze Filme sind das Medium von Kindern und Jugendlichen heute, sind die Initiatoren überzeugt. Sie verändern und gestalten gängige Erzählformen mit Handys und Videokameras neu, erklärt Thomas Beckermann von der Kreismedienanstalt Göttingen. Ihre Darstellungsformen fänden aber noch immer nicht die Beachtung, die sie verdienen. Diese Lücke wolle die Filmklappe schließen und zugleich junge Filmemacher zusammenführen.

Termin

Die Preisverleihung zur 10. Göttinger Filmklappe beginnt am Sonnabend, 29. Oktober, um 11 Uhr im Cinemaxx Göttingen, Bahnhofsallee 3. Während der Veranstaltung in einem Kinosaal werden die Siegerfilme gezeigt.

Preise gibt es in fünf Alterskategorien: Förderschulen, Tagesstätten und Grundschulen, Klassenjahrgänge 5 bis 7, Klassenjahrgänge 8 bis 10, Oberstufe ab Klasse 11 inklusive Berufsschule. Dazu wird ein Sonderpreis für Filmemacher vergeben, die zum ersten Mal dabei sind. Teilnehmen können Klassen, Gruppen und Einzelpersonen. Der jeweils 1. Preis ist mit 200 Euro dotiert, für den Zweitplatzierten gibt es Kinogutscheine. Die Sieger nehmen im Februar an der großen Niedersachsen-Filmklappe in Aurich teil – mit etwa 60 erfolgreichen Filmcrews.


Das Thema können die Teilnehmer frei wählen, die Filme dürfen aber nicht länger als 15 Minuten sein. Unterstützt wird die Filmklappe von Göttinger Tageblatt, Kinder- und Jugendbüro des Landkreises, Verein „Blickwechsel“, Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), von der Sparkasse Göttingen und vom Cinemaxx. Sie stiften die Preise. Mit im Organisationsboot ist das Kreismedienzentrum Osterode.
Bewertet werden die Filme von einer Jury. Zu ihr gehören sechs Experten aus den Bereichen Medienpädagogik und Jugendarbeit sowie eine Schülerin.

Die Jury

Zur Jury für die Filmklappe gehören Sabine Eder, Diplompädagogin, Geschäftsführerin Blickwechsel; Claudia Raabe, Diplompädagogin und Medienpädagogin; Christian Ewald, Vorsitzender des Göttinger Filmnetzwerkes; Paula Raabe, Schülerin; Martin Kaufmann, Lehrer an der IGS Northeim und Medienpädagogischer Berater im Kreismedienzentrum Osterode; Helga Steininger, Kommunales Kinder- und Jugendbüro des Landkreises Göttingen; Thomas Beckermann, Förderschullehrer an der Heinrich-Böll-Schule in Göttingen sowie Medienpädagogischer Berater im Kreismedienzentrum Göttingen.

Krimis, Traumberufe und mutige Beichten

13 Beiträge sind für die Filmklappe 2016 eingegangen – ein kurzer Überblick:


Mitreißend, beklemmend und eindrucksvoll zugleich ist ein Dokumentarfilm von Jugendlichen der Förderschule an den Gleichen mit dem Titel „Ganz schön mutig“ . Er erzählt mit einer Collage aus einem Interview und nachgespielten Szenen die wahre Geschichte eines Jugendlichen, der mit elf Jahren obdachlos wurde, auf der Straße lebte und mit Drogen handelte.


Eine Filmcrew mit 30 Schülern der Grundschule Lenglern erzählt die märchenhafte Geschichte von bösen Monstern aus einer alten verwunschenen Truhe , die sich am Ende mit anderen Kindern zusammenschließen, um eine tatsächlich böse Mädchenclique zu besiegen.

Unter dem Titel „Traumberufe“ erzählt  Julia Giro in ihrem Beitrag für die Kategorie 5. bis 7. Klasse (schau)spielerisch mit viel Witz, wie er seine Hausaufgaben „verschläft“ und dabei in allerlei Berufe taucht.

Jan-Niklas Weber hat mit seinen Freunden in der Kategorie 8. bis 10. Klasse mit The Security und Target gleich zwei Krimis mit „spektakulärer Aktion“ und James-Bond-Flair eingereicht.

Sophie Lindenblatt gehört zu den eifrigsten Teilnehmern. In ihrem 8. Beitrag für die Filmklappe seit 2009 befasst sich die BBS-II-Schülerin (Kategorie ab Klasse 11) unter dem Titel „Typisch!“ mit Vorurteilen und der Feststellung, „dass nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint“ – auch nicht in der ersten gemeinsamen Nacht in einer romantischen Beziehung.

Die weiteren Teilnehmer

Förderschulen:

Lerngruppe Ahorn der Förderschule am Rehns mit „Lost Keys“;

Schule am Tannenberg (Außenstelle Hagenberg) mit „Mut – ich? Mutig!“;

Schule an den Gleichen mit dem „Gleichen Krimi – fremdes Geld“.

Grundschulen:

Klasse 3b der Grundschule Königshof mit einem Erklär-Video zum Buch „Irgendwie anders“;

Die Streitschlichter der Grundschule Mingerode mit „Nestschaukel“.

8. bis 10. Klassen:

Celina Stephan mit „Umziehen ist gar nicht mal so schlimm“;

Korbinian Regenhardt mit „Flames“ und „Ischia in Motion“.

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Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016