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Wie schön es loderte

Weitgehend trockenes Ostern in der Region Wie schön es loderte

Am Sonnabend und Sonntag haben in vielen Orten in Südniedersachsen die Brauchtumsfeuer gebrannt. Entgegen der Wettervorhersage blieb es an beiden Abenden weitgehend trocken. Bereits vor 19 Uhr loderten die ersten Flammen.

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Das Osterfeuer in Ossenfeld

Quelle: Heller

Friedland

„Wir freuen uns sehr, dass so viele Friedlander gekommen sind“, sagte Mathias Lange vom SC Friedland am Sonnabendabend. Erstmals seit sechs Jahren hatten der Friedlander Sportverein, Feuerwehr und Verwaltung wieder ein Feuer im Ort auf die Beine gestellt. Am Sportplatz kamen rund 500 Gäste zusammen um sich an den Flammen zu wärmen, ein Bierchen oder einen bunten Cocktail zu trinken.

Heiligenstadt

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„Dieses Mal sind auch viele Besucher aus der Siedlung gekommen“, freute sich Ortsbrandmeister Klaus Wosnitza. Während sich die Party zu später Stunde ins Sporthaus verlagerte, kümmerte sich die Feuerwehr um Brandwache und Löschen des Osterfeuers. In Friedland wurde das Feuer gegen 20 Uhr angezündet. Aber schon um 19 Uhr stiegen viele Rauchsäulen über dem Leinetal auf.

Spiekershausen

Auch das südlichste Osterfeuer Niedersachsens, das in Spiekerhausen, wurde am Sonnabend um 20 Uhr in Brand gesetzt. Direkt am Ufer der Fulda fanden sich rund 400 Besucher ein - der Ort hat 600 Einwohner. Dort hoppelte ein Osterhase herum und verteilte kleine Geschenke an die Kinder, sich sich dann ein Stockbrot an einem kleinen Feuer backen durften.

Bratwurst Pommes und Getränke wurden dort mit bunten Chips bezahlt, die Tilman Ponfick mit einer speziellen Spiekershäuser Eigenkonstruktion abzählte. Mit Blick auf die Fulda, bei letzten Sonnenstrahlen und später sternenklaren Himmel klönten die Gäste bis in die Nacht hinein. Schließlich, so Karsten Schwichtenberg von der Feuerwehr, ist Spiekeshausen ja „die Riviera Niedersachsens“. 

Gieboldehausen

Feuer oder nicht Feuer – das war am Ostersonnabend in Gieboldehausen die Frage. Während der Verein zur Förderung und Erhalt des österlichen Brauchtums sein Osterfeuer entzündete, hatte der Schäferhundeverein am Vormittag kurzfristig abgesagt.

„Wir haben einen Brief von der Unteren Naturschutzbehörde erhalten“, erklärt Schatzmeister Markus Nolte. Dabei sei der Brief nicht der eigentliche Grund gewesen, sondern vielmehr der Zeitpunkt der Zustellung. „Er lag am Gründonnerstag um 13.15 Uhr im Briefkasten“, so Nolte. Zwar konnten die Vereinsmitglieder noch den geforderten Abstand von 20 Metern zu den Bäumen einrichten. „Doch dadurch sind wir mit dem Feuer zu nah an unseren Flutlichtmasten und den Metallzaun gekommen“, erläutert der Schatzmeister. Durch die Hitze wäre der Stromkasten geschmolzen, und der Zaun hätte bei Berührung für Verbrennungen sorgen können.

Wegen der Kürze der Zeit sei dem Verein deshalb kein anderer Ausweg als die Absage geblieben. Seit 25 Jahren organisiert der Verein ein Osterfeuer in Abstimmung mit der Gemeinde, die dafür auch das Holz anliefert. Das soll nun geschreddert werden. „2018 wird es wieder ein Osterfeuer bei uns geben“, ist Nolte zuversichtlich, dass der Verein bis dahin eine Lösung gefunden hat.

Ossenfeld

 Auch am Sonntag hatten die Veranstalter der zahlreichen Osterfeuer in der Region Glück mit dem Wetter, erst am späten Abend setze beispielsweise in Ossenfeld leichter Regen ein.  Zuvor aber brannte dort bereits gegen 19 Uhr am Spielplatz der Strauchstapel zügig und regelmäßig ab. Löschgruppenführer Peter Wichner freute sich über viele Gäste - auch aus den umliegenden Orten.

So wie Lars Bachmann, der mit seiner Familie aus Neidernjesa zu Besuch war. "Es ist wunderbar hier", so der Familenvater. Und er muss es wissen, denn am Vorabend war er bereits beim Feuer in seinem Heimatort - aber im Dienst, denn er ist stellvertreter Ortsbrandmeister in Niederjesa und kümmerte sich dort um die Osterfeuer-Veranstaltung. "Heute kann ich einfach nur genießen", sagt er.

Genuss steht auch bei Carsten Regenhardt, Matz Gonschoir und Florian Hurrke auf dem Plan. Die drei Männer tragen das  ideale Osterfeuer-Outfit: einen Bundeswehr-Parka. "Das passen vier Flasche Bier in die Taschen", sagt Hurrke und lacht. Zwei Flächen in der Brusttasche, eine in der Hand: "Läuft", sagt Gonschoir. Die rund 100 Gäste verweilen bis das Feuer ein gutes Stück herunter gebrannt ist. Erst dann begann es zu nieseln. 

Obernjesa

Erst Frust, dann Freude: Nach dem Sabotage-Versuch von Unbekannten haben die Bürger in Obernjesa am Sonnabend dennoch ein prächtiges Osterfeuer abgebrannt. 450 Gäste kamen und genossen Stimmung, Bratwurst und Bier.

Unbekannte haben das schon aufgeschichtete Osterfeuer auf dem Jägerberg in Obernjesa vorzeitig abgebrannt.

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"Das war eine sehr schöne Atmosphäre", sagte der stellvertretende Ortsbrandmeister Jan Hintze. "Alle haben sich gefreut, dass es noch geklappt hat mit unserem Osterfeuer. Alle haben sich abgeklatscht." Die Veranstalter von Feuerwehrverein und Ortsrat bedankten sich noch einmal ausdrücklich bei allen, die mitgeholfen hätten, sagte Hintze. "Das war ein voller Erfolg."

Unbekannte hatten das mühsam aufgeschichtete Osterfeuer auf dem Jägerberg in Obernjesa in der Nacht zu Karfreitag abgefackelt und zerstört. Doch dank des selbstlosen Einsatzes vieler Helfer aus dem Ort und der großen Unterstützung aus umliegenden Ortschaften konnte das Osterfeuer rechtzeitig wieder aufgebaut werden. Aus unzähligen Nachbardörfern hatten die Ausrichter des Osterfeuers in Obernjesa Strauchschnittspenden erhalten.

Luftaufnahmen

Niedernjesa

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