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Studenten zur Beisiegel-Wiederwahl: "In Ordnung" oder Kritik am Verfahren

„Es läuft doch ganz gut hier" Studenten zur Beisiegel-Wiederwahl: "In Ordnung" oder Kritik am Verfahren

„Es läuft doch ganz gut hier. Warum sollte man was ändern, wenn es rund läuft?“ So schätzt Alexander Frank, Masterstudent der Finanzen, die Wiederwahl von Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel ein. Auch Psychologiestudentin Nicole Rurainsky sagt, es sei „in Ordnung. Da habe ich kein Problem mit.“ Doch nicht alle sind so zufrieden.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Thorben Siepmann, Jurastudent im ersten Semester, kritisiert die mangelnde Demokratie bei dieser Wahl mit nur einer Kandidatin: „Es ist grundsätzlich zu befürworten, dass es mehrere Kandidaten gibt, um demokratische Prozesse voranzutreiben.“

Eine Psychologiestudentin im dritten Semester findet, „ohne Gegenkandidaten ist es schwierig, eine Alternative zu finden.“ Demokratische Grundsätze wurden jedoch nicht verletzt. Das niedersächsische Hochschulgesetz sieht vor, dass eine Verlängerung der Amtszeit mit Zustimmung des Senats und des Hochschulrats auch ohne eine öffentliche Ausschreibung beschlossen werden kann. Der Senat der Universität hat bereits vor drei Wochen genau diese Entscheidung getroffen.

Am Mittwoch wählten die 13 Mitglieder des Senats die Präsidentin mehrheitlich, anschließend bestätigte der sieben-köpfige Stiftungsrat die Wahl. Hätte Beisiegel, die seit 2011 im Amt ist, am Mittwoch nicht die Mehrheit bekommen, wäre es zu einer erneuten Auswahl und gegebenenfalls einer Ausschreibung gekommen. Nun aber wird Beisiegel am 1. Januar 2017 ihre zweite Amtszeit beginnen, die acht Jahre  umfasst.

„Ich bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen und freue mich auf meine zweite Amtszeit, in der ich mich vorrangig auf die Umsetzung der Strategie der Universität und die Anträge im geplanten Nachfolgeprogramm zur Exzellenzinitiative konzentrieren werde“, sagte Prof. Beisiegel nach dem Wahl am Mittwochmittag. Ulrike Beisiegel, Jahrgang 1952, wurde 1996 auf eine C3-Professur an der Universität Hamburg berufen. Von 2001 bis 2010 war sie C4-Professorin und Direktorin des Instituts für Biochemie und Molekularbiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Von 2005 bis 2010 war sie Sprecherin des Ombudsgremiums der DFG, von 2006 bis 2010 Mitglied des Wissenschaftsrates und von 2008 bis 2010 Vorsitzende der Wissenschaftlichen Kommission. Seit 2009 ist sie Senatorin der Leibniz-Gemeinschaft, seit 2011 Senatorin der Max-Planck-Gesellschaft, seit 2012 Vizepräsidentin für Hochschulmanagement und Governance der Hochschulrektorenkonferenz und seit 2014 Mitglied im Vorstand der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen. Beisiegel ist Trägerin der Ehrendoktorwürden der schwedischen Universität Umeå und der schottischen Universität Edinburgh.

Insgesamt spielt die Frage der Präsidentschaft kaum eine Rolle für die auf die Wiederwahl der Präsidentin angesprochenen Studenten. Etlichen ist Beisiegel nur namentlich bekannt, wenn überhaupt. Viele halten es mit Alexander Frank: Solange der Studienalltag problemlos verläuft, ist alles im grünen Bereich.

hal

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