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Willkommensgrüße aber auch Kritik bei der Begrüßung der Erstsemester

„Durch sie alle bleibt die Stadt jung“ Willkommensgrüße aber auch Kritik bei der Begrüßung der Erstsemester

Die Neuzugänge an der Georg-August-Universität in Göttingen sind am Montagabend mit einem umfangreichen Programm empfangen worden. Bei der Begrüßung stand das Angebot von Stadt und Universität im Mittelpunkt.

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Die Neuzugänge an der Georg-August-Universität in Göttingen sind am Montagabend mit einem umfangreichen Programm empfangen worden.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das Foyer des Zentralen Hörsaalgebäudes (ZHG) ist erfüllt vom Stimmengewirr Hunderter Studierender.

Sie alle warteten auf die offizielle Begrüßung der diesjährigen Erstsemester. Das gefüllte ZHG spiegelt an diesem Abend auch die Entwicklung der Universität wieder. Fast 31 000 Studierende sind eingeschrieben. Mehr als 6200 junge Menschen haben sich im Wintersemester für ein Studium an der Georg-August-Universität immatrikuliert. An zahlreichen Infoständen können sie sich zu Kulturangeboten der Stadt und Einrichtungen der Universität informieren.

Nach einem kurzen Auftritt der Band Earl Mobilé Orchestra beginnt die Begrüßung durch Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel. „Auch das kann aus einem Studium werden“, heißt sie die Erstsemester willkommen. Dennoch lässt die Präsidentin keinen Zweifel an der Bedeutung von Universität und Studium: „Sie als Studenten schaffen mit am Wissen der Stadt.“ Mit einer Ermunterung, ja fast schon einer Lebensweisheit, beendet Beisiegel ihre Rede: „Das Studium ist eine tolle Zeit, genießen Sie es“.

Die Möglichkeiten der Stadt stehen auch bei Bürgermeisterin Helmi Behbehani im Zentrum ihrer Begrüßung. „Ablenkung gibt’s bei uns genug“, versichert sie mit Blick auf das umfangreiche Sport- und Kulturangebot Göttingens. Zugleich sei es aber auch „ein Privileg, an einer der besten Universitäten Deutschlands zu studieren“. Auch sie lässt keinen Zweifel an der Bedeutung der Studierenden für Göttingen: „Durch Sie alle bleibt die Stadt jung.“ Die große Zahl an Erstsemestern zeige die Beliebtheit der Stadt als Studienort.

Doch auch ernste Themen sind Teil des Abends. So spricht Daniel Pichl vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) die immer noch prekäre Lage auf dem Wohnungsmarkt an. Auch mit Blick auf die vielen Flüchtlinge müsse schnell bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Eine Aussage, die einige Studierende nach langer Wohnungssuche vermutlich unterstützen. Prof. Jörg Magull vom Studentenwerk fordert die Zuhörer zur Mitbestimmung an der Universität auf. Bei Sekt und Brezeln lassen die Studierenden die Worte wirken und widmen sich noch einmal den Infoständen.

Vizepräsidentin heißt Erstsemester willkommen

Mit einem Festvortrag zur Vielfalt an der Universität begrüßte die neue Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Andrea Bührmann, die Studienanfänger. „Für Sie alle beginnt etwas Neues“, hieß Bührmann die Erstsemester der Georg-August-Universität willkommen. Außerdem säßen sie „alle im selben Boot“, schließlich fange sie auch in diesem Semester neu an der Universität an.

In ihrer Rede verwies Bührmann insbesondere auf die Verdienste im Forschungsbereich der Georgia Augusta. Neben einigen bedeutenden Persönlichkeiten habe die Universität auch 45 Nobelpreisträger hervorgebracht. „Vielleicht steht ja heute schon ein Zukünftiger hier in diesem Raum“, sagte sie. Allerdings sei es noch keiner Frau der Universität gelungen, einen Nobelpreis zu erlangen.

„Ich baue auf Sie, dass sich das bald ändert“, ermunterte die neue Vizepräsidentin die Studentinnen im Saal. Eine große Aufgabe, für die es nach aktuellem Stand eine Vielzahl an Kandidaten gibt. Mit 6200 Studierenden haben sich in diesem Jahr 1000 mehr als im vergangenen eingeschrieben. Besonders stolz ist Bührmann darauf, dass an der Universität Studierende aus 130 Nationen eingeschrieben sind.

Von dieser Diversität profitiere auch die forschungsbezogene Lehre in Göttingen. „Wir wollen, dass Sie die besten Voraussetzungen haben“, versicherte Bührmann und schloss mit den Worten: „Sie sind nun ein Teil dieser Universität“.

Von Finn Lieske

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