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#unistartgoe: Erstsemester zeigen ihren Eltern die Uni Göttingen

40. Familientag #unistartgoe: Erstsemester zeigen ihren Eltern die Uni Göttingen

„Ich möchte meinen Eltern gerne zeigen, wo ich studiere“, sagt Annika Jankowski (21). Sie gehörte am Sonnabend zu den 600 Teilnehmern des 40. Familientags, den das Studentenwerk mit der Zentralen Studienberatung für Erstsemester und deren Eltern organisiert hat.

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In der Cafeteria: Annika Jankowski mit ihren Eltern Kai Kusche und Isabel Jankowski-Kusche sowie Großmutter Maria Riedig.

Quelle: mic

Göttingen. Die ersten Wochen ihres Studiums  an der Universität Göttingen liegen hinter ihr. Nun sind die Eltern der Soziologiestudentin gemeinsam mit der Großmutter aus der Autostadt Wolfsburg in die Fahrradhochburg Göttingen gereist. Gespannt steht die Familie im Foyer der Zentralmensa, wo die Veranstalter Unterlagen austeilen und Informationen zum umfangreichen Tagesprogramm geben.

 

„So etwas hat es zu meiner Zeit nicht gegeben“, staunt Jankowskis Vater Kai Kusche (57), der an der Fachhochschule in Braunschweig Sozialpädagogik studiert hat. Der Universität liege offensichtlich etwas an ihren Studierenden und deren Eltern, meint er.

 

Prof. Hermann Staats, der an der Fachhochschule Potsdam psychoanalytisch ortientierte Entwicklungspsychologie lehrt, hält einen ersten Vortrag. Das Thema: „Sich trennen und verbunden bleiben“. Bisher fährt Studentin Jankowski, wann immer es möglich ist, mit dem Zug zurück nach Wolfsburg. Das hat nicht nur damit zu tun, dass sie mit ihren Eltern verbunden bleiben möchte. „Mein Freund leht in Wolfsburg“, erzählt die junge Frau.

 

Ein anderer Grund: Bisher ist die Studentin in Göttingen nur provisorisch bei einer Bekannten untergekommen. Mit zwei anderen Studierenden, die sie in den vergangenen Wochen kennengelernt hat, sucht sie derzeit eine Wohnung. „Eine Kollegin von mir, deren Tochter ebenfalls seit diesem Jahr in Göttingen studiert, hat noch vor Bewilligung des Studienplatzes eine Wohnung angemietet“, erzählt Isabel Jankowski-Kusche (51). Sie fand das seinerzeit übertrieben. Nun hat sie Respekt vor der Weitsicht.

 

Um die soziale Lage der Studierenden geht es in einem zweiten Vortrag, den Prof. Jörg Magull, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Studentenwerks, hält. Für nahezu jedes Problem gibt es ein Beratungsangebot, erfahren die Eltern. Sicher wird sich auch das Wohnungsproblem noch lösen lassen.

 

Jankowskis Großmutter, Maria Riedig (81), verfolgt den Vortrag über das Soziologiestudium mit besonderem Interesse. Was für berufliche Möglichkeiten ein solches Studium eröffnet, hat sie sich in den vergangenen Monaten oft gefragt. „Ich möchte später einmal in Personalmanagement arbeiten“, erklärt ihr Jankowski.

 

Mit anderen Familien schauen sich die Wolfsburger im Oeconomicum um. Auch die Universitätsbibliothek, deren große Glasfronten an diesem trüben Novembertag besonders hell leuchten, zieht ihre Aufmerksamkeit auf sich. Dann geht es zum Essen in die Mensa, wo unter anderem Wildlachs serviert wird. Am Ende des Tages sitzt die Familie zufrieden über die umfangreichen Informationen bei Kaffee und Kuchen in der Cafeteria.

 

Von Michael Caspar

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