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Als Pippi Langstrumpf anderthalb Jahre auf Tour

Unter uns: Schauspielerin Irma Barry-Schmitt Als Pippi Langstrumpf anderthalb Jahre auf Tour

Unter uns leben viele interessante Menschen. Einer von ihnen ist Irma Barry-Schmitt. In Göttingen ist sie geboren und aufgewachsen. Als Schauspielerin lebt sie in Paris, kehrt aber immer wieder in ihre Heimatstadt zurück.

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In Göttingen aufgewachsen und nach Paris gezogen: Irma Barry-Schmidt.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Ein offener Blick, ein blau-rot gemustertes Sommerkleid: Irma Barry-Schmitt ist am Treffpunkt sofort zu erkennen. Die Schauspielerin, die in Paris lebt, ist in Göttingen geboren worden. Auf dem Hainholzhof am Kehr hat sie Reiten gelernt und pflegt jetzt noch die Verbindung. Nun reitet ihr dreijähriger Sohn Silas am Kehr, wenn die Mutter mit ihm in der alten Heimat Göttingen ist. Das Abitur hat Barry-Schmitt am Felix-Klein-Gymnasium gemacht. Zum Studium der Literaturwissenschaft und Romanistik ging sie anschließend nach Bochum.

Über den Tanz zum Theater gekommen

Über den Tanz sei sie zum Theater gekommen, erzählt die 41-jährige Frau, die Entschlossenheit ausstrahlt. Weil in Köln die Szene dafür besser war, wechselte sie nach zwei Jahren dorthin. Ihr Bruder, Musiker und zehn Jahre älter, habe sie dazu gebracht, ganz in die Künstlerwelt zu wechseln. Die Aufnahmeprüfung für die Schauspielausbildung schaffte sie am Kellertheater.

Die Ideen von Jacques Lecoq, Theaterpädagoge, Schauspiellehrer und Pantomime, der 1999 starb, sollten ihren Weg prägen. Barry-Schmitt brach ihre Ausbildung am Kellertheater ab und wechselte an die französischsprachige Schauspielschule „Lassaad“ in Brüssel. „Auf der Schule hatte ich eine Fünf in Französisch“, gesteht sie. Ihren Weg zum Theater sollte das nicht behindern. In Köln wurde sie für das Musical „Pippi Langstrumpf“ engagiert. Für Annika gecastet, wurde sie für die Hauptrolle ausgewählt. Anderthalb Jahre war sie als Pippi auf Tour. Einen Stopp machte sie auch in Göttingen. Die Göttingerin war als die freche Göre mit ihrem Pferd Kleiner Onkel in der Stadthalle zu sehen. Während dieser Zeit, 1995, sei sie für die Liebe nach Paris gezogen. Ein Schauspieler aus Südfrankreich war der Erwählte. In der Stadt der Liebe lernte sie später auch den Vater ihres Sohnes kennen.

Arbeiten mit Cameron Diaz

Viele Drehs hatte Barry-Schmitt für Kinofilme, für „The Invisible Circus“ mit Cameron Diaz und Moritz Bleibtreu (1999) und „Der Krieger und die Kaiserin“ von Tom Tykwer (2000). Der Film „In die Hand geschrieben“ (2002), indem die starke Frau die Hauptrolle spielt, war auf vielen Festivals erfolgreich. Für den Sender Arte ging Barry-Schmitt auf Europatour und moderierte die zweisprachige Kultursendung „Auf Schlüsseljagd“.

Auch im Fernsehen ist die Göttingerin nicht selten zu sehen, unter anderem  war sie die Kindergärtnerin bei „Forsthaus Falkenau“ und ist als Sängerin in mehreren TV-Shows  wie dem Tigerentenclub, aufgetreten.  Ihre Stimme kennt man aus Radio- und Fernseh-Werbung. Vor vier Jahren hat die lebensfrohe Frau als Lebensaufgabe zusammen mit einem spanischen Künstler die internationale Gruppe „Delfin-Loco“ gegründet. Sie macht mit bei dem Präventionsprojekt „Geheimsache Igel“. Der Film „Kleine Morde“ mit Uwe Ochsenknecht, bei dem sie mitspielt, kommt ab 13. September in die deutschen Kinos.

Von Ute Lawrenz

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