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Der Kampf geht weiter

Wätzolds Woche Der Kampf geht weiter

Letzten Samstag schlug ich das GT auf und blieb an einem Foto hängen. Wer waren denn bloß diese beiden Rummel-Boxer im Seniorenalter, die mir da entgegen zwinkerten und wer hatte sie in diese knallblauen Abi-Ball-Sakkos gezwungen?

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Herzlichen Glückwunsch
Quelle: CH

Die Bildunterschrift gab Auskunft. Es handelte sich um das Schlagerduo "Domingos", das im Kauf Park vier Lieder im Vollplayback darbot und so zitiert wurde: "Heute Morgen waren wir noch in Bremen, aber jetzt ist es richtig und wichtig, dass wir in Göttingen sind." Nichts gegen die "Domingos", aber was wäre denn schlimmes passiert, wenn sie nicht hier, sondern woanders gewesen wären? Dann hätten sie halt da ihre Münder auf und zu gemacht. Und wieso überhaupt Bremen? Aber die "Domingos" sensibilisierten mich mit ihrem Quatsch für bedeutende Fragen: Was ist wirklich wichtig in Göttingen? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Ein mir wohl bekanntes Kind zum Beispiel kämpft vehement für die Abschaffung der Zahnputzpflicht. Das ist zwar sinnlos, für eine Fünfjährige aber okay.

 
Die Flüchtlinge aus der Großen Breite haben mit ihren Helfern erstritten, dass sie nicht dauerhaft auf die Siekhöhe umziehen müssen. Herzlichen Glückwunsch dazu. Und ein ebenfalls herzlicher Glückwunsch an unseren OB, weil er seine nicht nachvollziehbare und etwas feudalistisch anmutende Entscheidung zurück genommen hat.

 
Ein wenig befremdlich hingegen war der Leserbrief am Donnerstag, in dem "alle, die für diese Stadt und die Weiterentwicklung dieser Stadt sind" aufgerufen werden, "sich zu erheben und für Möbel Lutz zu kämpfen." Nun kann man ja gern verschiedener Meinung bezüglich des geplanten XXXL-Möbelmarkts sein, aber der Gedanke, dass sich bald Bürger erheben und für seine Ansiedlung kämpfen, irritiert mich. Wie sieht das dann wohl aus? Demonstrationen in der Innenstadt? Und was wird dann dabei skandiert? "Wir sind viele, wir sind laut - Möbelladen wird gebaut"? Werden gar Schaufenster zerdeppert? Da würde die örtliche Antifa aber staunen.

 
Wenn das die neue Sprache der Wutbürger ist, dann hau ich demnächst aber auch auf den Putz. Ich bin nämlich schon seit Jahren vehement für die Eröffnung eines portugiesischen Restaurants, um diese Stadt weiterzuentwickeln. Und wenn es bis Jahresende keins gibt, dann brennt mein Altpapier so lichterloh, dass es in Bovenden noch hell wird! So!

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Wätzold steht nicht nur auf dem Sockel, sondern auch auf der Bühne - bei der Comedy Company. mehr