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Mein Reisetagebuch II

Kolumne Mein Reisetagebuch II

Überall, wo Kreuzfahrtschiffe anlegen, landet man erstmal in Einkaufszonen. Das ist hier in der Karibik nicht anders als in Island. Da stehen dann die Touristen in Läden rum, in denen es dieselben Sachen gibt wie zuhause. Warum legt man tausende Kilometer zurück, um dann den Jahresurlaub in Parfümerien zu verbringen?

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Quelle: Hinzmann

Ich finde es immer viel interessanter, in fremden Ländern Wohngebiete und Märkte anzuschauen. Und ich bin absolut begeistert, wie schnell man hier mit den Leuten ins Gespräch kommt, wie zum Beispiel mit den kleinen Mädchen auf Curacao, die auf den Karnevalszug warteten, oder mit dem Fischhändler auf St. Lucia, der mir sein ganzes Sortiment erklärte, nur weil ich neugierig schaute, oder mit dem Mann auf Grenada, ohne Zähne, aber mit leuchtenden Augen, der mir - warum auch immer - seine unfassbare Lebensgeschichte erzählte.

Mehr Gras als Tabak

Das Leben hier hat einen völlig anderen Rhythmus. Wenn man zum dritten Mal fragt, wann das Wassertaxi endlich kommt, schauen die Leute, als hielten sie einen für neurotisch. Und wahrscheinlich tun sie das auch und haben damit völlig recht. Hier wird aber auch mehr Gras als Tabak geraucht, der Geruch liegt überall in der Luft. Klar, dass die hier alle so entspannt sind.

Mit dem Wassertaxi fuhr ich dann zum Schnorcheln auf Bonair. Fische sind ja quasi die Vögel des Meeres. Als ich mitfliegen wollte, merkte ich allerdings mal wieder, dass Menschen eher die Sitzsäcke des Meeres sind. Plötzlich sah ich eine Schildkröte und verhielt mich ruhig. Sie kam zum Luft holen nach oben und war keinen halben Meter neben mir. Wir schauten uns an und schwammen ein wenig nebeneinander her, bevor sie wieder abtauchte. Das war toll!

Eine andere überraschende Begegnung hatte ich an Bord, denn Thomas Rath, Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, befindet sich unter den Passagieren. Jetzt fühle ich mich natürlich gleich viel sicherer auf dem Schiff. Ich hoffe nur, dass er ordnungsgemäß Urlaub genommen hat. Nicht, dass er sich zwei Wochen hat krank schreiben lassen, wie diese Dschungelcampmutter und jetzt arbeitsrechtlichen Ärger bekommt. Das wäre mir wirklich unangenehm.

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