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Sport, Kinotipps und Zeitungmachen in bunten Räumen

Zeitung in der Grundschule Sport, Kinotipps und Zeitungmachen in bunten Räumen

1065 Viertklässler aus 52 Schulklassen in der Region beteiligen sich an der diesjährigen Tageblatt-Aktion „Zeitung in der Grundschule“, die vom Kaufpark und der Volksbank Göttingen unterstützt wird. Die Schüler erhalten eine Woche lang die aktuellen Zeitungen und arbeiten damit im Unterricht. Zusätzlich werden fünf Klassen das Druckhaus des Göttinger Tageblattes besichtigen. Die Kinder kommen also zur Zeitung, aber vor allem kommt das Tageblatt zu ihnen: Mitarbeiter der Redaktion besuchen jede Klasse. Gestern waren Hanne-Dore Schumacher, Corinna Berghahn und Dörte Janßen in Adelebsen und Nesselröden. 

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Überschriften und Bilder wecken das Interesse

Wollen es genau wissen: Gina, Maischa und Ronja der St.-Georg-Schule interessiert jedes Detail.

Quelle: OT

Guten Morgen, Frau Sabath-Arendt, guten Morgen liebe Zeitungsleute“, die Schüler der Klasse 4a der Heinrich-Christian-Burckhardt-Schule in Adelebsen sind nicht nur ausgesprochen höflich, sondern auch sehr wissbegierig. „Hier sind Bilder von Barack Obama in der Zeitung. Fährst du da auch hin, um die zu machen?“, will Alina von Fotograf Christoph Mischke wissen. Überhaupt: Zur Bildberichterstattung haben die Schüler zahlreiche Fragen. Wie nah ein Fotograf an einen Unfall heran geht, fragt Niklas und schneidet damit die wichtige Frage nach Ethik im Journalismus an. Mischke kann ihn beruhigen: „Wir halten uns da zurück.“ Von den Redakteuren erhoffen sich die Schüler praktische Tipps für ihre eigene Zeitung, in der sie selbstständig eigene Artikel über die Erlebnisse ihrer Grundschulzeit beschreiben. 

Die 20 Schüler haben neben vielen Fragen ganz klare Forderungen. Marieke will die Kinderseite – am liebsten „dreimal die Woche“. Neben den harten Fakten (Wieviel Papier wird jeden Tag gebraucht? Wieviel verdient ein Redakteur? Wieviel kostet so eine Anzeige?) stößt der Redakteursalltag auf Interesse. Besonders der späte Arbeitsbeginn („10 Uhr? Da kann ich soo lange schlafen!“) weckt Begehrlichkeiten, die durch den späten Arbeitsschluss nur leicht gedämpft werden. Für einige steht fest: „Das wär was für mich!“

Eigene Zeitung gründen

In Nesselröden ist ein großes Fußballturnier. Deshalb werden die Tageblatt Redakteure von 15 Viertklässlern der Klassen 4 a und 4 b der St.-Georg-Schule empfangen. Der Rest der Klassen kickt um den Sieg. „Wir haben aber vorher alle zusammen die Zeitung gelesen“, berichtet Lehrerin Alexandra Schwiering.

Schüler Tobias interessiert sich für das physische Wohlergehen der Journalisten und fragt, ob auch schon einmal ein Unfall passiert, wenn man ganz schnell zu einem Termin muss. (Bis jetzt glücklicherweise nicht.) Michelle möchte wissen, wie es so ist, als Redakteur zu arbeiten. Sie stellt sich den Berufsalltag „sehr anstrengend“ vor, da „man ja den ganzen Tag Artikel schreiben muss“. Am liebsten liest sie Artikel aus dem Magazinteil: „Da stehen die Kinotipps und ich gehe gern ins Kino“. Lion hingegen interessiert sich am meisten für den Sportteil, da er Mitglied beim Turn- und Sportverein Nesselröden ist. So unterscheiden sich die Vorlieben der Kinder je nach ihren Hobbys. Aber was macht – unabhängig vom Thema – einen guten Artikel aus? „Wenn er spannend geschrieben ist“, sagt Ronja. Sie will auch Journalistin werden und interessiert sich vor allem für Tiere und Pflanzen. „Ich könnte über die Arten, die aussterben oder auch überleben schreiben“, überlegt sie, nachdem sie gefragt wurde, welches Ressort ihr denn liegt. Ihre Freundin Maischa schließt sich sofort an: „Dann könnten wir ja unsere eigene Zeitung herausgeben“, schlägt sie vor. 

Als die Redakteurin den Mädchen aber berichtet, dass die Wände in der Redaktion alle weiß gestrichen sind, reagieren sie entsetzt: „Könnt ihr eure Chefin nicht mal fragen, ob sie rote Wände mag? Weiß ist doch langweilig.“ Sollten die zwei tatsächlich eine Zeitung gründen, dann „nur in bunten Räumen“.

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