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Technik, Tipps vom Fotografen und harte Fakten

Zeitung in der Grundschule Technik, Tipps vom Fotografen und harte Fakten

1065 Viertklässler aus 52 Schulen in der Region beteiligen sich an der diesjährigen Tageblatt-Aktion „Zeitung in der Grundschule“, die vom Kaufpark und der Volksbank Göttingen unterstützt wird. Die Schüler  erhalten eine Woche lang die aktuelle Zeitungen und arbeiten damit im Unterricht. Zusätzlich werden fünf Klassen das Druckhaus des Göttinger Tageblattes besichtigen. Die Kinder kommen also zur Zeitung, aber vor allem kommt das Tageblatt zu ihnen: Mitarbeiter der Redaktion besuchen jede Klasse. Gestern waren Kathrin Lienig, Ulrich Schubert, Corinna Berghahn und Dörte Janßen in Langenhagen, Reinhausen und  Hann. Münden.

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Straftaten im Fokus der Jungleser: Isabell der Klasse 4a aus Hann. Münden informiert sich.

Quelle: SPF

Die Schüler im Duderstädter Ortsteil Langenhagen interessieren vor allem harte Fakten: Wieviel Farbe wird verbraucht? Wieviel wiegen die Zeitungen einer Tagesproduktion? Akribisch haben sich die Kinder aus den Dörfern Fuhrbach, Brochthausen und Langenhagen auf den Besuch vorbereitet. Jede Menge Fragen stehen auf ihren Zetteln, aber auch viel zu erzählen haben sie. Alle standen schon einmal in der Zeitung – als „Witzlieferant“ für die Kinderseite, viele andere im Sportteil („Ich bin bei einem Schachturnier 77. von 78 Startern geworden“, gibt Simon zu). Und einige Mädchen sind bereits erfahrene Redakteurinnen: Von ihnen gibt es zum Abschluss die dritte Ausgabe der eigenen Klassenzeitung mit Witzen, Tiergeschichten und Spitznamenliste.

Artikel über Raubüberfall

Auch für die Viertklässler aus Reinhausen ist das Zeitungsgeschäft nicht neu. Die Kinder haben sich vor dem Besuch des Redakteurs und Fotografen intensiv mit dem Thema Zeitung befasst: An der Wand hängen nach Wichtigkeit sortierte Artikel aus den verschiedenen Ressorts. Daneben sind die wichtigen W-Fragen (Wer?, Was?, Wann?, Wie?, Wo? und Welche Quelle?) im Journalismus aufgelistet. Die Schüler haben selbst tolle Artikel über einen Raubüberfall geschrieben und lesen einige davon dem Gast vor. Und sie haben in der Vorbereitungswoche gezeigt, dass eine alte Zeitung neben vielen Infos auch noch viel Spielspaß bieten kann: An der Wand hängen lange Schlangen aus je einem Zeitungsbogen, den die Schüler in scheinbar endlose, schmale Bahnen gerissen haben. So viel Arbeit mit Zeitung und Journalismus weckt auch viele Fragen, und die reichen von der Drucktechnik über die tägliche Redaktionsarbeit bis zu persönlicheren Dingen: Woher kommen die Infos und Fotos? Was machen Redakteure, wenn sie und der Fotograf zu spät zu einem Unfall kommen? Wie lange braucht man, um einen Artikel zu schreiben und die ganze Zeitung fertigzustellen? Wie viel Geld verdienen Redakteure? Und vom Besucher wollen sie wissen, worüber er am liebsten schreibt und ob es auch Tage gibt, an denen er mal keine Lust dazu hat.

Madonna und Knut

Vor allem der Sportteil wird von den Jungen der Klasse 4 b der Grundschule am Wall in Hann. Münden gelesen. Kein Wunder: Immerhin sind fast alle in einem Sportverein. Aber auch alles, was über Stars wie Madonna oder über Tiere berichtet, wird von den Viertklässlern gelesen. So hat die zehnjährige Nicole Grabe einen Zeitungsartikel über den Eisbären Knut ausgeschnitten und auf ein Blatt Papier geklebt – umrahmt von einem Sudoku-Spiel und einer kurzen handgeschriebenen Meldung über den neuen Geiger des Göttinger Symphonie Orchesters. Warum sie den Artikel gewählt hat? „Ich mag Tiere und finde es toll, etwas über Knut zu wissen“, begründet die Viertklässlerin in einem Aufsatz ihrer Wahl.

Ihre Mitschüler in der Parallelklasse 4a interessierten sich  besonders für Artikel über Straftaten und deren rechtliche Grundlage. Deshalb wollten sie wissen, wie über einen Mord oder einen Raub berichtet werden darf. Darüber hinaus wollten sie erfahren, wie die Bilder in die Zeitung kommen und warum der Fotograf weiß, wann was wo passiert. „Eine Zeitung ohne Bilder wirkt auch irgendwie langweilig“, stellen sie fest. Am Ende holen sie sich noch praktische Tipps vom Fotografen, um in Zukunft auf Fotos den „Rote-Augen-Effekt“ zu verhindern. 

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