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Überschriften und Bilder wecken das Interesse

Zeitung in der Grundschule Überschriften und Bilder wecken das Interesse

1065 Viertklässler aus 52 Schulklassen in der Region beteiligen sich an der diesjährigen Tageblatt-Aktion „Zeitung in der Grundschule“, die vom Kaufpark und der Volksbank Göttingen unterstützt wird. Die Schüler erhalten eine Woche lang die aktuellen Zeitungen und arbeiten damit im Unterricht. Zusätzlich werden fünf Klassen das Druckhaus des Göttinger Tageblattes besichtigen. Die Kinder kommen also zur Zeitung, aber vor allem kommt das Tageblatt zu ihnen: Mitarbeiter der Redaktion besuchen jede Klasse. Gestern waren Tonie Lenz, Corinna Berghahn und Dörte Janßen in der Hainbundschule in Weende und der Heinrich-Christian-Burckhardt-Schule in Adelebsen. 

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Fragen genau nach: Die Klasse 4 c aus Adelebsen will von Dörte Janßen jedes Detail wissen.

Quelle: JV

Berühmte Leute treffen und wütende Polizisten auf dem Redaktionsflur empfangen – so stellen sich einige Schüler der 4 a der Hainbundschule in Weende den Alltag im Tageblatt vor. Pierrè ist deshalb auch etwas enttäuscht, als die Redakteurin ihm sagt, dass sie die Sängerin Lady Gaga nur aus dem Fernsehen kennt. 

„Hat sich die Polizei schonmal über einen Artikel so aufgeregt, dass sie euch in eurem Büro besucht und mit euch geschimpft hat?“, fragt Samira.  Ihr ist es wichtig, dass Journalisten ohne Angst etwas schreiben dürfen, wenn sie vorher gut recherchiert haben. Ihre Mitschülerin Magdalena kennt  auch schon die fünf W-Fragen: Wann, wer, wo, was, warum. Soviele Fragen stellen stellt sich Carolin unangenehm vor: „Darf man als Journalist eigentlich schüchtern sein?“ Sie liest am liebsten die Tierseite. Robin hingegen mag „die Comics mit dem komischen Mann ohne Haare“ sehr gerne. „Der heißt doch Rabenau“, rufen seine Mitschüler quer durch den Klassenraum. Begeistert sind alle Kinder von der Taggi-Seite, die jeden Mittwoch erscheint. „Schade, dass es nicht jeden Tag eine Kinderseite gibt“, findet Robert. Einige Kinder wollen in Zukunft aber per E-Mail Witze an die Redaktion schicken. Denn die Vorstellung, das eigene Bild in der Zeitung wiederzufinden, findet die ganze Klasse „cool“. 

Vom Termin zum Artikel

„Muss man die Zeitungen eigentlich alle einzeln kopieren“, und „wie lange braucht man, um eine Zeitung zu schreiben“, fragen sich Leonie und Tim aus der Parallelklasse 4 b. Tim möchte auch noch wissen, warum die Zeitung „so komisch aufgeteilt ist, dass sie immer auseinander fällt“. 

Die zwölf Schüler haben viele Fragen, denn am Freitag werden sie selbst einen Artikel schreiben und wollen genau wissen, worauf sie achten müssen. In den letzten Tagen haben die Schüler bereits über die Struktur der Zeitung gesprochen und sich genauer mit den Themen befasst. 

Aber auch der Arbeitsalltag und die Ausbildung eines Redakteurs interessiert die Schüler. „Wie wird man eigentlich Redakteur“, und ist das Schreiben schwierig,“ möchten Aylin und Leonie wissen. 

Chesney hat hingegen eine Frage an den Fotografen. Er möchte wissen, ob die Fotos denn „immer noch so altmodisch entwickelt werden wie früher“.

Autos, Unfälle, Basketball

Die Schüler der 4 c der Heinrich-Christian-Burckhardt-Schule in Adelebsen hatten eine Hausaufgabe: Jeder sollte den Artikel ausschneiden, der ihm am besten gefallen hat und begründen, was daran so interessant war. Dominik hat sich eine Polizeimeldung ausgesucht. Der Inhalt: Ein Auto hebt auf einen Hügel ab. „Mich interessieren Autos und Unfälle“, begründet er seine Wahl. Katharina hingegen bevorzugt den Artikel über die Eröffnung der Freibadsaison, da „ich selbst gerne schwimmen gehe und wissen möchte wann die Freibäder öffnen“. Sportlich hingegen ist die Wahl von Jan Philipp. Auch wenn der Bericht über das MEG-Spiel in Bamberg die Niederlage verkündet, fand er ihn spannend geschrieben. „Ich spiele selber auch Basketball“, so der Viertklässler. Je nach Interesse wird ein Artikel ausgesucht. Aber auch andere Faktoren entscheiden: „Mir hat die Überschrift und das Bild gefallen“, begründet Anisa ihre Wahl für den Bericht über den Zyklon Alina. 

Die Kinder sind auf den Besuch der Redakteurin sehr gut vorbereitet. Begriffe wie Impressum, Aufmacher, Titelkopf und Bruch sind ihnen bereits geläufig. So nutzen sie die Zeit und fragen sehr detailiert nach, wie der Arbeitsalltag aussieht, wie die Bilder in die Zeitung kommen, ob es schon einmal gefährliche oder auch peinliche Situationen gab - und natürlich ob auch schon einmal Stars interviewt wurden. Ein genaues Bild von der Redaktion und dem Druckhaus können sie sich in drei Wochen machen. Denn sie gehören zu einer der fünf Klassen, die ausgelost wurden und das Tageblatt an der Autobahn besuchen dürfen. 

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