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Von angehenden Reportern und Reisen nach Paris

Zeitung in der Schule Von angehenden Reportern und Reisen nach Paris

Die Mädchen der Klasse 4 b der Brüder-Grimm-Schule in Göttingen sind im Hannah-Montana-Filmfieber. Fast alle ihre Fragen drehen sich um die Darstellerin Miley Cyrus („Hast du sie schon mal fotografiert“, „Ist sie nett in Interviews“ und „Wie fühlt sie sich an?“). Für die 17 Schüler der Klasse ist es schwer zu verstehen, dass eine Redakteurin des Tageblattes derlei Stars nur interviewt, wenn sie nach Göttingen kommen. 

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Wollen alles wissen: Viertklässler der 4 a der Hagenbergschule begutachten den Bleisatz.

Quelle: Vetter

„Aber nach Paris durftest du doch schon einmal auf Kosten eurer Zeitung, oder?“ fragt Marima. Schließlich gibt es ja auch Berichte aus Frankreich im Tageblatt zu lesen, fügt sie hinzu. Dafür gibt es extra Korrespondenten, die im Ausland leben und von dort berichten, erklärt die Redakteurin. 

Bathir interessiert, wieviele „Menschen in der Zeitungsfabrik“ arbeiten. Seine Wortwahl erklärt er so: „Wenn über 40000 Zeitungen gedruckt werden, dann ist das eine Fabrik.“ Besonders beeindruckt hat ihn der Artikel über den ausgebrochenen Sexualstraftäter. Mitschülerin Melanie fasst zusammen: „Zeitung ist wichtig, damit man richtig informiert wird. Egal, ob über böse Verbrecher, Sport oder Miley Cyrus.“

Unglücke machen betroffen

„Sie haben gelesen, gelesen und gelesen.“ Begeistert berichtete Lehrer Thomas Humke so aus der Parallelklasse 4 a der Brüder-Grimm-Schule in Göttingen. In der vergangenen Woche haben die Schüler der Integrationsklasse das Tageblatt bekommen. Kaum hatten sie die ersten Zeitungen in der Hand, hätten sie sich hingesetzt und gelesen. Während ein Schüler sich am meisten für die Werbung interessierte und ein anderer den Sportteil an erster Stelle nannte, fanden viele das Flugzeugunglück besonders interessant. Betroffen zeigten sie sich von dem Familiendrama auf dem Holtenser Berg: Ein Schulkamerad gehört zu einer der Familien. Beeindruckt sind die Viertklässler davon, dass das Tageblatt rund um die Uhr erreichbar ist. Denn auch wenn nachts ein schwerer Unfall passiert oder irgendwo ein Feuer ausbricht, müssen Fotograf und oft auch ein Redakteur der Zeitung vor Ort sein.

Konkreter Bezug

Die Schüler der Klasse 4 a an der Hagenbergschule am Holtenser Berg hatten einen ganz konkreten Bezug zur gestrigen Ausgabe. Schließlich war der Messerangriff vom Wochenende nur wenige Meter vom Schulgebäude entfernt geschehen. So wurden die Schüler gleich selbst zu Reportern: „Kann man denn auch bei der Zeitung anrufen, wenn man denkt: Darüber sollten Sie mal berichten“, wollte Marie wissen. Dass diese Leserhinweise eine wichtige Informationsquelle für die Zeitung darstellen, freute sie zu hören. Und ist das Thema dann recherchiert und der Artikel verfasst, „wie schafft man es dann, dass keine Fehler in der Zeitung sind“, fragt Max. Korrektur lesen, die Überschriftenkonferenz und noch einmal korrigieren – dass jedoch im hektischen Alltag trotzdem Fehler übrigbleiben, dass hielten die 21 Schüler für vertretbar. 

Doch warum zerfällt die Zeitung in so viele Teile, „das ist doch total unpraktisch“, meint Mehmet. Auf diese Weise sind die Themen übersichtlich geordnet und „Mama und Papa“ können die Zeitung gleichzeitig lesen. Denn schließlich liest „Papa ja immer gleich den Sportteil“, bestätigen die Schüler aus eigener Erfahrung. Wem das immer noch zu unpraktisch sei, der könne ja einen Tacker nehmen und alle Zeitungsteile zusammenheften, merkte Johannes zum Abschluss an. Und wenn die Schüler der 4 a weiter so viel fragen, kommt sicherlich der eine oder andere Reporter dabei heraus. 

Schülerzeitung in Planung

Richtig gut kennt sich die vierte Klasse der Paul-Maar-Grundschule in Hilkerode mit dem Tageblatt aus. Sie wissen, wie die Zeitung aufgebaut ist, und wo welche Nachrichten zu finden sind: Politik aus aller Welt und Wirtschaft im Mantel, Nachrichten aus der Region im Lokalteil, Kulturelles im Magazin und im letzten Buch alles zum Sport. In den vergangen Tagen haben die Schüler das Tageblatt gelesen und spannende Artikel ausgeschnitten. Auch dass es eine Art Inhaltsverzeichnis auf der ersten Seite gibt, mit dem auf weitere Artikel im Innenteil hingewiesen wird, haben sie längst verinnerlicht. 

Schließlich stellt sich heraus, dass die Klasse selbst eine Schülerzeitung in Planung hat. Lea und Antonia wollen über den Schulgarten berichten und Fotos aus der Schule machen, Chantal und Sevda haben eine Rätselseite mit Scherzfrage zusammengestellt, Dennis, Louis und Erik schreiben über den Schulsport und ein Fußballturnier. Außerdem gibt es Witze, eine Hitparade, einen Steckbrief über den Namensgeber der Schule, Paul Maar, und vieles mehr. Ihre spannendsten Geschichten wollen die Nachwuchsjournalisten auch den Tageblatt-Lesern nicht vorenthalten. So ist ein Bericht von ihrer Klassenfahrt in den Zoo vielleicht bereits in den nächsten Tagen auf der Internet-Kinderseite des Tageblatts unter www.taggi-online.de zu finden.

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